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"Prometheus": Ridley Scotts wirrer Edel-Trash

05.07.2012 | 15:25 |  Christoph Huber (Die Presse - Schaufenster)

Regisseur Ridley Scott will eine Art filmisches Erbe hinterlassen. Sein neuestes Werk: Das düstere, großspurige Prequel zu "Alien". Eine Filmkritik.

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1979 feierte Regisseur (Sir) Ridley Scott mit dem Science-Fiction-Horrorfilm Alien einen Welterfolg, der viele Fortsetzungen nach sich zog. Nun erzählt Scott in Prometheus eine Vorgeschichte – zeitgemäß in 3-D, sonst aber mit zeitlosen Ambitionen. Die Handlung erinnert vage an das Original. Eine Firma entsendet das Raumschiff Prometheus auf die Suche nach den „Ingenieuren“, jenen Außerirdischen, die für die Entstehung des Menschen verantwortlich sind. Stattdessen entdeckt man wieder das Grauen.

Lawrence von Däniken

Einst bot Scott effektive Terror-Dramaturgie mit philosophischen Obertönen, jetzt ist er 74 Jahre alt und will offenbar eine Art filmisches Erbe hinterlassen. Also erzählt er vor allem vom Ursprung der Menschheit und anderen großen Fragen – allerdings eher an Erich von Däniken erinnernd (in der kosmischen Anfangsszene opfert sich ein Außerirdischer, um als DNS-Ursuppe zu dienen). Die unverzichtbare Androiden-Figur im Film (Michael Fassbender) legt noch eins drauf: Sie modelliert sich nach Peter O’Toole in Lawrence von Arabien. Man ahnt: Das geht nicht zusammen. Zwar ist das visuelle Design, wiewohl zu dunkel, angemessen großspurig. Sonst kann der prätentiöse Anspruch aber kaum verdecken, dass nur wirrer Edel-Trash geboten wird.


Prometheus – Dunkle Zeichen. Das Prequel zu „Alien“. Ab 10. 8.

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6 Kommentare
Gast: DeBu84
03.08.2012 16:07
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Kritiker Kritik

Wenn man selbst schon keine Texte klar formulieren kann (z.B. Oxymoron "Edel-Trash" als Fazit?!) sollte man es auch nicht von oben herab bei anderen erwarten die einer hören Kunstform dienen.

Ich habe den Film gesehen und fand ihn nicht wirr und konnte sehr gut dem Handlungsstrang folgen - aber vielleicht war ich beim gucken des Films auch nicht so wie Sie in Gedanken schon dabei mir zurecht zu legen wie ich mich selbst profilieren kann in dem ich die Arbeit eines etablierten Filmemachers herabsetze...

Wo bleibt der Respekt vor dem kreativen Schaffensprozess der einem Sci-Fi Werk dieser Machart vorangeht und innehat?

Der Erste Eindruck kann häufig trüben und so verbirgt sich hinter einer oberflächlich betrachtet sinnlosen Aktion oder Szene manchmal viel mehr - um das zu erkennen muss man sich aber auch auf Filme einlassen und danach differenziert darüber nachdenken.

Es scheint leider, insbesondere im Netz, mittlerweile Hip zu sein sich als Filmkenner darzustellen in dem man populäre Filme verreißt - In diesem Sinne Grüße an einige der anwesenden Blogger.

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Wirrer Edel-Trash

Damit ist der Film wirklich sehr gut beschrieben.

Einerseits sehr unterhaltsam weil oberflächlich so dermaßen idiotisch. dass man sich fast in einer Komödie sieht. Andererseits aber so voll mit Symbolik dass man trotzdem herrlich darüber nachdenken kann.

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ich fand aber toll die ganze PR vorarbeit. dann geht man endlich mal hin und am ende will man sein geld zurück haben!!!


Ich war zwar auch ein bißchen vom Film enttäuscht,

aber diese "Kritik" ist eher ein Verriß und wird dem (schon recht niedrigem) Niveau des Films nicht gerecht.

Antworten Gast: ido
06.07.2012 15:04
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Re: Ich war zwar auch ein bißchen vom Film enttäuscht,

da geht meine Vorfreude dahin :/

Re: Re: Ich war zwar auch ein bißchen vom Film enttäuscht,

hoffentlich nicht wegen mir. Der Film ist schon recht ok, wurde nur meinen hohen Erwartungen nicht gerecht.
Die Stimmung von AlienI ist recht schwer zu wiederholen. Die Kamerablickwinkel und die düstere verschweißte und schweißtreibende Beklemmtheit hätte ich mir in "anderer" Form auch diesmal erwartet. Die Geschichte wird nur anders erzählt und sagt mehr über unsere Gegenwart aus, als eine kontinuierliche Zeit in der Zukunft (mit den späteren Teilen im Hinterkopf) darzustellen. Nachdem es eine wissenschaftliche Expedition ist, gehen mir auch die Gedankengänge der Hauptpersonen nicht weit genug und die Handlung verliert sich in kleinlichem zwischenmenschlichen Problemchen. Der Zerfall der ohnehin schon loosen Gruppe wurde auch bei AlienI besser gelöst.
Irgendwie wirkt der Film als ein Vorspann für den nächsten Teil.

Ein Tipp zum Schluss. Ich habe den Film in einem größeren Kino in 3D gesehen. Das zusätzliche Geld für 3D kann man sich sparen - ob es in einem IMAX besser wäre kann ich nicht sagen.