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Streaming-Tipps: Spione von sexy bis verschnupft

Geheimagenten können elegante Gentlemen sein – wie die klar von James Bond inspirierten Anzugträger in „Kingsman“, die gerade wieder im Kino zu sehen sind. Müssen aber nicht. Fünf Empfehlungen.

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Bösewicht Hugh Laurie fällt auf einen Amateurspion (Tom Hiddleston) herein. – BBC

The Night Manager

Von Susanne Bier, 2016
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Sogar John le Carré war mit der Adaption seines Thrillers zufrieden – und das ist er nicht oft: Ein „unerwartetes Wunder“ sei die von der BBC produzierte Miniserie „The Night Manager“, meinte er. In acht Folgen à 45 Minuten erzählt sie die Geschichte des Jonathan Pine, eines Hotelangestellten, der als Spitzel dem britischen Geheimdienst dabei helfen soll, die Machenschaften eines Waffenhändlers aufzudecken: Richard Onslow Roper, gespielt von Hugh Laurie (Dr. House), gibt sich in der Öffentlichkeit gern als Wohltäter, schreckt aber in Wahrheit nicht davor zurück, Terroristen und Diktatoren mit dem Kampfstoff Sarin zu versorgen. Nun ließe sich die Geschichte auch in neunzig Minuten abhandeln, in jedem durchschnittlichen James-Bond-Film passiert mehr als hier in sechs Stunden, doch darum geht es nicht: So haben wir genügend Zeit, den Amateurspion (Tom Hiddleston) zu beobachten, wie er sich in den engsten Zirkel des Schurken hochintrigiert. Jederzeit kann er auffliegen, eine Kleinigkeit könnte ihn verraten: eine zur Unzeit hochgezogene Augenbraue, ein zu langer Blick auf die schöne Jed (Elizabeth Debicki), die Geliebte Ropers, ein Lächeln. Ein Katz-und-Maus-Spiel, britisch cool und ziemlich sexy.

Das ist drin:

  • 4 Minuten
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