Britain's Finest: Britische Schauspieler erobern Hollywood

Sie sind jung, gut ausgebildet und ergattern die interessanten Rollen in Hollywood: Britische Schauspieler sind in der Traumfabrik auf dem Vormarsch. Wir stellen Ihnen 12 Aufsteiger vor. (Text: her)

Tom Hiddleston
(geb. 1981)

Der Londoner gilt als Shakespeare-Spezialist und darf nun den Bösewicht in der Superhelden-Comic-Verfilmung "Marvel's The Avengers" spielen (ab 26. April). Bekannt wurde der Absolvent der Royal Academy of Dramatic Art mit der Geschichte über einen Bruderzwist in Walhalla.(c) REUTERS (DANNY MOLOSHOK)

Kenneth Branagh, ebenfalls ein Experte für Shakespeare, gab der Comic-Verfilmung "Thor" einen Dreh in Richtung Königsdrama. Hiddleston überzeugte als Gott Loki, der aus der richtigen Motivation heraus die falschen Entscheidungen trifft. In "Avengers" schlüpft er erneut in diese Rolle. Fürs britische Fernsehen dreht er derzeit für "Henry V" und "Henry IV". Shakespeare steht ihm eben.(c) Disney

Tom Hardy

(geb. 1977)

Körperbetonter gibt sich hingegen Tom Hardy, der das Drama Centre London absolvierte. Er spielte in der HBO-Serie "Band of Brothers – Wir waren wie Brüder" und in Ridley Scotts Kriegsfilm "Black Hawk Down" mit.

Beeindruckend: Sein Auftritt als Großbritanniens gefährlichster Häftling Charles Bronson in Nicolas Winding Refns "Bronson". Die dafür antrainierten Muskeln kann er heute gut gebrauchen.(c) REUTERS (� Mario Anzuoni / Reuters)

Tom Hardy

Christopher Nolans Blockbuster "Inception" katapultierte Hardy in die Liga der großen Stars - und ebnete den Weg für seine nächste Rolle: Als muskelbepackter Bösewicht Bane in dem Batman-Film "The Dark Knight Rises" (im Bild). Der läuft am 27. Juli an. Der 34-Jährige hat bereits seine nächste Hauptrolle ergattert: Als Max in dem Reboot "Mad Max: Fury Road".(c) Warner (Ron Phillips)

Idris Elba

(geb. 1972)

Ridley Scott hat für seinen heiß erwarteten neuen Film "Prometheus - Dunkle Zeichen" (ab 10. August) einige europäische Stars versammelt. Neben dem Deutsch-Iren Michael Fassbender tritt auch Idris Elba auf. Der machte sich mit der Darstellung moralisch fragwürdiger Charaktere einen Namen.(c) Centfox

Idris Elba

Bekannt wurde der Londoner als berechnender Gangsterboss Stringer Bell in der preisgekrönten HBO-Serie "The Wire".

Die Besetzung Elbas, dessen Eltern aus Afrika stammen, in "Thor" sorgte für eine Debatte. Denn Heimdall ist der "weißeste" nordische Gott. Die Überzahl der Fans zeigte sich von der Darstellung des Briten aber begeistert. Auch in "Thor 2" wird er wieder zu sehen sein.

In Großbritannien und den USA ist Elba außerdem als TV-Kommissar "Luther" bekannt - und wurde mit einem Golden Globe ausgezeichnet.(c) AP (Dan Steinberg)

Guy Pearce

(geb. 1967)

Der gebürtige Brite, der als Kleinkind mit seinen Eltern nach Australien übersiedelte, schleicht sich über Nebenrollen in die Superstar-Liga, etwa mit "The Hurt Locker" oder "The King's Speech". Die bisher denkwürdigste Hauptrolle des Schauspielers: Der Mann ohne Kurzzeitgedächtnis in Christopher Nolans "Memento".

Pearce ist ebenfalls in "Prometheus - Dunkle Zeichen" zu sehen. Und in "Iron Man 3". Dort soll er einen Bösewicht spielen. Den Emmy holte er sich übrigens für die TV-Miniserie "Mildred Pierce".(c) REUTERS (© Lucy Nicholson / Reuters)

Martin Freeman

(geb. 1971)

Der Absolvent der Central School of Speech and Drama schlug sich längere Zeit mit kleineren TV-Rollen durch, bevor er als frustrierter Bürohengst in der Comedy-Serie "The Office" seinen Durchbruch feierte.

