Filmstarts der Woche: Power Rangers, Marx und eine rote Schildkröte

Rammstein: Paris (Ab 23. März)

Rammstein ist die wohl international erfolgreichste deutsche Rockband. Der auf Musikvideos spezialisierte schwedische Regisseur Jonas Akerlund hat bei der "Made in Germany"-Tour (2011/2012) zwei Auftritte der Band in Paris gefilmt und das Material zu einem 98 Minute langen Konzertfilm zusammengeschnitten. Er ist an nur drei Tagen (23., 24., und 29. März) in ausgewählten Kinos zu sehen. In rasanter Schnittfolge aus Nah- und Distanzaufnahmen zeigt der Film brachialen Rock, hemmungslose Ausschweifungen und dazu Pyrotechnik und Spezialeffekte, die auch so manchem Actionfilm Konkurrenz machen würde - und das auf einer Konzertbühne. Gezeigt werden 16 Songs von den Anfangsjahren der Band bis zum bisher letzten Studioalbum.

Länge: 98 min

Link: Rammstein: Paris

(c) Constantin Film

Power Rangers (Ab 23. März)

Das erste Mal erschienen die "Power Rangers" 1993 auf der Bildfläche und entwickelten sich rasch weltweit zu einem Kult. Der US-Fernsehsender Fox zeigte damals die Serie über eine Gruppe von Jugendlichen mit Superkräften, die die Welt vor dem Bösen beschützen will. Nun kommt ein neuer Kinofilm mit den fünf Teenagerhelden in die Kinos: Ihr Abenteuer beginnt, als zwei von ihnen auf scheinbar alte Fossilien stoßen - tatsächlich aber erwecken sie so eine außerirdische Macht, die die Menschheit auslöschen will.

(c) Constantin Film

Power Rangers

Die Hauptrollen sind mit Jungschauspielern besetzt, darunter RJ Cyler ("Ich und Earl und das Mädchen"), in weiteren Rollen sind Elizabeth Banks (im Bild) und "Breaking Bad"-Star Bryan Cranston zu sehen.

Länge: 124 min

Link: Power Rangers

(c) Constantin Film

Lommbock (Ab 24. März)

Nach über 15 Jahren legt Regisseur Christian Zübert mit dem fast gleichen Team eine Fortsetzung seiner Kultkomödie "Lammbock" vor. Kai (Moritz Bleibtreu) lebt jetzt mehr schlecht als recht mit Ehefrau Sabine (Mavie Hörbiger) und dem stark pubertierenden Sohn Jonathan (Louis Hofmann) zusammen. Kai ist immer noch ein unverbesserlicher Kiffer und liebenswerter Quatschkopf, während sein Kumpel Stefan (Lucas Gregorowicz) das Weite gesucht hat. Jetzt kehrt der Anwalt kurz vor seiner Hochzeit in Dubai mit der Geschäftsfrau Yasemin (Melanie Winiger) nach Hause zurück, und die beiden Kumpels feiern ein Wiedersehen mit reichlich Joints.

Länge: 105 min

Link: Lommbock

(c) Constantin Film

Life (Ab 24. März)

Jubel auf der internationalen Raumstation: Die Crew (darunter Jake Gyllenhaal, Ryan Reynolds und Rebecca Ferguson) hat erstmalig eine Sonde mit Proben vom Mars zurückgeholt. An Bord ist eine Lebensform, die sehr schnell wächst. Die Astronauten begreifen auf ihrer Rückreise, dass sie damit nicht heimkönnen - denn dieser Organismus könnte sämtliches Leben auf der Erde auslöschen, so wie er einst alles übrige Leben auf dem Mars ausgelöscht hat. Also sagen die Raumfahrer der Lebensform den Kampf an. Aber sie haben nicht mit dem Überlebensinstinkt des fremden Wesens gerechnet.

