Filmstarts der Woche: ''Guardians of the Galaxy 2'', starke Frauen und Iggy Pop

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (Ab 27. April)

Peter "Star-Lord" Quill und seine "Guardians of the Galaxy" sind wieder da: Mit einem simplen "Vol. 2" versehen, darf die ungewöhnliche Superheldentruppe in ihrem neuen Kinoabenteuer wieder gemeinsam das Universum retten. Neben Chris Pratt als Quill sind in der Fortsetzung des Überraschungserfolgs von 2014 auch Zoe Saldana, Dave Bautista sowie Vin Diesel und Bradley Cooper wieder mit von der Partie. Und die Darstellerregie bekommt im von James Gunn gleichermaßen rasant wie amüsant in Szene gesetzten Actionfilm mit Kurt Russell und Sylvester Stallone namhafte Unterstützung. Beste Voraussetzungen, um sich zu einem bunten 70er-Jahre-Soundtrack wieder nach Herzenslust durch die Weiten des Alls zu ballern und witzeln...

Länge: 136 min

Link: Guardians of the Galaxy Vol. 2

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(c) Walt Disney Studios

Gimme Daner (Ab 28. April)

Mit Songs wie "Lust for Life" und "Wild One" schrieb Iggy Pop Musikgeschichte. Und noch immer scheint die Energie des "Godfather of Punk" ungebrochen, wie er bei seinen elektrisierenden Konzertauftritten weiterhin beweist. Doch wie wurde aus Jim Osterberg aus Michigan der wilde Ausnahmekünstler Iggy Pop, der mit der Band The Stooges den Punkrock maßgeblich beeinflusste und weltweit Erfolge feierte? Antworten darauf gibt die neue Musikdokumentation "Gimme Danger" von Jim Jarmusch.

Länge: 108 min

Link: Gimme Danger

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(c) Studiocanal

Die Zeit der Frauen (Ab 28. April)

Im Dorf Kutch im indischen Bundesstaat Gujarat treffen die Schicksale dreier Frauen aufeinander, die aus einer frauenfeindlichen Umgebung ausbrechen und selbstbestimmt leben wollen: Da ist die 32-jährige Rani, seit ihrem 16. Lebensjahr verwitwet und dazu verdammt, nichts weiter als Mutter für ihren Sohn Gulab zu sein. Lajjo wiederum ist in der Dorfgemeinschaft nichts wert, weil sie kinderlos ist und von ihrem alkoholkranken Mann verprügelt wird. Und Bijli lebt gefährlich, weil sie als Erotiktänzerin und Prostituierte arbeitet... Die indische Regisseurin Leena Yadav drehte mit "Die Zeit der Frauen" ihren ersten internationalen Film und landete damit einen Erfolg auf Festivals und in französischen Kinos.

Länge: 116 min

Link: Die Zeit der Frauen

(c) Thimfilm

Siebzehn (Ab 28. April)

Spätfrühling im niederösterreichischen Lanzenkirchen. Die 17-jährige Klassenbeste Paula ist unglücklich in Charlotte verliebt. Die scheint zwar nicht abgeneigt, ist aber seit einem Jahr mit Michi zusammen. Also gibt Paula zwecks Ablenkung den Avancen ihres Mitschülers Tim nach. Unterdessen kämpft die forsche Lilli um die Aufmerksamkeit ihres Immer-mal-wieder-Gspusis Ronald. Als der sie links liegen lässt, wirft sie ihre Augen auf Paula - fest entschlossen, deren Grenzen auszureizen... Von unerfüllten Sehnsüchten, ersten sexuellen Erfahrungen, Machtspielchen in der Liebe, sich verschiebender Dynamik in (Mädchen-)Freundschaften und dem Herantasten an die eigene Identität erzählt Monja Art in ihrem autobiografisch geprägten, wunderbaren Kinodebüt "Siebzehn".

Läne: 104 min

Link: Siebzehn

(c) Filmladen

Ein ehrenwerter Bürger (Ab 28. April)

Vor vier Jahrzehnten hat Daniel Montovani seinem Heimatstädtchen Salas in der argentinischen Provinz den Rücken gekehrt. Mittlerweile in Barcelona beheimatet und ein Literaturnobelpreisträger, wird der erfolgreiche Schriftsteller eingeladen, an den Schauplatz seiner Bücher zurückzukehren. Wegen nostalgischer Gefühle nimmt er die Einladung an, freut sich auf ein Wiedersehen mit der ersten Liebe, alten Weggefährten. Doch nicht alle realen Vorbilder für seine Figuren empfangen ihn mit offenen Armen... In der Hauptrolle dieser bitterbösen Komödie glänzt Oscar Martinez, der bei den Filmfestspielen Venedig den Preis als bester Schauspieler erhielt.

