Krach - bumm - schepper. Unter diesem Motto steht Michael Bays jüngstes Werk, "Transformers 2 - Die Rache". Die Handlung ist ebenso dünn wie egal, bei einem reinen Action-Reißer hätten Anspruch, Tiefgang und Metaphysik ohnehin keinen Platz. Das hat schon bei Terminator 4 nicht funktioniert. Auch wenn es mancherorts gefordert wird: Nicht jeder Streifen muss den intellektuellen Anspruch eines finnischen Problemfilms mit schwedischen Untertiteln haben.
So ist der zweite Teil eine Steigerung des ersten Transformers-Films: Rasantere Action, Darsteller aus einer Modellagentur und deutlich mehr Klamauk. Vielleicht sogar ein bisschen zu viel gezwungen wirkende Komik, vor allem durch verzichtbare halblustige Nebenrollen und Randfiguren.
Gut und Böse klar definiert
Bei den Transformers ist die Welt noch einfach. Die guten Autobots und die bösen Decepticons, dazwischen gibt es nichts. Auch wenn im zweiten Teil einige die Seite wechseln. Man erkennt auch ganz leicht, welcher Roboter zu welcher Rasse gehört: Die Decepticons haben rote oder gelbe Augen und transformieren sich in "böse" Alltagsgegenstände wie Panzer oder deutsche Autos, konkret einen Audi R8. Fast wie in alten US-amerikanischen Filmen, wo die Bösewichte immer dunkle Mercedes hatten.
Die guten Autobots hingegen haben blaue Augen und nehmen die Gestalt von General Motors-Fahrzeugen an. Product Placement fürs Kinderzimmer.
Sithlord aus Blech
Um dem Film noch ein wenig Pathos zu verleihen tritt in Transformers 2 Megatron nicht mehr als oberster Decepticon auf. Er hat mehr die Rolle eines Darth Vader, während sein "Meister" eine Art blecherer Sithlord ist, der älteste und damit mächtigste Bösewicht von allen. Das Senioritätsprinzip ist von Vampirgeschichten bekannt und fügt sich ins Konzept von Transformers 2: Althergebrachte Schemata, klassische Rollen und kitschige Klischees, verpackt in wirklich beeindruckenden Bildern und gigantischen Raufereien. Ultimate Fighting aus Metall, Fastfood statt Gourmetmenü - aufrichtig geistlos und sehr unterhaltsam.
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