Länge: 126 min

Link: Life

(c) Sony Entertainment

Der Himmel wird warten (Ab 24. März)

Was bewegt junge Frauen dazu, ihr (gutbürgerliches) Leben hinter sich zu lassen und für die Terrormiliz IS in die Kriegsgebiete Syriens oder des Irak zu reisen? Die französische Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar ("Die Schüler der Madame Anne") erforscht die Mechanismen der Terrorpropaganda anhand zweier Einzelschicksale nach realen Vorbildern. Als Anker zwischen Wechsel von Zeitebenen und Perspektiven fungieren nachgestellte Gruppensitzungen betroffener Eltern mit der Deradikalisierungs-Expertin Dounia Bouzar, die sich selbst spielt. Das Ergebnis ist wenig subtil, entfaltet aber nicht zuletzt aufgrund der Aktualität eine emotionale Wucht.

Länge: 105 min

Link: Der Himmel wird warten

(c) Thimfilm

Der junge Karl Marx (Ab 24. März)

Paris 1844: Der im französischen Exil lebende Journalist Karl Marx (August Diehl) und seine Frau Jenny (Vicky Krieps) lernen den wohlhabenden Fabrikantensohn Friedrich Engels (Stefan Konarske) kennen. Der Dandy Engels hat in England die Verelendung des Proletariats mit eigenen Augen gesehen und sich in die irische Arbeiterin Mary Burns (Hannah Steele) verliebt. Allmählich entdecken Marx und Engels ihre gemeinsamen Interessen, freunden sich an, gehen auch mal einen trinken und verbünden sich im Kampf um die Befreiung der Arbeiter. Am Ende des Films verfassen sie gemeinsam das "Kommunistische Manifest". Der 1953 auf Haiti geborene Regisseur Raoul Peck (" I Am Not Your Negro") erzählt in seinem Kostümdrama von den Anfängen der Arbeiterbewegung und zwei charismatischen jungen Männern.

Länge: 118 min

Link: Der junge Karl Marx

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(c) Filmladen

Die rote Schildkröte (Ab 24. März)

Im zeitgenössischen Kino sind Filme eher selten, die gänzlich ohne Dialog auskommen. Bei "La tortue rouge", so der Originaltitel, handelt es sich zudem um einen Animationsfilm. Regisseur Michael Dudok de Wit erzählt von einem Schiffbrüchigen, der auf einer Insel landet. Das Eiland bietet zwar reichlich Nahrung; auf der Insel lauern aber auch diverse Gefahren. Also macht sich der Gestrandete daran, sich aus Bambus ein Floß zu bauen. Eine mysteriöse rote Schildkröte aber hindert den Mann daran, in See zu stechen. Bei den Filmfestspielen von Cannes gab es 2016 in einer Nebenreihe einen Preis für "Die rote Schildkröte". Auch gehörte der Film bei den diesjährigen Oscars zu den Nominierten der Kategorie bester Animationsfilm.

Länge: 80 min

Link: Die rote Schildkröte

(c) Polyfilm

Noma (Ab 24. März)

Viermal wurde Rene Redzepis Restaurant Noma in Kopenhagen in den letzten sechs Jahren von der britischen Fachzeitschrift "Restaurant" zum besten der Welt gekürt. Für seine Kreation einer neuen nordischen Küche wird der gebürtige Mazedonier weltweit gefeiert. In "Noma" porträtiert der französische Filmemacher Pierre Deschamps den Koch, der als Bub nach Dänemark kam und nicht weniger als die gastronomische Welt revolutionierte.

Länge: 99 min

Link: Noma

(c) Polyfilm

Die Schöne und das Biest (Ab 16. März)

Ein eitler Prinz wird verflucht und muss fortan sein Leben als abscheuliches Monster führen. Nur die Liebe einer Frau kann ihn erlösen. Viele Male wurde "Die Schöne und das Biest" schon verfilmt und als Musical erzählt. Nun bringt Disney eine Neuauflage ins Kino. Emma Watson, die Hermine aus "Harry Potter", spielt darin die wunderschöne und zielstrebige Kaufmannstochter Belle. Als das Biest ihren alten Vater (Kevin Kline) gefangen nimmt, bietet sie sich im Austausch an. Neugierig erkundet Belle das Schloss und versucht, hinter das Geheimnis des furchterregenden Ungeheuers (Dan Stevens) zu kommen. Nostalgiker dürfen sich freuen: Viele Songs der Disney-Zeichentrick-Adaption aus dem Jahr 1991 kommen auch in dieser Realverfilmung vor.

