63. Berlinale startet mit "The Grandmaster"

05.02.2013 | 10:49 |   (DiePresse.com)

19 Filme konkurrieren um den Goldenen und Silbernen Bären. Ulrich Seidl ist mit "Paradies: Hoffnung" im Wettbewerb vertreten. Die Filmfestspiele beginnen am Donnerstag.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Mit dem neuen Film von Wong Kar Wai, "The Grandmaster", startet am Donnerstag die 63. Berlinale. Das Martial-Arts-Drama, das die Lebensgeschichte von Bruce Lees Meister Ip Man erzählt, läuft allerdings außer Konkurrenz, da der Filmemacher den diesjährigen Juryvorsitz bei den Filmfestspielen inne hat.

Mehr zum Thema:

Am zweiten Tag des Festivals wird es auch für zwei österreichische Beiträge ernst: Ulrich Seidl zeigt zum Abschluss seiner Trilogie das letzte Kapitel "Paradies: Hoffnung" im Wettbewerb, es ist die Uraufführung. Anja Salomonowitz präsentiert mit "Die 727 Tage ohne Karamo" ihre stilisierte Doku über binationale Ehen im Forum. Die beiden weiteren österreichischen Beiträger - "Shirley - Visions of Reality" von Gustav Deutsch und "Kalte Probe" von Constanze Ruhm/Christine Lang - laufen am Samstag und am Mittwoch.

Seidl und Kieslowski

Insgesamt konkurrieren 19 Filme aus aller Welt um den Goldenen und Silbernen Bären, darunter eben auch Ulrich Seidls letzter Trilogie-Teil "Paradies: Hoffnung". Damit gelang es dem Österreicher als erstem Regisseur seit Krzysztof Kieslowski ("Drei Farben: Blau, Weiß, Rot"), drei Filme nacheinander bei den drei großen A-Festivals im Wettbewerb zu platzieren.

Namhafte Konkurrenz

Die diesjährigen Konkurrenten Seidls sind u.a. Gus Van Sant ("Promised Land" mit Matt Damon, Frances McDormand), Steven Soderbergh ("Side Effects" mit Jude Law, Catherine Zeta-Jones) und David Gordon Green ("Prince Avalanche" mit Paul Rudd und Emile Hirsch) sowie französischen Filme mit Isabelle Huppert ("Die Nonne"), Catherine Deneuve ("Elle s'en va") und Juliette Binoche ("Camille Claudel 1915"). Unter den erwarteten Stars befinden sich auch Matt Damon, Nicolas Cage, Jude Law, Anne Hathaway, Shia LaBeouf, Amanda Seyfried, Geoffrey Rush und Jeremy Irons. Auch Filmikonen à la Anita Ekberg, Jane Fonda und Isabella Rossellini haben sich angesagt.

120.000 Gäste, 4000 Journalisten

Insgesamt werden rund 120.000 Gäste in Berlin erwartet, darunter rund 19.000 Fachleute und 4000 Journalisten. Ein politisches Zeichen setzt die Berlinale mit dem Wettbewerbsfilm "Geschlossener Vorhang" ("Parde") des verfolgten iranischen Regisseurs Jafar Panahi und seines Kollegen Kambozia Partovi. Panahi hat in seiner Heimat Arbeitsverbot. "Er hat trotzdem einen Spielfilm gemacht", sagte Kosslick. Und: "Wir wissen, dass es fast unmöglich ist." Dennoch hoffe er, dass Panahi zur Berlinale kommen könne. Der Regisseur hatte 2006 mit "Offside" den Silbernen Bären gewonnen.

Ein Preisträger des aktuellen Jahres steht bereits fest: Der französische Dokumentarfilmer Claude Lanzmann erhält den Goldenen Ehrenbären. Lanzmanns neuneinhalbstündiger Dokumentarfilm "Shoah" über den Völkermord an den europäischen Juden wurde 1986 im Berlinale-Forum gezeigt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet - bei der diesjährigen Berlinale ist erstmals die restaurierte und digitalisierte Fassung zu sehen. Das erste der drei größten A-Festivals im Jahreszyklus (neben Cannes und Venedig) endet am 17. Februar, am Abend davor werden die Goldenen und Silbernen Bären verliehen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web



Belvedere News

Sind Sie an aktuellen News aus dem Belvedere interessiert? Melden Sie sich jetzt unverbindlich für den Newsletter an.





Aktuelle Ausstellung:
Im Lichte Monets ab 24. Oktober 2014

» Nähere Infos zur Ausstellung

Meinung

Jetzt Kultur-Newsletter abonnieren

Die Meldungen des Tages aus den Bereichen Kunst und Kultur. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden