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Haneke fordert Förderung für "zarte Kino-Pflänzchen"

03.06.2012 | 13:39 |   (DiePresse.com)

Der Filmregisseur ortet eine fehlende Wertschätzung durch die Kulturpolitik. Gegenwärtige Tendenzen zugunsten des sogenannten "Publikumsfilms" sieht er als "Alarmzeichen".

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Filmregisseur Michael Haneke ("Amour") hat die fehlende Wertschätzung der österreichischen Kulturpolitik gegenüber dem landeseigenen Filmschaffen einmal mehr kritisiert. Die Abwesenheit von SP-Kulturministerin Claudia Schmied trotz zweier österreichischer Wettbewerbsbeiträge in Cannes "signalisiert dem Publikum, dass nicht einmal die Politiker es für nötig halten, dem österreichischen Film ihre Reverenz zu erweisen", sagte Haneke im Interview mit dem "profil". Gegenwärtige Tendenzen, die Filmförderung für künstlerisch anspruchsvolle Produktionen zugunsten des sogenannten "Publikumsfilms" zu schwächen, sieht der zweifache Gewinner der Goldenen Palme als "Alarmzeichen".

"Ich habe wohlgemerkt nichts gegen Unterhaltungsfilme", sagte der erfolgreichste zeitgenössische österreichische Filmregisseur, "und auch um meine eigenen Werke mache ich mir keine Sorgen: Dafür findet sich das Geld. Aber man muss all die zarten Kino-Pflänzchen, die da in den letzten Jahren gewachsen sind, auch begießen." Haneke ist als Lehrender an der Wiener Filmakademie selbst in die österreichische Nachwuchsarbeit involviert.

(APA)

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3 Kommentare
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Haneke spricht mir aus dem Herzen.

Filme sollten mehr als Kunst als Unterhaltung aufgefasst und dementsprechend geschätzt/gefördert werden, so einfach ists.

Vorschlag:

mach' ma einfach Filmförderung a la Hollywood: Null $! Wie das Ergebnis zeigt, ist das höchst erfolgreich ;-)

Gast: WFL
03.06.2012 14:46
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Kulturbeamter

Haneke bestätigt leider, dass er im Grunde seines Herzen ein Kulturbeamter ist: Ein angeblich "superkritischer" Künstler, der sich aber halt doch nichts mehr wünscht als ein anerkennendes Schulterklopfen seines Sektionschefs / seiner Ministerin.