Länge: 130 min

Link: Die Schöne und das Biest

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(c) Laurie Sparham

Die Häschenschule - Jagd nach dem goldenen Ei (Ab 17. März)

Mit über 2,5 Millionen verkauften Exemplaren gehört "Die Häschenschule" zu den erfolgreichsten Kinderbüchern überhaupt. Jetzt kommt der Oster-Klassiker in einer modernisierten Version auf die Leinwand. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hasenjunge Max, den es aus der Stadt versehentlich in den Wald verschlägt - und in die Häschenschule, dem Ausbildungszentrum der Osterhasen. Kurz vor Ostern ist die Idylle dort nämlich von den hinterlistigen Füchsen bedroht, die den Häschen das goldene Ei und damit das Privileg, Kinder mit Ostereiern zu versorgen, stehlen wollen. Bald kämpft Max Seite an Seite mit seinen neuen Freunden gegen die Bedrohung. Senta Berger und Friedrich von Thun leihen den beiden Hasen-Lehrern ihre Stimmen.

Länge: 76 min

Link: Die Häschenschule - Jagd nach dem goldenen Ei

(c) Constantin Film

The Salesman (Ab 17. März)

Als die Iranerin Rana alleine in der Wohnung ist, wird sie von einem Unbekannten brutal überfallen und schwer verletzt - wahrscheinlich auch vergewaltigt. Aus Scham und Angst vor dem Gerede der Nachbarn und der Sorge, ihr Gesicht zu verlieren, entscheiden sich Rana und ihr Ehemann Emad, nicht zur Polizei zu gehen. Und doch hinterlässt der Vorfall Spuren. Rana ist traumatisiert und zieht sich zurück, während Emad auf Rache sinnt und den Täter anhand von Indizien selbst suchen will. Einmal mehr entfaltet der iranische Regisseur Asghar Farhadi ein Drama um Schuld, Vergebung, Würde und Moral, das heuer - wie schon sein Scheidungsdrama "Nader und Simin - eine Trennung" im Jahr 2012 - mit einem Auslands-Oscar prämiert wurde.

Länge: 125 min

Link: The Salesman

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(c) Thimfilm

Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand (Ab 17. März)

"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" war ein großer Kinoerfolg. Nun kommt die Fortsetzung: In "Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand" ist Allan Karlsson inzwischen 101 Jahre alt. Er lässt sich in einem Luxushotel auf Bali die Sonne auf den Pelz scheinen - und langweilt sich. Deshalb prellen der alte Mann und sein Kumpel Julius die Zeche und machen sich auf den Weg nach Berlin. Hier wollen sie das Rezept der sowjetischen Super-Limonade "Volkssoda" auftreiben, deren Erfindung Allan vor vielen Jahrzehnten zufällig ermöglicht hat. Die Hauptrolle spielt erneut Robert Gustafsson, in einer Nebenrolle ist Erni Mangold zu sehen.

Länge: 107 min

Link: Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand

(c) Filmladen

Neruda (Ab 17. März)

Es ist das Jahr 1948. Der überzeugte Kommunist Pablo Neruda hat den chilenischen Präsidenten Videla scharf kritisiert und ihm Kooperation mit den USA vorgeworfen. Nun ist der berühmte Dichter auf der Flucht. Pablo Larrain bringt diese Ereignisse jetzt ins Kino, als filmische Biografie der anderen Art. Statt linear zu erzählen, verwebt er in "Neruda" Realität und poetische Fantasie zu einem Road-Trip erst durch Chile, dann quer durch die Kordilleren bis nach Argentinien.

Länge: 107 min

Link: Neruda

(c) Polyfilm

Kong: Skull Island (Ab 10. März)

Im Jahr 1973 erkundet eine Gruppe von Soldaten und Regierungsbeauftragten, darunter Lieutenant Colonel Packard (Samuel L. Jackson), Armee-Veteran James Conrad (Tom Hiddleston) und die Kriegsfotografin Mason Weaver (Brie Larson), die noch unerforschte Insel Skull Island. Dort lebt aber nicht nur der gigantische Affe Kong, sondern auch zahlreiche Monster, die noch gefährlicher sind. Aus der vermeintlichen Forschungsmission wird schnell ein Überlebenskampf. Regisseur Jordan Vogt-Roberts setzt in der neuen Variante der Geschichte um den Riesenaffen King Kong auf bombastische Spezialeffekte, viel Action und einige Schockmomente.

