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Diaz und Cruise in Salzburg: 300.000 Euro Zuschuss

06.10.2009 | 14:09 |   (DiePresse.com)

Hollywood-Schauspieler Cameron Diaz und Tom Cruise drehen im Dezember drei Wochen lang in Salzburg und Umgebung. Das Land hofft auf 20 Minuten "Salzburg im Film" und einen weltweiten, "unbezahlbaren" Werbewert.

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Tom Cruise und Cameron Diaz kommen nach Salzburg. Die beiden Weltstars drehen eine Agenten-Action-Thriller-Komödie mit dem Arbeitstitel "The Unknown Wichita Project". Die Drehorte sind Boston, Sevilla, Hawaii und Salzburg, wie Hollywood-Produzent 20th Century Fox vertraglich bestätigte. Stadt und Land Salzburg fördern dieses Filmprojekt mit 300.000 Euro Produktionszuschuss, wie am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben wurde.

"Die 200-köpfige Crew rund um Tom Criuse und Cameron Diaz wird im kommenden Dezember drei Wochen lang in Salzburg sein. Dabei wird das Filmteam 200 Hotelzimmer der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie buchen und für eine Wertschöpfung von 1,2 Mio. Euro für Salzburg sorgen", rechtfertigte der für Tourismus zuständige Landeshauptmann Stellvertreter Wilfried Haslauer den ausgeschütteten Förderbetrag. "Der touristische Imagegewinn für Salzburg, den wir durch diese Hollywoodproduktion erreichen, ist ohne Zweifel deutlich höher als der James-Bond-Dreh in Bregenz", so Haslauer.

Zugesagte 20 Minuten 'Salzburg im Film'

Gedreht wird laut Vertrag nicht nur in der Stadt Salzburg, sondern auch auf der Strecke Zell am See bis Böckstein im Gasteinertal. Haslauer und Manuela Strihavka, Vorsitzende des Salzburger Filmbeirates, rechnen nach den Welterfolgen von Filmen wie "Geboren am 4. Juli", "Mission impossible" oder "Top Gun" mit einem Publikum in der Größenordnung von rund einer Milliarde Menschen weltweit.

"Der Werbewert eines Filmes, in dem die Stadt als Stadt Salzburg wahrgenommen werden kann, ist unbezahlbar", so Haslauer. "Garantie für die zugesagten 20 Minuten 'Salzburg im Film' haben wir allerdings keine, das ist Sache des Drehbuches, das kann sich oft kurzfristig und erst im Schneideraum ändern", sagte Strihavka.

Cruise jagt über Altstadt-Dächer

Cruise wird einen Agenten spielen, der nach unerschöpflichen Energiequellen sucht und sich bei einem Blind Date in eine Frau (Diaz) verliebt. Es folgt ein actionreiches Road Movie durch die Kontinente. In Salzburg sind Verfolgungsjagden über die Dächer rund um den Dom und der Altstadt geplant. Dazu kommt eine Szene auf einer Brücke und auch das M32 beim Museum auf dem Mönchsberg soll als Dreh-Location fix sein. "Wir haben sämtliche Genehmigungen von kirchlicher und behördlicher Seite, auch die Szenen in Privatwohnungen sowie die Hubschrauberflüge und Straßensperren sind unter Dach und Fach", sagte Strihavka.

Jährlich 76.000 Euro Salzburger Filmförderung

Die Salzburger StandortAgentur gehört Stadt und Land Salzburg und ist für die Förderung des kommerziellen Films zuständig. Dafür stehen jährlich rund 676.000 Euro zur Verfügung. Der Salzburger Filmbeirat berät und empfiehlt der Agentur verschiedene Filmprojekte. Zuletzt wurden Drehs von "Season of the Witch" mit Nicolas Cage in der Hauptrolle oder "Krupp - eine deutsche Familie" gefördert. Auch Filme wie "Die Alpenklinik", "Weihnachten auf Gut Aiderbichl" oder "Oben ohne" I und II sind mit Subventionen von Stadt und vor allem Land produziert worden.

(APA)

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13 Kommentare
Gast: gast
07.10.2009 10:53
0 0

Abwägen...

Der Staat und die Bundesländer gaben schon immer Geld für Werbung aus (z.B. Wien ist anders, Komm ins Apfelland etc.)

Selbst die Werbekampagnen, die "nur" mit Plakaten geführt werden kosten eine Menge Geld. Und diese Werbungen sind im Endeffekt auf Österreich beschränkt.

Fernsehwerbung ist da noch kostspieliger. (Mehrere tausend Euro pro einmal ausgestrahltem Clip, den Clip mehrmals am Tag, über einige Wochen hindurch und dann noch auf einer Vielzahl von Sendern).

