Filmstarts der Woche: Elle, Lion und Preisgekröntes von Aki Kaurismäki

Bailey - Ein Freund fürs Leben (Ab 23. Februar)

Zuckersüßes Gefühlskino ist eines der Markenzeichen von Regisseur Lasse Hallström ("Chocolat", "Gottes Werk und Teufels Beitrag"). Auch in seinem neuen Film "Bailey" schwelgt er in herzerwärmenden Momenten und drückt heftig auf die Tränendrüse. Der Star ist dabei ein Hund, der immer wieder geboren wird. Er fragt sich: Was ist der Sinn des Lebens - und findet die Antwort darin, den Menschen Lachen und Lieben beizubringen. Das Drehbuch basiert auf dem Bestsellerroman "Ich gehöre zu dir" von W. Bruce Cameron; die deutsche Stimme des Hundes spricht Schauspieler und Hundeliebhaber Florian David Fitz ("Willkommen bei den Hartmanns").

Länge: 100 min

Link: Bailey - Ein Freund fürs Leben

(c) Constantin Film

Boston (Ab 23. Februar)

Es sollte ein Fest werden, es wurde eine Tragödie: Am 15. April 2013 explodierten am Zieleinlauf des Boston-Marathons zwei Sprengsätze - drei Menschen starben. In seinem sensibel inszenierten Actionthriller "Boston" schildert US-Regisseur Peter Berg ("Deepwater Horizon") mit zuweilen dokumentarisch anmutenden Passagen und ohne allzu reißerische Effekte die mehrtägige Jagd nach den beiden Attentäter. Die Auswertung des Videomaterials bringt schnell Erfolge, aber beim Aufspüren der Bombenleger gibt es manchen Rückschlag und manche Panne. Mit Mark Wahlberg, Kevin Bacon und John Goodman ist Bergs Actiondrama überaus prominent besetzt.

Länge: 133 min

Link: Boston

(c) Constantin Film

Lion - Der lange Weg nach Hause (Ab 24. Februar)

Die Geschichte des indischen Buben Saroo weiß zu berühren: Als Fünfjähriger besteigt er einen Zug, der in Tausende von Kilometer von seiner Familie fortführt. In der Metropole Kalkutta angekommen, wird er in ein Waisenhaus gebracht und schließlich von einem Ehepaar aus Tasmanien adoptiert. Erst gut zwei Jahrzehnte später kann er sich als junger Mann auf die Suche machen und seine Heimat wiederfinden. "Lion" erzählt nach wahren Begebenheiten von einer Odyssee, die berührt. Der sehr konventionell umgesetzte Film von Regisseur Garth Davis mit Dev Patel und Nicole Kidman in den Hauptrollen ist für insgesamt sechs Oscars nominiert.

Länge: 129 min

Link: Lion - Der lange Weg nach Hause

(c) Constantin Film

A Cure For Wellness (Ab 24. Februar)

Zwischen schneebedeckten Gipfeln suchen die Reichen und Erfolgreichen in einem Schweizer Sanatorium nach Erholung. Auch den jungen Wallstreet-Angestellten Lockhart (Dane DeHaan) verschlägt es ins Volmer Institut, allerdings um einen Kollegen zurück in die Staaten zu holen. Einmal angekommen, entdeckt der ambitionierte junge Mann aber schnell: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Verstohlene Blicke, verschwindende Körper und verschlossene Türen machen die im ehemaligen Schloss angebotene Wassertherapie gleich weniger angenehm. "A Cure For Wellness" ist Gore Verbinskis Rückkehr zum Horror. Konventionell inszeniert und optisch beeindruckend, gelingt dem Hollywoodregisseur ein Film für Genrefans.

Länge: 146 min

Link: A Cure For Wellness

(c) Centfox

History Of Now (Ab 24. Februar)

Eli und Maya sind unzertrennlich. Sich gemeinsam die Nächte um die Ohren schlagen, lange Blicke austauschen, das Leben genießen - nichts scheint ihre Zweisamkeit zu stören. Bis ein Marokko-Aufenthalt die ersten feinen Risse in diesem Beziehungsgebäude offenbart und sich für die Mittzwanziger die Frage stellt: Was erwarten wir uns eigentlich vom Leben? Nadiv Molcho hat für seinen Erstling nicht nur die Hauptrolle übernommen, sondern zeichnet auch für Regie und Drehbuch verantwortlich. Ein charmanter kleiner Film über das wichtigste Thema der Welt, der trotz einiger Klischees das Herz erwärmt.