Länge: 119 min

Link: Kong: Skull Island

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(c) Warner/Chuck Zlotnick

T2 Trainspotting (Ab 10. März)

1996 landete Danny Boyle mit seiner Low-Budget-Produktion "Trainspotting" einen Überraschungshit. Drastisch in der Darstellung von Drogensucht, legendär in der Musikauswahl und rasant im Schnitt, wurde die Groteske um junge Heroinsüchtige in Schottland zum Kultfilm der 90er. 21 Jahre später lassen Regisseur Boyle und Drehbuchautor John Hodge dem Film unter Beteiligung sämtlicher Hauptdarsteller die lang ersehnte Fortsetzung folgen. In "T2 Trainspotting" kehrt Renton (Ewan McGregor) nach 20 Jahren in seinen Heimatort Leith zurück. Die Rückkehr reißt alte Wunden auf, hat er damals doch seine besten Freunde Sick Boy (Jonny Lee Miller), Begbie (Robert Carlyle) und Spud (Ewen Bremner) verraten und sich mit den 16.000 Pfund aus einem gemeinsamen, holprigen Drogengeschäft nach Amsterdam abgesetzt.

Länge: 117 min

Link: T2 Trainspotting

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(c) Sony

Sleepless - Eine tödliche Nacht (Ab 10. März)

Jamie Foxx ist gerne mal der Mann fürs Grobe auf der Kinoleinwand. Immer wieder ballert er sich durch Actionkrimis, etwa "Miami Vice" oder "Operation: Kingdom". Nun ist es mal wieder so weit: In "Sleepless - eine blutige Nacht" schlägt und schießt er sich durch ein Casino, um seine Familie zu schützen. Nicht nur Mafiosi, sondern auch eine interne Ermittlerin (Michelle Monaghan) ist ihm auf den Fersen - sie hält ihn für einen korrupten Cop. Regie führte der Schweizer Baran bo Odar, der 2014 mit "Who am I" einen Erfolg feierte.

Länge: 95 min

Link: Sleepless - Eine tödliche Nacht

(c) Tobis

Lina (Ab 10. März)

Gemeinsam mit fünf weiteren Autoren hat der Filmemacher Walter Wehmeyer über die kurze Ehe der Schauspielschülerin Lina mit dem berühmten Architekten Adolf Loos recherchiert. Auf Basis ihrer Spurensuche erzählen sie in "Lina" von der Hoffnung der jungen Frau auf ein freies Leben mit einem modern eingestellten Mann in Wien im Jahr 1902. Doch Loos engt Lina mit Vorschriften ein. Als die sich daraufhin in den jüngeren Gymnasiasten Heinz Lang verliebt, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

Länge: 94 min

Link: Lina

(c) Thimfilm/Peter Louis

Moonlight (Ab 10. März)

Es war die große Überraschung der 89. Oscar-Verleihung: Mit "Moonlight" hat sich ein 1,5-Millionen-Dollar-Film über einen schwulen, afroamerikanischen Heranwachsenden in der Kategorie "Bester Film" gegen den Favoriten "La La Land" durchgesetzt. Zwei weitere Preise - für das adaptierte Drehbuch und Nebendarsteller Mahershala Ali - gab es für das Coming-of-Age-Drama, und das zu Recht! Höchst einfühlsam und poetisch erzählt Regisseur Barry Jenkins in drei prägenden Lebensabschnitten die Geschichte von Chiron, der in den 80er-Jahren im von Armut und Drogen gebeutelten Viertel Liberty City in Miami aufwächst und sich langsam seiner Homosexualität bewusst wird.

