Der Film über eine 16-Jährige, die trotz widrigster Umstände das Beste aus ihrem Leben macht, hat beim Sundance Filmfestival in Utah drei der wichtigsten Preise gewonnen: "Push", die Verfilmung eines Romans der Dichterin und Schriftstellerin Sapphire, erhielt den Jury-Preis und den Publikums- Preis für das beste Filmdrama des Jahres. Darüber hinaus wurde die "Push"-Darstellerin Mo'Nique mit einem Sonderpreis für die beste schauspielerische Leistung belohnt.
In dem Film, in dem auch Mariah Carey einen Gastauftritt hat, geht es um eine fettleibige junge Schwarze in Harlem, die von den eigenen Eltern vernachlässigt und missbraucht wird. Aus eigener Willenskraft gelingt es ihr, sich von der Familie abzusetzen und ein neues, besseres Leben zu beginnen. "Push: Based On The Novel By Sapphire", wie der volle Titel lautet, präsentiere die neue Ära Obama in Washington, schrieb das Fachblatt "Variety". Jury-Mitglied Mike White zeigte sich bewegt von der emotionalen Achterbahnfahrt: "Der Film hat uns lachen und weinen lassen und uns völlig überwältigt", sagte er.
Kein Preis für Erwin Wagenhofer
Der österreichische Dokumentarfilm "Let's Make Money" von Erwin Wagenhofer ist im Wettbewerb in der Kategorie "World Cinema Documentary" gestanden, aber leer ausgegangen. Der Preis für die beste Dokumentation wurde unter anderem "We Live In Public" zugeteilt, einer Chronik des Lebens von Josh Harris, einem Internet-Pionier. Ein weiterer Preis ging an einen Film über den Fang freilebender Delfine in Japan ("The Cove").
Der deutsche Filmemacher Oliver Hirschbiegel geht mit dem Regiepreis für das Nordirland-Drama "Five Minutes of Heaven" nach Hause. Er war beim Sundance-Filmfest, das am Sonntag zu Ende ging, für England angetreten. Sein Film über zwei Männer im Nordirland-Konflikt, einer auf der Seite der Katholiken, brachte Guy Hibbert den Preis für das Drehbuch ein.