Länge: 118 min

Link: Ein ehrenwerter Bürger

(c) Polyfilm

Dancing Beethoven (Ab 28. April)

Im Jahr 2015 brachte das Béjart-Ballett Lausanne Beethovens Neunte Symphonie in der Ballettfassung von Maurice Béjart auf die Bühne - gemeinsam mit dem Tokyo Ballett und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta. "Dancing Beethoven" begleitet in aufwendig gestalteten Bildern Tänzer, Choreografen und Musiker bei der Entstehung der Produktion.

Länge: 80 min

Link: Dancing Beethoven

(c) Polyfilm

Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes (Ab 28. April)

Mit "Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes" legt Julian Radlmaier seinen Abschlussfilm an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin vor - und spielt auch gleich selbst die Hauptrolle in dieser abstrusen Komödie. Weil er keine Förderung bekommt, sieht sich sein Alter Ego Julian gezwungen, einen Job als Erntehelfer auf einer Apfelplantage anzunehmen. Dort lernt er die junge Kanadierin Camille kennen und macht ihr weis, er recherchiere hier für einen kommunistischen Märchenfilm - und sie soll die Hauptrolle übernehmen! Während Camille sich enthusiastisch vorbereitet, wird es für Julian immer schwieriger, die Lüge aufrechtzuerhalten...

Länge: 99 min

Link: Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

 

(c) Filmgarten

Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft (Ab 28. April)

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl wird fast auf den Tag genau 31 Jahre her sein, wenn mit Pol Cruchtens "Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft" ein schwergewichtiger Essay dazu in den Kinos startet. Die Verfilmung von Swetlana Alexijewitschs literarischen Collagen aus Interviews mit Opfern und Hinterbliebenen aus 1997 ist vor allem eine Hommage an das Buch. Der Regisseur reiste nach Tschernobyl und nahm dort klare, fast geometrische Bilder auf, vom Kraftwerk, von den Wohnblöcken, von verlassenen Häusern und bröckelndem Putz; kombinierte sie mit stummen symbolischen Schlüsselszenen, von Schauspielern dargestellt. Sie illustrieren einen Text, der ausschließlich als Voice-over zum Klingen kommt, getreu dem Original.

Länge: 86 min

Link: Tschernobyl - Ein Chronik der Zukunft

(c) filmdelights / Jerzy Palacz

Cinema Futures (Ab 28. April)

Eine Elegie auf das verschwindende haptische Medium Film in wundervollen Digitalbildern: Dieses Paradoxon gelingt Regisseur Michael Palm mit seinem beinahe hypertrophen Dokumentarprojekt "Cinema Futures". In einer weltumspannenden Reise macht sich der gebürtige Linzer auf die Spuren jener digitalen Revolution, die in den vergangenen Jahren die Filmbranche umgewälzt hat.

Länge: 126 min

Link: Cinema Futures

(c) Stadtkino

The Founder (Ab 20. April)

Ray Kroc ("Birdman" Michael Keaton) ist genau genommen nicht Gründer der Fast-Food-Kette McDonald's, sondern der Mann, der sie groß gemacht hat. Am Anfang des knapp zweistündigen Dramas "The Founder" ist er ein glückloser aber leidenschaftlicher Handelsvertreter. In Kalifornien trifft er auf Mac und Dick McDonald und lernt ihre Art kennen, ein neuartiges Restaurant zu betreiben: ausgerichtet auf Familien, ohne Besteck und nur mit wenigen, einzeln in Papier verpackten Gerichten. Er überredet die Brüder, "McDonald's" zur Kette aufzublasen - und übernimmt sie später selbst. Das Drama überzeugt mit einem gewohnten starken Michael Keaton in der Hauptrolle.