Länge: 111 min

Link: Moonlight

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(c) Thimfilm/David Bornfriend

Logan - The Wolverine (Ab 2. März)

Im Jahr 2000 brachte der erste "X-Men"-Film über die Marvel-Mutanten mit übermenschlichen Fähigkeiten Hugh Jackman den internationalen Durchbruch. Nach zehn Auftritten als Wolverine verabschiedet sich der Australier nun vom Antihelden mit den Krallenhänden: In "Logan" ist Wolverine ein alternder, geschwächter Mann, der mit seinem Leben eigentlich abgeschlossen hat. Das abgeschottete Dasein hat vorerst ein Ende, als eine junge, von dunklen Mächten verfolgte Mutantin Zuflucht bei ihm und seinem kranken Ziehvater Charles Xavier (Patrick Stewart) sucht... Regisseur James Mangold inszeniert Jackmans Abschied von der ikonischen Figur als ungemein brutalen, düsteren Film mit Referenzen an die politisch beunruhigende Gegenwart.

Länge: 135 min

Link: Logan - The Wolverine

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(c) Centfox

Silence (Ab 3. März)

Mit dem Historienepos "Silence" hat Oscarpreisträger Martin Scorsese ein Herzensprojekt verwirklicht. Der teilweise recht brutale und viele Fragen aufwerfende Spielfilm schildert die Verfolgung jesuitischer Missionspriester in Japan im 17. Jahrhundert. Andrew Garfield und Adam Driver spielen zwei Pater, die einen früheren Mentor (Liam Neeson) suchen, der im fernen Japan seinem Glauben abgeschworen haben soll. Vorlage für das religiöse Drama ist der gleichnamige Bestseller (dt. Titel "Schweigen") des japanischen Schriftstellers Shusaku Endo aus den 1960er-Jahren.

Länge: 161 min

Link: Silence

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(c) Constantin Film

Wolves At The Door (Ab 3. März)

"Wenn die Nacht hereinbricht, fangen die Wölfe an zu jagen": In dem Thriller von US-Regisseur und Kameramann John R. Leonetti treffen sich vier Freunde für eine Abschiedsparty in einer herrschaftlichen Villa. Abigail will von L.A. nach Boston ziehen und vorher noch ein bisschen feiern. Was sie nicht wissen: Während sie sich vergnügen, versammeln sich gefährliche Besucher vor der Türe. Als schließlich einer der vier Freunde von seinem kurzen Spaziergang nicht mehr zurückkehrt, fängt der Horror an.

Länge: 73 min

Link: Wolves At The Door

(c) Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.

Certain Women

US-Independentregisseurin Kelly Reichardt ("Wendy and Lucy") versteht es, in scheinbar beiläufigen Bildern und routinierten Abläufen alltägliche Kämpfe und unausgesprochene Gefühle zu vermitteln. Meisterhaft gelingt ihr das in "Certain Women", einer lakonischen Charakterstudie von vier Frauen im ländlichen Montana. Basierend auf Kurzgeschichten der Autorin Maile Meloy verknüpft "Certain Women" drei Episoden, die abseits der Verortung im amerikanischen Nordwesten vordergründig nichts miteinander zu tun haben. Die Rollen haben Laura Dern, Michelle Williams, Kristen Stewart und Newcomerin Lily Gladstone inne.

Länge: 107 min

Link: Certain Women

(c) Polyfilm

Bailey - Ein Freund fürs Leben (Ab 23. Februar)

Zuckersüßes Gefühlskino ist eines der Markenzeichen von Regisseur Lasse Hallström ("Chocolat", "Gottes Werk und Teufels Beitrag"). Auch in seinem neuen Film "Bailey" schwelgt er in herzerwärmenden Momenten und drückt heftig auf die Tränendrüse. Der Star ist dabei ein Hund, der immer wieder geboren wird. Er fragt sich: Was ist der Sinn des Lebens - und findet die Antwort darin, den Menschen Lachen und Lieben beizubringen. Das Drehbuch basiert auf dem Bestsellerroman "Ich gehöre zu dir" von W. Bruce Cameron; die deutsche Stimme des Hundes spricht Schauspieler und Hundeliebhaber Florian David Fitz ("Willkommen bei den Hartmanns").