Länge: 93 min

Link: History Of Now

(c) Thimfilm

Elle (Ab 24. Februar)

Die Französin Isabelle Huppert spielt Michèle, eine allein lebende und erfolgreiche Geschäftsfrau in ihren Fünfzigern. Eines Tages wird sie in ihrem Haus von einem maskierten Mann brutal vergewaltigt. Ihre Schreie gellen durch den Altbau - doch sind es Schreie der Angst, Schmerz oder gar der Lust? Der niederländische Erfolgsregisseur Paul Verhoeven legt mit "Elle" ein provokantes Werk über eine Vergewaltigung vor, das zwischen Drama, Thriller und Psychogramm angesiedelt ist - reagiert Michèle doch so ganz anders, als es die Konventionen von einem Opfer verlangen würden. Vor allem aber Isabelle Huppert in der Hauptrolle macht den Film zu einem Ereignis und darf am 26. Februar auf einen Oscar hoffen.

Länge: 130 min

Link: Elle

(c) Filmladen

Bibi und Tina 4 - Tohuwabohu Total (Ab 24. Februar)

Die junge Hexe Bibi und ihre Freundin Tina genießen die Sommerferien mit ihren Pferden, da kommt das nächste Abenteuer aus dem Busch: Ein Bub macht sich über ihre Suppe am Lagerfeuer her! Als sie ihn erwischen, freunden sie sich mit ihm an und geben ihm zu essen. Doch irgendetwas ist komisch an dem Burschen, der sich Aladin nennt und als syrischer Flüchtling ausgibt. Schnell fliegt seine Tarnung auf: Eigentlich ist er ein Mädchen und heißt Adea. Die Ausreißerin flieht vor ihrem Onkel und ihren Cousins, die sie in Nordalbanien zwangsverheiraten wollen. Das können Bibi und Tina nicht zulassen. Mit Tricks und ein wenig Hexerei helfen sie Adea. Doch dann kehrt sie plötzlich zu ihrer Familie zurück. Bibi und Tina beschließen, dem Sinneswandel ihrer neuen Freundin auf den Grund zu gehen.

Länge: 110 min

Link: Bibi und Tina 4 - Tohuwabohu Total

(c) Filmladen/Andreas Schlieter

The Other Side Of Hope (Ab 24. Februar)

Finnlands Kultregisseur Aki Kaurismäki wurde für "The Other Side Of Hope" mit dem Regiepreis der Berlinale ausgezeichnet. Den Film widmet er wieder einmal den Vergessenen der Gesellschaft. In bewährt lakonischer Weise kreuzen sich die Pfade eines syrischen Flüchtlings (Sherwan Haji) und eines Geschäftsmannes (Sakari Kuosmanen). Nach einem kurzen Kampf folgt eine Pokerpartie und schließlich die gemeinsame Restaurantgründung. Und dahinter steht ein humorvolles Plädoyer für Menschlichkeit in wirren Zeiten.

Länge: 98 min

Link: The Other Side Of Hope

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(c) Stadtkino

Fences (Ab 16. Februar)

Es hätte etwas werden können aus Troy Maxson (Denzel Washington, der hier auch Regie führt). Er war einmal Baseballstar in der US-Schwarzen-Liga, doch die weiße Profi-Liga wurde erst dann auch für Farbige geöffnet, als es für ihn bereits zu spät war. Im Pittsburgh der 1950er-Jahre arbeitet er stattdessen als Müllmann und schwingt gerne große Reden. Der Patriarch hält seiner Frau (Viola Davis) und den Söhnen oft brutal-ehrliche Vorträge über seine Sicht auf das Leben und die Werte, für die es sich zu kämpfen lohnt. Der Film basiert auf einem Theaterstück von August Wilson. Die Schauspielerleistungen sind beeindruckend - vier Oscarnominierungen für den Film sind der Lohn.

