Wie im Paradies: Seidl triumphiert beim Österreichischen Filmpreis

Am Mittwochabend wurden im Wiener Rathaus die Österreichischen Filmpreise vergeben. Der Abend stand ganz im Zeichen von Regisseur Ulrich Seidl und Altstar Karl Merkatz.

Im Bild: Merkatz, Seidl und Kulturministerin Claudia Schmied (Bildmitte).(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Ulrich Seidls Sextourismus-Drama "Paradies: Liebe" war sechsmal nominiert und gewann gleich in drei Hauptkategorien: Bester Film, beste Regie und beste Hauptdarstellerin (Margarethe Tiesel).

Im Bild: Ulrich Seidl und Schauspielerin Margarethe Tiesel.(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Bei seiner Rede sagte Seidl "weniger, als ich eigentlich sagen wollte. Dass ich diese Auszeichnung trotz vieler internationaler Preise ausgerechnet hier bekomme, freut mich ganz besonders".(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Ebenfalls drei der insgesamt 14 vergebenen Preise der Österreichischen Filmakademie gingen an "Grenzgänger" von Florian Flicker: Unter anderem jene für das beste Drehbuch (für Flicker selbst) und die beste Kamera (Martin Gschlacht).

Im Bild: "Atmen"-Darsteller Thomas Schubert, Preisträger Martin Gschlacht und TV-Star Ursula Strauss.(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Auch Karl Merkatz wurde beim Österreichischen Filmpreis, der zum dritten Mal vergeben wurde, ausgezeichnet. Der 82-Jährige wurde für seine Rolle in "Anfang 80" zum besten Hauptdarsteller gekürt und erhielt einen lang anhaltenden Applaus der rund 1000 Gäste.(c) APA HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Erstmals wurde der beste Kurzfilm ausgezeichnet. Catalina Molina (links im Bild) bekam die von Valie Export geschaffene Skulptur für "Unser Lied" überreicht.(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Der vierfach nominierte Film "Kuma" wurde für das beste Szenenbild (Katrin Huber, im Bild) prämiert, ...(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

... während die fünffach nominierte Literaturverfilmung "Die Wand" von Julian Roman Pölsler - auch in Anwesenheit von Darstellerin Martina Gedeck - leer ausging.

Im Bild: Christian Hörbiger und Julian Roman Pölsler.(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Als bester Dokumentarfilm wurde "Der Prozess" von Gerald Igor Hauzenberger prämiert.

Zu Wort kam am Mittwochabend auch der Präsident der Akademie des Österreichischen Films, Karl Markovics: Er attestierte dem Film die Kraft "eine eingeschlafene Seele zu erwecken" und hieß "den Kurzfilm als jüngstes Mitglied in unserer Familie herzlich willkommen".(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Michael Haneke hatte hingegen nicht für den heimischen Filmpreis eingereicht, da er bereits sehr viele Auszeichnungen für "Amour" - unter anderem auch den Golden Globe, bekommen habe. Der Erfolgsregisseur wäre für die Hauptkategorie nicht zugelassen gewesen, da sein Film auf Französisch und nicht auf Deutsch ist.(c) REUTERS (GUS RUELAS)

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