Man bedenke an dieser stelle was wohl ein einmaliger Werbeclip von ca. 20 min Dauer nur in den USA kosten würde.

Insofern ist diese weltweite Werbung (und Hollywoodstreifen, werden so ziemlich weltweit gesehen, egal wie toll oder schlecht der Film sein mag) ein Schnäppchen.

Bestes Beispiel dafür:
Triple XXX wurde in Prag gedreht, löste dort einen ziemlichen Tourismus-Boom aus und wurde derzeit mehrmals als Kulisse für Hollywoodfilme (ja auch für schlechte Filme) verwendet.


ga-stein
07.10.2009 05:28
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unbezahlbarer werbewert

bei diesen horrenden,überbezahlten schauspielergagen sicher wichtig.

Gast: Fidel Gastro
06.10.2009 21:51
2 0

Definition

Wenn jemand nach einer Definition für "provinziell" sucht - hier ist sie: Korrupt-devote Hinterwäldler eines sagenumwobenen Provinznestes schenken der Hollywood-Industrie das Geld ihrer Steuerzahler, um ein drittklassiges "B-Movie" mitzufinanzieren und so im Nachspann des besagten Streifens, den eh niemand sehen wird, als Sponsoren aufzuscheinen ...

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ohne diese förderung hättens genauso gedreht.

mit den 300.000 zahlen die die taxis und mietwagen und die hyndyrechnung. das sind peanuts. weniger noch als die portokasse.

aber die roten müssen ja unbedingt immer und überall das image stützen und schärfen und buttern unsummen in sinnlose werbung. ähnlich wie die werbung für die wiener stadtwerke. ein stätdischer monopolbetrieb, alle sind angewiesen auf ihn, es gibt keine konkurrenz, wozu also werbung? höchstwahrscheinlich nur um ein paar befreundete werbefachleute finanziell zu unterstützen.

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Re: ohne diese förderung hättens genauso gedreht.

Der im Text erwähnte LR Wilfried Haslauer ist so rot wie Wolfgang Schüssel - er ist von der ÖVP !

Gast: Zweifler
06.10.2009 17:40
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Und welche...

...neuen Dinge, wir die Weltöffentlichkeit über Salzburg erfahren?

Das englischsprachige Publikum (USA, UK) bekommt sowieso jedes Jahr um Weihnachten die Trapp-Familie ("Sound of Music") vorgesetzt (@Gast:Gast - das ist zugegebermaßen ein "Nazi-Hodern" :-) ), ohne, daß das Land Salzburg dafür zahlen muß.

Wenn die Filmcrew tatsächlich so viel umsetzt, dann erhebt sich die Frage, welchen "Anreizeffekt" 300.000 Euro haben können? Allein die "pro-rata" Gage der Hauptstarts für die paar Tage dürfte mehr als den Betrag ausmachen.

Wer genaut streift diesen Betrag ein?

Gast: Gast
06.10.2009 17:05
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Ist sicher...

...wieder so ein Na*zi Hodern- das einzige Thema das prämiert wird...oder doch Scientology?

Toller Werbewert!

Antworten Gast: gast
06.10.2009 18:09
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In deinem Drogenrausch mag so manche Halluzination als "sicher" erscheinen...

...aber, nur ruuuuuuhig.

Ruuuuuuuhig.

http://www.imdb.com/title/tt1013743/plotsummary

Und jetzt ein paar mal tief durchatmen, den Schaum vom Mund wischen und vielleicht das Unterhoserl wechseln.

;-)

Gast: Steuerzahler
06.10.2009 16:52
1 0

Grossse Eehre


Bekommen wir die 300.000 über die Einspielergebnisse wieder zurück (Cruise und Diaz geben nichts unter USD 30 Mio./Person)?

Ein ausverandelter Anteil von 0,0001% würde auch schon reichen.

Salzburg benötigt wahrlich keine steuerzahlerfinanzierte Werbung!

der graf
06.10.2009 15:55
2 0

Tschopperln

wie doof sind unsere Politiker eigentlich? sehen wo Hollywood sind gleich ganz aus dem haeuschen, so wie irgendwelche teenie fans. salzburg ist salzburg, des gibts nur einmal auf der welt und wenn die hier drehen wollen ist es super, aber das wir hollywood mit steuergelder sponsern? bescheuert.

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kann sich jemand noch an die spielorte

des letzten cameron-diaz films erinnern?
richtig, genau SO gross wird der werbeeffekt für salzburg sein...
und das bei prognostizierten mehr als 400 000 arbeitslosen diesen winter

Gast: Atze
06.10.2009 14:35
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Aus dem Skandal von Jackson-Brauner nichts gelernt?


Antworten CC
06.10.2009 15:18
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Re: Aus dem Skandal von Jackson-Brauner nichts gelernt?

Gerade wollte ich's sagen.