Gerade erst ist Regisseur James Cameron von seinem Ausflug zum tiefsten Punkt des Ozeans, dem Marianengraben, zurückgekehrt, nun ist er wieder ins Showgeschäft eingetaucht. Diese Woche kommt sein Welterfolg "Titanic" als 3D-Version in die Kinos. Trotzdem wettert der 57-Jährige, der mit seinem 3D-Film "Avatar - Aufbruch nach Pandora" diesen Trend auslöste, gegen 3D. "3D-Filme haben einen schlechten Ruf, ganz gleich, ob es sich um neue Werke handelt oder um nachbearbeitete ältere Filme. Und diesen schlechten Ruf haben sie völlig zu Recht", sagte der Kanadier dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe).
Zwar gebe es immer wieder positive Ausnahmen, zum Beispiel "Hugo" von Martin Scorsese, doch für "viele Studiobosse ist 3D vor allem eine Art, mit wenig Aufwand noch mehr Geld aus Altbekanntem rauszupressen". Cameron betonte, in 3D zu drehen sei ein "schöpferischer Vorgang", der die Anwesenheit eines Regisseurs erfordere. "Titanic" bringe er nur aus einem einzigen Grund nachbearbeitet ins Kino, sagte Cameron: "Weil ich überzeugt war, gerade diese Geschichte mit 3D auf ein anderes Niveau heben zu können."
Regie bei "Prometheus"-Fortsetzung
Derzeit arbeitet Cameron an "Avatar 2", doch auch für die Zeit danach hat er bereits Pläne: Er möchte bei der Fortsetzung von Ridley Scotts "Prometheus" Regie führen, berichtet der britische "Guardian". Scott denkt bereits jetzt an einen weiteren Film, obwohl "Prometheus" erst ab Sommer (in Österreich ab 10. August) zu sehen sein wird.
Er habe mit Scott bereits darüber gesprochen, so Cameron. "Da gibt es einen Zeitraum zwischen 'Prometheus' und Alien' - in diesem könnte man alle Fragen, die 'Prometheus' aufwirft, klären." Freilich hängt das Engagement des Regisseurs auch davon ab, ob der Film erfolgreich genug ist, um die Produktion eines Nachfolgers zu rechtfertigen.
VIDEO: "Prometheus": Der Trailer zu Ridley Scotts neuem Film
Auf der Suche nach dem Ursprung der Menschheit reisen Wissenschaftler in einem Raumschiff namens Prometheus ans Ende des Universums. Was sie dort finden, ist existenzbedrohend. Mit Michael Fassbender, Idris Elba, Guy Pearce, Charlize Theron, Noomi Rapace und Logan Marshall-Green. Ab 10. August im Kino.
Wenn Cameron den Nachfolgefilm inszeniert, ist das bereits das zweite Mal, dass er ein Projekt von Scott übernimmt: Er führte auch beim "Alien"-Nachfolger "Aliens - Die Rückkehr" aus dem Jahr 1986 Regie.
(Ag./Red.)


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