Länge: 138 min

Link: Fences

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(c) Constantin Film

Mein Leben als Zucchini (Ab 16. Februar)

Der kleine Zucchini - auf diesen Spitznamen besteht der Neujährige - muss nach dem Tod seiner Mutter ins Kinderheim. Nach anfänglicher Einsamkeit freundet sich der Bub aber bald mit seinen Schicksalsgenossen an und bildet eine Freundestruppe, die in harten wie in schönen Zeiten zusammensteht. Man gibt einander Halt - was auch für Neuankömmling Camille gilt, die von ihrer grausamen Tante wegen des Pflegegelds aus dem Heim wieder abgeholt werden soll. Nun müssen die Kinder zusammenstehen, um Camille zu retten. Der Stop-Motion-Animationsfilm des Schweizer Regisseurs Claude Barass geht am 26. Februar ins Rennen um einen Oscar.

Länge: 66 min

Link: Mein Leben als Zucchini

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(c) Thimfilm

Schatz, nimm du sie! (Ab 16. Februar)

Der deutsche Comedy-Star Carolin Kebekus wagt nun den Sprung auf die Kinoleinwand. In "Schatz, nimm du sie!" spielt sie eine Mutter, die ihren Kindern das Leben zur Hölle macht - damit sich diese freiwillig für ein Leben beim Vater entscheiden. Das Paar will sich nämlich scheiden lassen und beide Ex-Partner haben ganz eigene Karrierepläne. Das Drehbuch der Komödie basiert auf dem französischen Film "Mama gegen Papa - Wer hier verliert, gewinnt", dreht sich aber voll und ganz um seine Hauptdarstellerin, die sich so direkt und schnoddrig geben kann wie auf der Bühne.

Länge: 90 min

Link: Schatz, nimm du sie!

(c) Thimfilm/Bernd Spauke

John Wick: Kapitel 2 (Ab 17. Februar)

Der Hollywoodstar Keanu Reeves kehrt als Actionheld John Wick auf die Leinwand zurück. In dem neuen Film von Regisseur Chad Stahelski, "John Wick: Kapitel 2", spielt Reeves einen Killer, der eigentlich mal wieder in den Ruhestand wollte. Doch dazu kommt es nicht: Ein ehemaliger Kollege muss die Kontrolle über eine mysteriöse, international agierende Organisation von Auftragskillern erlangen. Um einen Schwur zu erfüllen, muss Wick ihm dabei helfen - und statt seinen Ruhestand zu genießen reist er nach Rom, wo er mit einigen der gefährlichsten Killer der Welt konfrontiert wird.

Länge: 123 min

Link: John Wick: Kapitel 2

(c) Constantin Film

Wilde Maus (Ab 17. Februar)

Mit kultigen Auftritten u.a. in den Brenner-Filmen hat der Schauspieler und Kabarettist Josef Hader bereits österreichische Film- und Fernsehgeschichte geschrieben. Nun feiert er seinen internationalen Einstand als Regisseur: Sein Debütfilm "Wilde Maus" konkurriert im Wettbewerb der 67. Berlinale um den Goldenen Bären. In der Tragikomödie verkörpert der gebürtige Mühlviertler den narzisstischen Musikkritiker Georg, der nach seiner Kündigung bei einer Wiener Zeitung nach Rache sinnt. Seiner sich nach Nachwuchs sehnenden, jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger) die Kündigung verschweigend, geht der 50-Jährige auf nächtliche Rachefeldzüge gegen seinen ehemaligen Chef. Tagsüber bringt er mit seinem ebenfalls arbeitslosen, ehemaligen Mitschüler Erich (Georg Friedrich) eine alte Achterbahn im Prater - die "Wilde Maus" - wieder in Schuss.

