Petition ans Weiße Haus: "Baut einen Todesstern"

Angesichts der Krise unterschreiben tausende US-Bürger für die Schaffung einer überlegenen Weltraumplattform nach Vorbild der "Star Wars"-Kultfilme. Billig wäre das nicht.

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Der Todesstern aus ''Star Wars'' – (c) Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.

Die USA nennen sich gern das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch dieses Anliegen
würde der Supermacht die Grenzen ihrer Möglichkeiten aufzeigen: Angesichts der strauchelnden US-Wirtschaft wünschen sich tausende Amerikaner den Bau eines Todessterns nach Vorbild der „Star Wars"-Kultfilme.

Mehr als 5300 Personen haben eine entsprechende Online-Petition an das Weiße Haus bereits unterschrieben. Richtig unterhaltsam wird es, wenn bis 14. Dezember 25.000 Signaturen erreicht werden. Dann muss sich die US-Regierung mit der Petition auseinandersetzen und zumindest eine Stellungnahme abgeben.

Geht es nach dem Ersteller der Petition soll mit dem Bau des Todessterns 2016 begonnen werden - um die Wirtschaft anzukurbeln, versteht sich. Durch die "Konzentration der Verteidigungsressourcen auf die Schaffung einer überlegenen Weltraumplattform wie des Todessterns würden Jobs in der Bauwirtschaft sowie für Ingenieure und Weltraumforscher geschaffen und die nationale Sicherheit gestärkt", heißt es in der Petition.

Tatsächlich gibt es Zahlenspiele, was denn so ein Todesstern kosten würde. Und ein Schnäppchen wäre er nicht. Wie der britische "Telegraph" heuer berichtete, würde alleine die Bereitstellung des Stahls das 13.000-fache der weltweiten Wirtschaftsleistung ausmachen. 1.080.000.000.000.000 Tonnen Stahl bräuchte es - und einen langen Atem: 833.315 Jahre würde es nach derzeitigem Produktionsniveau dauern, bis genug Stahl aufgetrieben wäre. Das haben Studenten der Lehigh Universität in Pennsylvania ausgerechnet.

Und so ein Todesstern wäre wohl auch ein Imageverlust für die USA, zumal man sich damit - zumindest mit Blick auf die Filmvorlage - der dunklen Seite der Macht zuwenden würde. Dem Todesstern in den „Star Wars"-Kultfilmen war dann auch kein glückliches Ende beschieden: In Episode VI. explodierte die Heimstätte von Darth Vader und seinen Klonkriegern.

(Red. )

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