Länge: 115 min

Link: The Founder

(c) Einhorn Film / Daniel McFadden

Die Frau im Mond - Erinnerung an die Liebe (Ab 21. April)

Südfrankreich Anfang der 1940er-Jahre: Gabrielle ist eine junge Frau und träumt von der großen Liebe. In ihrem Heimatort werden ihre glühenden Liebesbriefe und ihre früh erwachte Sexualität als vuglär und schamlos empfunden. Um sie zu bändigen, verheiraten die Eltern sie gegen ihren Willen mit dem Landarbeiter José. Eines Tages wird sie wegen ihrer zerbrechlichen Gesundheit in ein Sanatorium in den Alpen gebracht. Dort verliebt sie sich in den jungen und im Krieg schwer verletzten André, der ihre erloschene Sehnsucht nach Liebe und Leidenschaft wieder neu entfacht. In dem Drama "Die Frau im Mond - Erinnerungen an die Liebe" greift Nicole Garcia ("Weekend für zwei") auf den gleichnamigen, im Jahr 2006 erschienenen Bestseller von Milena Agus zurück. Die Rollen hat die französische Regisseurin prominent mit Marion Cotillard, Alex Brendemühl und Louis Garrel besetzt.

Länge: 121 min

Link: Die Frau im Mond - Erinnerung an die Liebe

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(c) Constantin Film

The Bye Bye Man (Ab 21. April)

Wie in so vielen amerikanischen Horrorfilmen ist es auch hier ein altes Haus, das großes Unheil verheißt: Als eine Gruppe von College-Studenten ein betagtes Anwesen abseits des Campus bezieht, weckt sie damit eine unheimliche und Angst einflößende Gestalt mit dem Namen "The Bye Bye Man". Nachdem sie dessen Namen erfahren haben, macht sich der Bye Bye Man daran, die Studenten zu jagen. Neben jüngeren amerikanischen und britischen Darstellern ist hier auch Leinwandlegende Faye Dunaway ("Die drei Tage des Condor") mit von der gruseligen Partie. US-Regisseurin Stacy Title ("The Last Supper") hat für diesen Film ein Drehbuch ihres Mannes Jonathan Penner umgesetzt.

Länge: 96 min

Link: The Bye Bye Man

(c) Constantin Film

Conni & Co 2 - Das Geheimnis des T-Rex (Ab 21. April)

Das Kinderparadies Kanincheninsel vor den Toren von Neustadt ist in Gefahr, da der Bürgermeister und Ex-Schuldirektor Möller (Heino Ferch) hier ein Hotel bauen möchte. Das können sich Conni (Emma Schweiger) und ihre Freunde nicht bieten lassen, die in dem Naturrefugium jedes Jahr ihre Sommerferien verbringen. Da hilft es nicht wirklich, dass Connis Vater Jürgen (Ken Duken) der Architekt des neuen "Gigantotels" werden soll. Connis Rettungsplan erhält jedoch Aufschwung, als Hund Frodo einen Dinosaurierknochen auf der Ferieninsel findet. Regie führt erstmalig Til Schweiger ("Keinohrhasen").

Länge: 94 min

Link: Conni & Co 2 - Das Geheimnis des T-Rex

 

(c) Warner Bros. / NIK KONIETZNY

CHiPs (Ab 21. April)

Verkehrsunfälle, Explosionen und derbe Sprüche, die oft unter die Gürtellinie gehen: In "CHiPs" spielen Dax Shepard ("Hit and Run") und Michael Pena ("Der Marsianer - Rettet Mark Watney") zwei Polizisten bei der California Highway Patrol (CHP), die mit ihren Motorrädern durch Los Angeles brausen. Jon Baker (Shepard) und Frank "Ponch" Poncherello (Pena) sind ungleiche Partner, die ständig aneinandergeraten. Kristen Bell ("Bad Moms") und Vincent D'Onofrio ("Jurassic World") sind in Nebenrollen zu sehen. Shepard, der auch das Drehbuch schrieb und Regie führte, gibt der Actionkomödie einen derben Anstrich. Die langjährige TV-Serie "CHiPs" (1977-1983) mit den Hauptdarstellern Erik Estrada und Larry Wilcox hatte einen harmloseren Humor.