Länge: 102 min

Link: Wilde Maus

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©2016 Filmladen/Ioan Gavriel

Empörung (Ab 17. Februar)

Ausgerechnet in einem streng protestantischen College im Mittleren Westen will der begabte Marcus Messner (Logan Lerman) vor seinen überbesorgten Eltern und der drohenden Einberufung in den Koreakrieg entfliehen. Dort trifft er nicht nur auf einen inquisitorischen Direktor, sondern auf eine Atomsphäre aus subtiler Unterdrückung, Bigotterie und bedrohlichem Konservatismus. Produzent und Drehbuchautor James Schamus ("Tiger and Dragon") verfilmt in seinem Regiedebüt "Empörung" den gleichnamigen Roman von Philip Roth, in dem ein grundehrlicher und freidenkender junger Mann an der repressiven McCarthy-Ära scheitert.

Länge: 110 min

Link: Empörung

(c) Polyfilm

Fifty Shades Of Grey: Gefährliche Liebe (Ab 9. Februar)

Die Romane der Trilogie "Fifty Shades of Grey" sind weltweite Bestseller - die Verfilmung des ersten Teils im vergangenen Jahr wurde von Fans entsprechend sehnsüchtig erwartet. Nun kommt der zweite Film der Reihe in die Kinos und erzählt weiter von der Liebe zwischen der jungen Anastasia Steele und dem erfolgreichen Geschäftsmann und Multimillionär Christian Grey. Nachdem er ihr gestanden hatte, dass er auf Sado-Maso-Spiele steht, zweifelt Ana an der Beziehung. In Teil zwei stürzt sie sich nun in ihren neuen Job, während Christian sie zurückgewinnen will - und schließlich von seiner Vergangenheit eingeholt wird. In den Hauptrollen sind erneut Dakota Johnson und Jamie Dornan zu sehen, Kim Basinger spielt eine in die Jahre gekommene Domina. Regie führte James Foley.

Länge: 118 min

Link: Fifty Shades Of Grey: Gefährliche Liebe

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© Universal Pictures

The Lego Batman Movie (Ab 10. Februar)

2014 sorgte "The Lego Movie" mit reichlich Tempo, Witz und Charme für einen ausgewachsenen Erfolg an den Kinokassen. Drei Jahre später liegt nun mit dem "Lego Batman Movie" das erste Spin-off vor. Regisseur Chris McKay, der schon beim Original involviert war, transferiert den anarchischen Humor gekonnt nach Gotham City, wo sich Batman als einsamer Kämpfer zusehends im Abseits befindet. Aber der dunkle Ritter wäre kein von sich überzeugter Superheld, würde er nicht einen Ausweg aus dieser Situation finden. Erneut bestimmen absurd-liebevolle Bauten aus kleinen Bausteinen in riesigen Welten, ein gelungener Soundtrack und unzählige Seitenhiebe auf Filmklassiker das Geschehen.

Länge: 105 min

Link: The Lego Batman Movie

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(c) Courtesy of Warner Bros. Picture

The Girl With All The Gifts (Ab 10. Februar)

In einer dystopischen Zukunft ist fast die gesamte Menschheit vom einem bösartigen Pilz befallen und ein Großteil der Erde von hirntoten, zombieartigen Wesen bevölkert. Eine letzte, wenn auch kleine Hoffnung aber bleibt: Es gibt eine Gruppe von Kindern, die zwar ebenfalls infiziert, deren Gehirne jedoch noch nicht in Mitleidenschaft gezogen sind. Das führt dazu, dass die Kinder ihren Ess-Impuls unter Kontrolle halten können. Auf einer Militärbasis werden sie von einer Wissenschaftlerin (Glenn Close) untersucht sowie von einer Lehrerin (Gemma Arterton) unterrichtet. Der vom Schotten Colm McCarthy in Szene gesetzte Film basiert auf dem gleichnamigen Roman "The Girl with All the Gifts" von Mike Carey.

