1979 feierte Regisseur (Sir) Ridley Scott mit dem Science-Fiction-Horrorfilm Alien einen Welterfolg, der viele Fortsetzungen nach sich zog. Nun erzählt Scott in Prometheus eine Vorgeschichte – zeitgemäß in 3-D, sonst aber mit zeitlosen Ambitionen. Die Handlung erinnert vage an das Original. Eine Firma entsendet das Raumschiff Prometheus auf die Suche nach den „Ingenieuren“, jenen Außerirdischen, die für die Entstehung des Menschen verantwortlich sind. Stattdessen entdeckt man wieder das Grauen.
Lawrence von Däniken
Einst bot Scott effektive Terror-Dramaturgie mit philosophischen Obertönen, jetzt ist er 74 Jahre alt und will offenbar eine Art filmisches Erbe hinterlassen. Also erzählt er vor allem vom Ursprung der Menschheit und anderen großen Fragen – allerdings eher an Erich von Däniken erinnernd (in der kosmischen Anfangsszene opfert sich ein Außerirdischer, um als DNS-Ursuppe zu dienen). Die unverzichtbare Androiden-Figur im Film (Michael Fassbender) legt noch eins drauf: Sie modelliert sich nach Peter O’Toole in Lawrence von Arabien. Man ahnt: Das geht nicht zusammen. Zwar ist das visuelle Design, wiewohl zu dunkel, angemessen großspurig. Sonst kann der prätentiöse Anspruch aber kaum verdecken, dass nur wirrer Edel-Trash geboten wird.
Prometheus – Dunkle Zeichen. Das Prequel zu „Alien“. Ab 10. 8.
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