Kinorollen in "Tatsächlich ... Liebe" und die Verfilmung von Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis" folgten. Im Oktober 2010 landete er einen Jackpot.(c) Reuters (� Anthony Phelps / Reuters)

Martin Freeman

Freeman, der überzeugend zwischen Komödie und Drama chanchieren kann, spielt die Hauptrolle in Peter Jacksons Verfilmung des Tolkien-Romans "Der kleine Hobbit", der in zwei Teilen ins Kino kommt.

Am Set von "Der Hobbit" trifft er auf einen Kollegen, nämlich auf ...(c) Warner (James Fisher)

... Benedict Cumberbatch

(geb. 1976)

Die beiden sorgen als Ermittler-Duo in "Sherlock" weltweit für Furore: Freeman spielt in der modernen Adaption von Arthur Conan Doyles Klassikern Dr. John Watson, Cumberbatch den gefühlskalten und brillianten Sherlock Holmes. Die Serie, die aus sechs Mal 90-minütigen Folgen besteht, ist ab 29. April auch im ORF zu sehen.(c) ORF (BBC/Hartswood Films/Colin Hutton)

Benedict Cumberbatch

Seine markante tiefe Stimme leiht Cumberbatch in "Der Hobbit" dem Drachen Smaug. Auch sonst ist der Brite vielbeschäftigt: Gemeinsam mit Tom Hardy, John Hurt, Gary Oldman und Colin Firth stand er in der der Verfilmung von John le Carrés Roman "Dame, König, As, Spion" (Tinker Tailor Soldier Spy, im Bild) vor der Kamera.(C) EMW

Benedict Cumberbatch

Anschließend drehte er mit Hiddleston "War Horse - Gefährten", bei dem Steven Spielberg Regie führte.

Und im nächsten Star-Trek-Film, bei dem J.J. Abrams Regie führt, spielt Cumberbatch den Bösewicht. Die Dreharbeiten für die nächste "Sherlock"-Staffel müssen wohl bis 2013 warten.

Weitere große Rollen dürften folgen. Denn Regisseur Danny Boyle nannte Cumberbatch jüngst "einen der besten Schauspieler der Welt."(c) Reuters (PAUL HACKETT)

Jonny Lee Miller

(geb. 1972)

Mit Cumberbatch verbindet den "Trainspotting"-Star ein gemeinsames Stück und eine Rolle: Danny Boyle inszenierte am am Londoner National Theatre "Frankenstein", die beiden Schauspieler wechselten sich mit der Darstellung von Schöpfer und Geschöpf ab. Die Kritik überschlug sich fast mit Lob und erhielten mehrere Theaterpreise.

Außerdem wird Miller in der US-Version des modernisierten Sherlock Homes, "Elementary", das Superhirn spielen. Der Serienstart ist noch nicht fixiert.(c) REUTERS (� Toby Melville / Reuters)

Jonny Lee Miller

Nach zwei Staffeln als halluzinierender Anwalt in der US-Serie "Eli Stone" und einer Staffel "Dexter" dreht Miller wieder außerdem verstärkt Filme. Gleich zwei Vampirstreifen sind darunter: Neben Johnny Depp ist er ab 11. Mai in Tim Burtons schräger Komödie "Dark Shadows" zu sehen. Außerdem soll heuer noch der Thriller "Byzantium" fertigwerden.(c) Warner (Leah Gallo)

Jamie Bell

(geb. 1986)

Der "Ballerina Boy" ist erwachsen: Bell spielte die Titelrolle im Welterfolg "Billy Elliott". Der Kinderstar, der aus einer Familie von Tänzern stammt, steht seitdem regelmäßig vor der Kamera. Etwa in Thomas Vinterbergs Drama "Dear Wendy", als Schiffsjunge in Peter Jacksons "King Kong" oder im Teenagerfilm "Hallam Foe".

Bislang zeigte der 26-Jährige seine Fähigkeiten vor allem in Nebenrollen. Das dürfte sich aber bald ändern.(c) AP (Evan Agostini)

Jamie Bell

Steven Spielberg besetzte Bell nämlich in "Die Abenteuer von Tim und Struppi" in der Titelrolle - allerdings in animinierter Version.