Länge: 111 min

Link: The Girl With All The Gifts

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(c) Constantin Film

Den Sternen so nah (Ab 10. Februar)

Regisseur Peter Chelsom ("Hannah Montana") erzählt in "Den Sternen so nah" von der Liebe zum Mann vom Mars. Das ist der Teenager Gardner (Asa Butterfield), der die hübsche Tulsa (Britt Robertson) beim Chatten kennenlernt. Doch Gardner ist der Sohn einer Astronautin, wurde bei einer Mars-Expedition geboren und lebt darum auf einem anderen Planeten. Seit Jahren sehnt der Teenager sich danach, der Einsamkeit zu entfliehen, ein normales Leben zu führen und Tulsa endlich nicht nur auf dem Bildschirm zu sehen. Die Ärzte befürchten, dass sein Körper der Erdatmosphäre nicht gewachsen sein könnte. Trotzdem macht er sich auf die gefährliche Reise zur Erde.

Länge: 121 min

Link: Den Sternen so nah

(c) Tobis/Jack English

Kundschafter des Friedens (Ab 10. Februar)

Sie nennen ihn Zonen-James-Bond. Die aktiven Tage seiner Spionage-Karriere sind allerdings längst vorbei. Für einen Auftrag des einstigen Erzfeinds BND trommelt Jochen Falk (Henry Hübchen) seine alte Truppe noch einmal zusammen: Die "Kundschafter des Friedens". So lautete die reichlich verniedlichende Bezeichnung der DDR für ihre Spione. Und so heißt auch die Komödie über ein Stück eher unbekannte deutsch-deutsche Geschichte, für die Regisseur Robert Thalheim ("Am Ende kommen Touristen") ein Starensemble vor der Kamera versammelte. An der Seite von Hübchen als bissigem Star-Spion Jochen Falk spielen Michael Gwisdek, Winfried Glatzeder und Thomas Thieme.

Länge: 93 min

Link: Kundschafter des Friedens

(c) Filmladen/Stephanie Kulbach

Das unbekannte Mädchen (Ab 10. Februar)

Mit Sozialdramen wie "Rosetta" oder "Das Kind", die mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurden, vertreten die belgischen Regie-Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne seit jeher eine politische Haltung. In ihrem neuen Film "Das unbekannte Mädchen" halten sie nicht zuletzt Europa, das sich in der Flüchtlingsfrage aus der Verantwortung stiehlt, einen Spiegel vor. Ihre Protagonistin ist die junge Ärztin Jenny Davin (Adèle Haenel), die eines Abends nach Ende der Ordinationszeit nicht auf das Klingeln der Tür ihrer Praxis reagiert. Als sie am nächsten Tag erfährt, dass die nicht identifizierte Hilfesuchende tot aufgefunden wurde, stellt sie eigenständig Ermittlungen an, um deren Identität zu klären.

Länge: 106 min

Link: Das unbekannte Mädchen

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(c) Polyfilm

Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki (Ab 10. Februar)

"Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki", das könnte ausgerechnet der Tag seiner größten Niederlage sein. Warum? Weil der Boxprofi die Liebe entdeckt, obwohl er nach jahrelanger Schinderei kurz davor steht, Weltmeister im Federgewicht zu werden. Das Spielfilmdebüt von Juho Kuosmanen beruht auf einer wahren Geschichte: Olli Mäki war ein berühmter finnischer Boxer, der 1962 in seinem bisher größten Kampf versagte. Kuosmanen traf den ehemaligen Sportler und seine Frau und ließ sich von ihnen erzählen, was es damals auf sich hatte mit dem Wettkampf, dem Weltmeistertitel und dem Verlobungsring. Der Filmemacher drehte in Schwarz-Weiß. Das Werk wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. Außerdem schickte ihn Finnland ins Rennen um die Oscars.

Länge: 92 min

Link: Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki

(c) Polyfilm/Sami Kuokkanen

Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis (Ab 10. Februar)

Der Schweizer Filmemacher Werner Schweizer erzählt in seinem Dokumentarfilm von Rudolf Elmer, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere in einer Zürcher Privatbank in einen Gewissenskonflikt gerät, der ihn zum Whistleblower und Kritiker der Offshore-Bankgeschäfte macht. Wegen Verletzung des Bankgeheimnisses wird ihm der Prozess gemacht - und auch Medien machen Druck auf den "Nestbeschmutzer". "Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis" ist die dramatische Geschichte eines Einzelkämpfers, gibt aber auch Einblick in Offshore-Finanzplätze und das schweizerische Bankensystem.