Länge: 101 min

Link: CHiPs

(c) Warner Bros. / Peter Iovino

Ein Dorf sieht schwarz (Ab 21. April)

Seyolo Zantoko hat erfolgreich sein Medizinstudium in Frankreich abgeschlossen. Als sich ihm die Möglichkeit bietet, einen Posten in einem kleinen Ort in Nordfrankreich anzunehmen, zögert er nicht. Doch als er sich mit seiner Familie in dem rund 400-Seelen-Dorf niederlässt, ist die Ernüchterung groß. Denn in Marly-Gomont hat man noch nie einen Schwarzen gesehen. "Ein Dorf sieht schwarz" handelt von der schwierigen Integration einer schwarzen Familie auf dem Land. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1975. Der Rapper Kamini, der Sohn des 2009 gestorbenen Arztes aus dem Kongo, erzählte die Lebensgeschichte bereits 2006 erfolgreich in einem Song. Nun hat der französische Regisseur Julien Rambaldi daraus eine Komödie gemacht.

Länge: 96 min

Link: Ein Dorf sieht schwarz

(c) Thimfilm

Seeing Voices (Ab 21. April)

Emil zeigt auf die Ente im Bilderbuch, führt seine rechte Hand vor die Nase, fächert sie auf und schließt sie wieder. Noch nicht mal ein Jahr alt, kann er mit Gebärden Dinge benennen, die in diesem Alter in Lautsprache noch nicht möglich sind. Mit dem jüngsten Protagonisten beginnt und endet "Seeing Voices", Dariusz Kowalskis faszinierende Doku über sehr unterschiedliche Protagonisten der Wiener Gehörlosen-Community. Indem der Filmemacher auf Voice-over verzichtet und den gesamten Film untertitelt, bannt er eine ganz besondere, lebhafte Stimmung auf die Leinwand, die Hörenden üblicherweise verschlossen bleibt.

Länge: 89 min

Link: Seeing Voices

(c) Filmladen

Tour de France (Ab 21. April)

Serge ist ein alternder, verbitterter und rassistischer Pensionist, Far'Hook ein junger Pariser Vorort-Rapper. Zwei Menschen, die Welten trennen und dennoch gemeinsam in einem alten Lastwagen Frankreich durchqueren. Mit "Tour de France" hat Rachid Djaidani ein Roadmovie gedreht, das die hochaktuellen Themen Rassismus und Toleranz behandelt. Es ist der zweite Langfilm des französischen Regisseurs algerischer und sudanesischer Abstammung, der sich mit dem Thema der verschiedenen Kulturen auseinandersetzt. In die Rollen des ungleichen Duos sind Gerard Depardieu und Star-Rapper Sadek geschlüpft, der in dem Film sein Schauspielerdebüt feiert.

Länge: 95 min

Link: Tour de France

 

(c) Luna Film

Fast & Furious 8 (Ab 13. April)

Sie gehört zu den erfolgreichsten US-Filmreihen überhaupt: die 2001 gestartete "Fast and Furious"-Serie rund um schnelle Autos und attraktive Menschen geht in die achte Runde. Im neuen Film, entstanden unter der Regie von F. Gary Gray ("Gesetz der Rache"), sind auch diesmal Jason Statham, Vin Diesel und Dwayne Johnson zu sehen. Neu dabei sind die beiden renommierten Schauspielerinnen Helen Mirren und Charlize Theron. Letztere verkörpert die äußerst raffinierte und mysteriöse Gegenspielerin Cyper.

Länge: 136 min

Link: Fast & Furious 8

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(c) Universal Pictures

Die Taschendiebin (Ab 13. April)

Der südkoreanische Regisseur Park Chan-Wook hat sich mit Filmwerken wie "Oldboy", "I'm a Cyborg, But That's OK" und "Stoker" international einen Namen gemacht. Nun entführt er uns ins Korea der 1930er-Jahre, um uns von Lady Hideko zu erzählen, die zusammen mit ihrem Onkel ein entlegenes Anwesen bewohnt. Onkel Kouzuki sammelt nicht nur erotische Bücher, er verkauft diese auch. Hideko liest die Erotikwerke wohlhabenden Herren vor, um den Kaufpreis in die Höhe zu treiben. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen ins Haus, das ein Geheimnis hat: Sie ist eine versierte Taschendiebin.

Länge: 145 min

Link: Die Taschendiebin

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(c) Filmladen

Gold (Ab 14. April)

Es sind die späten 1980er-Jahre und Kenny Wells (Matthew McConaughey) hat schon bessere Zeiten erlebt: Einst ein erfolgreicher Verkäufer, hat er das Familienunternehmen runtergewirtschaftet. Als er im Vollrausch von einer Goldmine in Indonesien träumt, macht er sich auf den Weg dorthin. Er hat tatsächlich Erfolg - und bei seiner Rückkehr haben Menschen bis hin zu reichen Wall-Street-Haien Interesse an der Zusammenarbeit mit ihm. Regisseur Stephen Gaghan ("Syriana") hat eine Mischung aus Comedy und Drama geschaffen, die auf wahren Begebenheiten beruht und für die vor allem McConaughey in der Hauptrolle Lob bekam.

