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Europäischer Filmpreis: "Das weiße Band" mehrfach nominiert

07.11.2009 | 13:21 |   (DiePresse.com)

Der Film von Michael Haneke hat Chancen auf den Titel "Europäischer Film" und "bestes Drehbuch". Haneke ist auch für den "Europäischen Regisseur" nominiert, sein Kameramann für den Kamerapreis.

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Der österreichische Regisseur Michael Haneke und sein Film "Das Weiße Band" sind in vier Kategorien für den "Europäischen Filmpreis" nominiert. Die internationale Koproduktion "Das Weiße Band" geht um den Titel "Europäischer Film 2009" gegen "Fish Tank", "Un Prophete", "Slumdog Millionär", "So finster die Nacht" und "Der Vorleser" ins Rennen.

Dies wurde am Samstag in Sevilla bekanntgegeben. Haneke ist mit Pedro Almodovar, Andrea Arnold, Jacques Audiard, Danny Boyle und Lars von Trier auch als "Europäischer Regisseur 2009" im Rennen.

"Der Knochenmann" geht leer aus

Auch für das "Europäische Drehbuch 2009" ist Haneke mit "Das Weiße Band" nominiert, Kameramann Christian Berger ist im Rennen um den "Carlo di Palma Europäischer Kamerapreis 2009".

Unter jenen 48 Filmen, die für eine Nominierung zum Europäischen Filmpreis 2009 infrage gekommen sind, war auch "Der Knochenmann" von Wolfgang Murnberger; der österreichische Film ging nun aber leer aus.

Als "Europäischer Schauspieler 2009" sind Moritz Bleibtreu, Steve Evets, David Kross, Dev Patel, Tahar Rahim und Filippo Timi nominiert, "Europäische Schauspielerin 2009" könnten Penelope Cruz, Charlotte Gainsbourg, Katie Jarvis, Yolande Moreau, Noomi Rapace oder Kate Winslet werden.

Verleihung in Bochum

Die Verleihung des 22. Europäischen Filmpreises findet anlässlich des bevorstehenden Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 am 12. Dezember in der Jahrhunderthalle in Bochum statt.

Dort wird auch der Europäische Dokumentarfilmpreis an "Das Summen der Insekten - Bericht einer Mumie" des Schweizers Peter Liechti überreicht. In dieser Kategorie hatten auch drei österreichische Koproduktionen Chancen: "Cooking History" von Peter Kerekes (Slowakei/Österreich/Tschechien), "Defamation" von Yoav Shamir (Dänemark/Österreich/Israel/USA) und "Pianomania" von Lilian Franck und Robert Cibis (Deutschland/Österreich) gingen aber leer aus.

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2 Kommentare
Gast: gast
07.11.2009 21:01
0 0

Guter Film

Ich finde Hanekes Film sehr sehenswert, vielleicht auch gerade, weil er NICHT im Trend liegt.
Vor allem die Besetzung der Kinder war meines Erachtens spektakulär gut. Auch dass in schwarz-weiß gedreht wurde, hat das Düstere in diesem Film noch verstärkt. In Farbe wäre viel verloren gegangen.

Die Almodóvar-Nominierung war absehbar. Der wird doch bei jedem Filmfest nominiert, egal was er macht. "Abrazos rotos" war aber - abgesehen von der Besetzung der Frauenrollen - einer seiner schwächeren Filme.

seligman 4
07.11.2009 20:28
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..

der film ist nicht schlecht, aber wirklich gut ist er auch nicht. total konstruierte situation ohne wirklichkeitsbezug.das mag zwar hanekes art die welt zu sehen sein, aber im kontext der restlichen cinematographischen welt liegt der film weder im trend noch bietet er inhaltlich wesentlich neues. der einzige grund warum der film so gehypt wird ist, dass die derzeitigen massenmedien darin eine so dringend gesuchte bestätigung ihrer kulturrelativistischen dogmen sehen. dabei hat haneke in einem interview mit libération vor 2 wochen gemeint, dass die botschaft des films im aktuellen kontext weniger als anklage gegen des wetsen als als allgemeine anklage gegen authoritaristische gesellschaften zu verstehen sei und dabei explizit den islamischen raum gemeint hat.

europa ist in einem gewaltigen umbruch, das volk hat genug von den lügen der kulturrelativisten und wir werden sie zum teufel jagen !

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