Länge: 102 min

Link: Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis

(c) filmdelights

Rings (Ab 2. Februar)

Samara ist zurück. Die bereits zur Horrorfilm-Ikone avancierte Figur aus den beiden "Ring"-Filmen zu Beginn der 2000er-Jahre darf noch ein drittes Mal aus der Leinwand steigen und Menschen, die ihr surrealistisches Video gesehen haben, sieben Tage später töten. "Rings" heißt das Sequel, das 13 Jahre nach den Ursprungsereignissen angesiedelt ist. Regisseur F. Javier Gutierrez transferiert die Romane des Japaners Koji Suzuki in die Istzeit: Stellte einstmals noch ein VHS-Band die Bedrohung dar, kommen in Zeiten von Streaming und Youtube die Sozialen Netzwerke zum Einsatz.

Länge: 102 min

Link: Rings

(c) Constantin Film

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen (Ab 3. Februar)

"Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen" ist ein Klassiker der Kinderliteratur. Nun kommt die Geschichte von James Krüss ins Kino: Aus Geldnot lässt sich Timm auf einen Handel mit dem zwielichtigen Baron Lefuet ein. Er verkauft ihm sein herzliches und ansteckendes Lachen und gewinnt dafür im Gegenzug jede Wette. Ein guter Deal, so scheint es, denn seine neue Fähigkeit verleiht dem Buben Geld und Macht. Doch er merkt auch, dass sein Leben nun sehr einsam und freudlos ist. Er will sein Lachen zurück, doch darauf will sich der teuflische Baron nicht einlassen. Andreas Dresen ("Halt auf freier Strecke") hat die Geschichte mit einem prominenten Ensemble rund um den jungen Hauptdarsteller Arved Friese inszeniert.

Länge: 102 min

Link: Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

(c) Constantin Film

Live By Night (Ab 3. Februar)

Joe Coughlin ist ein Kleinkrimineller in den USA der 1920er-Jahre. Er hält sich mit kleinen Räubereien über Wasser, bekommt dann die Chance auf einen Banküberfall - und vermasselt es. Coughlin muss nach Florida und baut dort für seinen Mafiaboss einen florierenden Alkoholschmuggel auf, bis ihn die Geister der Vergangenheit einholen. Oscar-Preisträger Ben Affleck ("Argo") spielt diesen Gangster, schrieb das Drehbuch und führte Regie. An seiner Seite sind Sienna Miller, Zoe Saldana und Chris Messina zu sehen.

Länge: 129 min

Link: Live By Night

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(c) Warner/Claire Folger

Hidden Figures - Unbekannte Heldinnen (Ab 3. Februar)

"Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" erzählt die bisher weitgehend unbekannte Geschichte dreier Afroamerikanerinnen, die zu Beginn der 60er-Jahre bei der NASA Geschlechter- und Rassengrenzen überwunden haben, um ein Stück Zeitgeschichte mitzuschreiben: Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughn (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monae) haben allesamt wichtige Beiträge geleistet, um dem ersten US-Astronauten die Erdumrundung zu ermöglichen. Bei der kommenden Oscar-Verleihung hat der so bewegende wie inspirierende Film u.a. Chancen auf den Preis als "Bester Film".

Länge: 127 min

Link: Hidden Figures - Unbekannte Heldinnen

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(c) Centfox

Die feine Gesellschaft (Ab 3. Februar)

Mit "Die feine Gesellschaft" kommt der wohl schrägste Wettbewerbsfilm der Filmfestspiele Cannes 2016 in die österreichischen Kinos. In der kompromisslosen Groteske des französischen Regisseurs Bruno Dumont ("P'tit Quinquin") kommt es zu romantischen, mysteriösen und auch bestialischen Ereignissen an der nordfranzösischen Küste, an der Anfang des 20. Jahrhunderts affektierte Spießbürger auf kannibalische Muschelsammler treffen. Die Hauptrollen spielen Juliette Binoche, Fabrice Luchini und Valeria Bruni Tedeschi.

Länge: 122 min

Link: Die feine Gesellschaft

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(c) Thimfilm