Länge: 121 min

Link: Gold

(c) Constantin Film

Abgang mit Stil (Ab 14. April)

Die besten Freunde Joe, Willie und Al verleben einen recht gemütlichen Ruhestand - bis eines Tages ihre Pensionszahlungen eingestellt werden. Als sie mit um die 80 vor dem finanziellen Ruin stehen, fassen sie einen gewagten Plan: Sie wollen eine Bank ausrauben, um sich zurückzuholen, was ihnen zusteht. Im zwar vorhersehbaren, aber charmanten Remake der 70er-Jahre-Gaunerkomödie "Going in Style" glänzen Hollywoods Altmeister Michael Caine (84), Morgan Freeman (79) und Alan Arkin (83). Regie führte "Scrubs"-Star Zach Braff; in Nebenrollen sind die Urgesteine Christopher Lloyd ("Zurück in die Zukunft") und Ann-Margret ("Bye Bye Birdie") zu erleben.

Länge: 97 min

Link: Abgang mit Stil

(c) Warner / ATSUSHI NISHIJIMA

Zu guter Letzt (Ab 14. April)

Liebende Mutter, treu sorgende Ehefrau, gute Freundin - all das ist die einst erfolgreiche Geschäftsfrau Harriet Lauler (Shirley MacLaine) nicht. Da sich allerdings solche Beschreibungen in fast jedem Nachruf gut machen, gibt Harriet solch einen, kurz vor ihrem Ableben, in Auftrag. Zum Problem wird das in der Komödie "Zu guter Letzt" allerdings vor allem für die junge Autorin Anne (Amanda Seyfried), die den Nachruf verfassen soll. Mit den denkbar knappen Zeilen von Anne gibt sich die perfektionistische Rentnerin nämlich nicht zufrieden. Harriet beschließt ihr Leben zu ändern - um doch noch einen guten Nachruf zu bekommen.

Länge: 108 min

Link: Zu guter Letzt

 

(c) Constantin Film/Beth Dubber

Valossn (Ab 14. April)

Das düstere Heimatdrama "Valossn" erzählt von Pauli, einem jungen, zurückgezogenen, traumatisierten Mann. Als sein Vater stirbt, dringt ein dunkles Geheimnis aus seinem Inneren hervor... Angesiedelt im Kärntner Grenzland, thematisiert der Film laut Ankündigung "Kinder, die wie Leibeigene behandelt wurden, Väter, die ihre kapitalistische Machtlosigkeit in Alkohol ertränkten und Gewalt entluden".

Länge: 85 min

Link: Valossn

(c) Reisenbauer Film

The Birth of a Nation

Schauspieler Nate Parker gibt mit dem Sklavendrama "The Birth of a Nation - Aufstand zur Freiheit" sein Regiedebüt. Der 37-jährige US-Amerikaner spielt darin auch die Hauptrolle des Nat Turner, der als Sklave bei einer Südstaatenfamilie aufwächst, dann aber lesen lernt, Prediger wird und 1831 einen Sklavenaufstand anführt. Beim Sundance-Festival holte der Independentfilm 2016 die Hauptpreise der Jury und der Zuschauer. Armie Hammer spielt den Sohn eines Plantagenbesitzers, Penelope Ann Miller dessen Mutter.

Länge: 120 min

Link: The Birth of a Nation

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(c) Fox Searchlight

Free Fire (Ab 6. April)

Eine x-beliebige Lagerhalle im Boston der Endsiebziger: Eigentlich wollte Justine (Brie Larson) nur einen ganz normalen Waffendeal zwischen ein paar IRA-Schergen (u.a Michael Smiley, Cilian Murphy, Sam Riley) und Waffenschiebern (u.a. Sharlto Copley, Babou Ceesay, Armie Hammer) einfädeln. Aber die Stimmung ist von Anfang an latent aggressiv. Als sich dann zwei der Anwesenden als Kontrahenten einer Kneipenschlägerei wiedererkennen, fliegen erst Beleidigungen und dann Kugeln kreuz und quer durch die Halle.