Länge: 100 min

Link: Bailey - Ein Freund fürs Leben

(c) Constantin Film

Boston (Ab 23. Februar)

Es sollte ein Fest werden, es wurde eine Tragödie: Am 15. April 2013 explodierten am Zieleinlauf des Boston-Marathons zwei Sprengsätze - drei Menschen starben. In seinem sensibel inszenierten Actionthriller "Boston" schildert US-Regisseur Peter Berg ("Deepwater Horizon") mit zuweilen dokumentarisch anmutenden Passagen und ohne allzu reißerische Effekte die mehrtägige Jagd nach den beiden Attentäter. Die Auswertung des Videomaterials bringt schnell Erfolge, aber beim Aufspüren der Bombenleger gibt es manchen Rückschlag und manche Panne. Mit Mark Wahlberg, Kevin Bacon und John Goodman ist Bergs Actiondrama überaus prominent besetzt.

Länge: 133 min

Link: Boston

(c) Constantin Film

Lion - Der lange Weg nach Hause (Ab 24. Februar)

Die Geschichte des indischen Buben Saroo weiß zu berühren: Als Fünfjähriger besteigt er einen Zug, der in Tausende von Kilometer von seiner Familie fortführt. In der Metropole Kalkutta angekommen, wird er in ein Waisenhaus gebracht und schließlich von einem Ehepaar aus Tasmanien adoptiert. Erst gut zwei Jahrzehnte später kann er sich als junger Mann auf die Suche machen und seine Heimat wiederfinden. "Lion" erzählt nach wahren Begebenheiten von einer Odyssee, die berührt. Der sehr konventionell umgesetzte Film von Regisseur Garth Davis mit Dev Patel und Nicole Kidman in den Hauptrollen ist für insgesamt sechs Oscars nominiert.

Länge: 129 min

Link: Lion - Der lange Weg nach Hause

(c) Constantin Film

A Cure For Wellness (Ab 24. Februar)

Zwischen schneebedeckten Gipfeln suchen die Reichen und Erfolgreichen in einem Schweizer Sanatorium nach Erholung. Auch den jungen Wallstreet-Angestellten Lockhart (Dane DeHaan) verschlägt es ins Volmer Institut, allerdings um einen Kollegen zurück in die Staaten zu holen. Einmal angekommen, entdeckt der ambitionierte junge Mann aber schnell: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Verstohlene Blicke, verschwindende Körper und verschlossene Türen machen die im ehemaligen Schloss angebotene Wassertherapie gleich weniger angenehm. "A Cure For Wellness" ist Gore Verbinskis Rückkehr zum Horror. Konventionell inszeniert und optisch beeindruckend, gelingt dem Hollywoodregisseur ein Film für Genrefans.

Länge: 146 min

Link: A Cure For Wellness

(c) Centfox

History Of Now (Ab 24. Februar)

Eli und Maya sind unzertrennlich. Sich gemeinsam die Nächte um die Ohren schlagen, lange Blicke austauschen, das Leben genießen - nichts scheint ihre Zweisamkeit zu stören. Bis ein Marokko-Aufenthalt die ersten feinen Risse in diesem Beziehungsgebäude offenbart und sich für die Mittzwanziger die Frage stellt: Was erwarten wir uns eigentlich vom Leben? Nadiv Molcho hat für seinen Erstling nicht nur die Hauptrolle übernommen, sondern zeichnet auch für Regie und Drehbuch verantwortlich. Ein charmanter kleiner Film über das wichtigste Thema der Welt, der trotz einiger Klischees das Herz erwärmt.

Länge: 93 min

Link: History Of Now

(c) Thimfilm

Elle (Ab 24. Februar)

Die Französin Isabelle Huppert spielt Michèle, eine allein lebende und erfolgreiche Geschäftsfrau in ihren Fünfzigern. Eines Tages wird sie in ihrem Haus von einem maskierten Mann brutal vergewaltigt. Ihre Schreie gellen durch den Altbau - doch sind es Schreie der Angst, Schmerz oder gar der Lust? Der niederländische Erfolgsregisseur Paul Verhoeven legt mit "Elle" ein provokantes Werk über eine Vergewaltigung vor, das zwischen Drama, Thriller und Psychogramm angesiedelt ist - reagiert Michèle doch so ganz anders, als es die Konventionen von einem Opfer verlangen würden. Vor allem aber Isabelle Huppert in der Hauptrolle macht den Film zu einem Ereignis und darf am 26. Februar auf einen Oscar hoffen.

Länge: 130 min

Link: Elle

(c) Filmladen