Aktuell spielt er in der Verfilmung von Irvine Welshs Roman "Filth" mit, die heuer auf die Leinwand kommen soll. Mit Tilda Swinton, Chris Evans und Octavia Spencer dreht er außerdem den Thriller "Snowpiercer" von Joon-ho Bong ("Oldboy").(c) Sony

Nicholas Hoult

(geb. 1989)

Ebenfalls als Kinderstar bekannt wurde dieser Jungstar: Als Zwölfjähriger spielte Hould mit Hugh Grant in der Tragikomödie "About a Boy" nach einem Roman von Nick Hornby mit. Sein kindliches Image legte der 22-Jährige spätestens 2009 ab: In "A Single Man", dem Regiedebüt des Modedesigners Tom Ford, versuchte ern seinen Professor (Colin Firth) zu verführen.(c) REUTERS (© Andrew Winning / Reuters)

Nicholas Hoult

In "X-Men: Erste Entscheidung" wurde Hould zum Beast. Am Set zu der Comicverfilmung traf er nicht nur Landsmann James McAvoy (links), sondern auch seine jetzige Freundin Jennifer Lawrence. Auch in der X-Men-Fortsetzung dürfte Hould mit an Bord sein.(c) Centfox

Bis diese ins Kino kommt, darf man Hould als Zombie in der Romanze "Warm Bodies" (kein fixer Starttermin, im Bild) und Fantasy-Held in "Jack the Giant Killer" (2013) bewundern. Außerdem gehört er neben Hardy zum Cast von "Mad Max".

James McAvoy

(geb. 1979)

Bevor der Schotte Charles Xavier in "X-Men: Erste Entscheidung" spielte, hatte McAvoy das britische Fernsehpublikum in der Proleten-Serie "Shameless" beeindruckt. Die Tür zu Hollywood öffnete ihm "Der letzte König von Schottland": Darin überzeugte er als Arzt, der zum Vertrauten des Ugandischen Diktators Idi Amin (Forest Whitaker) wird.(c) Reuters (� Jessica Rinaldi / Reuters)

Mit dem Melodram "Abbitte" (mit Keira Knightley) und dem geistlosen Actionfilm "Wanted" (mit Angelina Jolie, im Bild) ist McAvoy in der Traumfabrik angekommen. Sein nächstes großes Projekt führt in zurück in die Heimat: Er spielt die Hauptrolle im neuen Film von Danny Boyle, "Trance" (2013).(c) AP (Jaap Buitendijk)

Dominic Cooper

(geb. 1978)

Erst kam die Bühne, dann der Film: Cooper war in dem Theaterhit "The History Boys" zu sehen und spielte in die männliche Hauptrolle in der Bühnenadaption von Philip Pullmans Fantasy-Trilogie "His Dark Materials". Seinen ersten großen Filmauftritt hatte der 33-Jährige in dem Filmmusical "Mamma Mia!" - wo er sogar sang. Nach Filmen wie "An Education", "Captain America" und "My Week with Marilyn" ist er heuer in dem schrägen Fantasy-Thriller "Abraham Lincoln Vampirjäger" zu sehen.

(c) REUTERS (� Lucas Jackson / Reuters)

Dominic Cooper

Großes ist 2013 von ihm zu erwarten: Cooper soll die männliche Hauptrolle in Brian De Palmas "Passion" übernehmen. Wenn er denn Zeit hat. Sieben Projekte mit ihm sind derzeit in der Pipeline.(c) REUTERS (� Danny Moloshok / Reuters)

Henry Cavill

(geb. 1983)

Der neue Superman ist ... fast Brite. Denn Cavill wurde auf der Kanalinsel Jersey geboren - die ist kein Teil des Vereinigten Königreichs, sondern Kronbesitz. Er machte in der TV-Serie "The Tudors" eine gute Figur, der Durchbruch ließ aber auf sich warten.

In Los Angeles hatte man ihm den Spitznamen "The Most Unlucky Man in Hollywood" verpasst: Denn er war für die Rolle des Batman, des Edward Cullen in "Twilight" und auch für jene von James Bond in der engeren Auswahl gewesen.(c) REUTERS (� Mario Anzuoni / Reuters)

Im Sommer 2013 kommt "Man of Steel" in die Kinos. Die Regie bei der Superman-Geschichte führt Action-Ästhet Zack Snyder ("300"). Neben Cavill spielt auch Russell Crowe, Amy Adams und Kevin Costner mit. Die Erwartungen an den Streifen sind hoch: Die Produktion verschlang 175 Millionen Dollar. Ab 14. Juni 2013 wird sich an den Kinokassen weisen, ob Cavill den Status als Pechvogel endgültig abgelegt hat.(c) Warner
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