Der englische Autorenfilmer und Genrefilm-Freund Ben Wheatley liefert nach der Dystopie "High Rise" eine abendfüllende Schießerei im Siebziger-Look mit vielen Einschusslöchern in teuren Anzügen.

Länge: 97 min

Link: Free Fire

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(c) Einhorn Film

Ein deutsches Leben (Ab 7. April)

Über ihren ehemaligen Chef kann Brunhilde Pomsel eigentlich nichts Schlechtes sagen. Gepflegt und angenehm sei er gewesen, vielleicht etwas arrogant. Die Rede ist von Joseph Goebbels, dem NS-Propagandaminister. Pomsel war ab 1942 seine Sekretärin. Wie viel bekam sie mit von den menschenverachtenden Plänen, die Goebbels, Hitler und Konsorten schmiedeten? "Nichts haben wir gewusst, es ist alles schön verschwiegen worden", sagt sie mehr als 70 Jahre später mit 103 Jahren im österreichischen Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben". Rund zwei Stunden lang steht Pomsel Rede und Antwort, nur unterbrochen von historischen Ton- und Filmausschnitten.

Länge: 113 min

Link: Ein deutsches Leben

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(c) Polyfilm/Blackbox Film & Medienproduktion

MindGamers (Ab 7. April)

In einer Kaderschmiede der nahen Zukunft arbeitet eine Gruppe genialer Studenten rund um Jaxon Freeman (Tom Payne) daran, mehrere Menschen mittels kabellosem, neuronalem Netzwerk zu verbinden - was ihnen erst mit der Hilfe eines Quantencomputers des Wissenschafters Kreutz (Sam Neill) gelingt. Damit werden die Jungakademiker jedoch Teil eines dunklen Treibens finsterer Mächte.

Produziert von der Red-Bull-Tochter Terra Mater Films wurde "MindGamers" großteils auch in der Wiener WU als coole Hightechakademie gedreht und hat mit Ursula Strauss auch einen heimischen Star im Cast.

Länge: 97 min

Link: MindGamers

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(c) Warner

Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott (Ab 7. April)

Bei einem Campingausflug verschwindet die sechsjährige Tochter von Mackenzie "Mack" Allen Philips (Sam Worthington). Die Polizei findet ihr blutgetränktes Kleid in einer Hütte, ihr Vater plagt sich über Jahre mit Schuldgefühlen. Eines Tages steckt eine Einladung in genau diese Hütte in seinem Briefkasten. Mack entscheidet sich, zu fahren und trifft in der Hütte eine Frau (Octavia Spencer), die behauptet, Gott zu sein. Er muss lernen, wieder zu lieben.

"Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott" ist ein durchgängig ernstes zweistündiges Religionsdrama. Es basiert auf einem Millionenbestseller und hatte in den USA großen Erfolg an den Kinokassen.

Länge: 133 min

Link: Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott 

(c) Constantin Film

Tiger Girl (Ab 7. April)

Vor vier Jahren machte der junge deutsche Filmemacher Jakob Lass mit seinem "Love Steaks" Furore, für die er mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde. Nun bringt Lass ein weiteres abendfüllendes Werk in die Kinos. In "Tiger Girl" geht es um zwei junge, in Berlin lebende Frauen: Vanilla und Tiger. Vanilla möchte vor allem dazugehören, scheitert aber an der Aufnahmeprüfung der Polizeischule. Vanilla trifft auf Tiger und lernt von dieser, wie man sich behauptet im wilden Großstadtdschungel.

Erstmals präsentiert wurde der Film auf der Berlinale. 

Länge: 91 min

Link: Tiger Girl

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(c) Constantin Film

Nichts zu verschenken (Ab 7. April)

Francois Gautier ist in zwei Dingen unschlagbar: Im Geigenspielen und im Geizigsein. Sein ganzes Denken besteht daraus, so wenig Geld wie möglich auszugeben. Doch dann taucht eines Tages die 16-jährige Laura auf und behauptet, seine Tochter zu sein. Er sieht Kosten auf sich zukommen, die ihm den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Als er sich dann noch in Valerie verliebt, ergreift ihn erst recht die Panik. Denn Romantik, so glaubt er, kostet.

Für die Hauptrolle in "Nichts zu verschenken" konnte der französische Regisseur Fred Cavaye den Komiker Dany Boon gewinnen.

Länge: 89 min

Link: Nichts zu verschenken

(c) Filmladen/Thomas Bremondthomasbremond@yah