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Avatar - Filmrevolution mit Kopfweh

22.08.2009 | 10:23 |  Ewald Bechtloff (DiePresse.com)

"Avatar - Aufbruch nach Pandora" wird als völlig neuartiges Kinoerlebnis angekündigt. Mancherorts wird sogar von einer Revolution gesprochen. Doch die ersten 15 Minuten lassen eher revolutionäres Kopfweh erwarten.

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Die Phrase ist abgedroschen aber zutreffend: Angekündigte Revolutionen passieren einfach nicht. "Avatar - Aufbruch nach Pandora" wird zwar als "völlig neuartiges Kinoerlebnis" angekündigt - die ersten 15 Minuten, die beim "Avatar-Event" am 21. August vorgestellt wurden, werden dem aber nicht gerecht.

Vor allem die technische Neuerung, nämlich die nächste Generation des 3D-Kinos, enttäuscht. Sie ist nämlich aus Sicht des Zusehers (und um den geht es schließlich) praktisch wie die bisherigen 3D-Filme, nur vollständiger. Waren etwa "Reise zum Mittelpunkt der Erde" oder "Ice Age 3" im Prinzip herkömmliche 2D-Filme, bei denen hin und wieder ein Element optisch aus der Leinwand hüpfte, so ist Avatar wirklich vollständig in 3D.

Faszinierend überfordernd

Und genau da liegt auch das Problem. Ein Fantasy-Film mit einwandfrei schönen Bildern einer faszinierenden fremden Welt überfordert das Auge. Vor allem in den Action-Szenen, von denen es schon in dem Preview genug gibt, überschlagen sich die verschiedenen Tiefen des Films. Eine Blitzumfrage unter den anderen Teilnehmern des "Avatar Events" ergab bei fast allen diese Einschätzung: Es ist einfach zu viel Bild in zu wenig Zeit. Nicht nur für Brillenträger. Das ist zwar neuartig, aber nicht gerade schön. Auch wenn einige "Schmankerln" dabei sind. In einer Szene etwa wird die Sprache der Eingeborenen durch Untertitel übersetzt und ein Protagonist springt plötzlich vor eben diese Untertitel.

Die Handlung des Films, so viel sei verraten, dürfte soliden Erzähltraditonen folgen. Ein Soldat betritt in einem neuen Körper einen fremden Planeten und kämpft gegen allerlei Getier und später auch gegen Menschen, wenn er sich auf die Seite der Eingeborenen schlägt. So weit in Ordnung, man kann klassische Heldenthemen immer wieder verfilmen; so bleibt die Aufmerksamkeit auf der Schönheit der Bilder.

In 2D wäre er fantastisch

Gerade das Getier, der Planet, die Szenerie machen den Film wieder empfehlenswert. Das Regisseur James Cameron sein Handwerk versteht, dürfte außer Frage stehen. Immerhin setzte er mit Filmen wie "Terminator" oder "Abyss" Meilensteine und feierte mit der Schiffuntergangs-Schnulze "Titanic" einen gigantischen kommerziellen Erolg.

In "Avatar" entführt er uns in eine Welt, die ein bisschen an die Ewoks-Zeichentrickserie der 1980er erinnert, gemischt mit wunderschönen Lichteffekten und herrlicher Farbwahl. Wenn da nicht die rasante Kameraführung in Kombination mit der 3D-Technik, die immer wieder das Bild zerstören würde.

Somit ist es wohl schöner, sich den Film wenn möglich in einem ganz normalen Kino in 2D anzusehen. Und gleich die Blu Ray vorzubestellen.

AVATAR - Aufbruch nach Pandora
Österreich-Start: 18.Dezember 2009
Fantasy-Spektakel von James Cameron
Präsentiert in neuester 3D-Technik

Nicht die Zeichentrickserie

Da vielleicht Verwechslungsgefahr besteht, ein Hinweis: Dieser Film hat nichts mit der Verfilmung der genialen Zeichentrickserie "Avatar - Herr der Elemente" zu tun. Diese wird erst im Sommer 2010 in die Kinos kommen. Unter dem Titel "The last Airbender (Der letzte Luftbändiger)" versucht sich M.Night Shyamalan ("The Sixth Sense", "Signs") daran, die Zeichentrickfiguren in Schauspieler zu übersetzen. Wobei zu hoffen ist, dass er aus der Actionserie keinen langatmigen Bildband macht, dessen einzige Action ein sich im Wind bewegendes Blatt ist.

 

 

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5 Kommentare
Gast: mushu
17.12.2009 02:12
0 0

tambor

Ich habe selber den Film gesehen und muß sagen das das der beste Film seit langer Zeit war den ich gesehen habe. Die 3D Technik (Digital 3D) ist überwältigend und ich hatte auch nach 161 Minuten keine Kopfschmerzen. Die Kampfszenen sahen in 3D so realistisch aus und überforderten in keiner Weise meine Augen.
Ich werde mir den Film noch einmal ansehen.
Der Film ist der Hammer !!!!!!

Gast: Andi
15.12.2009 08:24
0 0

3D Filme

Ich würde den Film auch gerne sehen, doch da er nur in 3D läuft ist das für mich unmöglich, da ich einen Augenfehler habe. Finde es unmöglich, dass ich dadurch daran gebunden bin zu warten bis 3D Filme auf DVD rauskommen. Ich finde das ziemlich disriminierent für Menschen die Augenfehler haben.

Gast: smeidu
23.08.2009 23:34
0 0

mein Bericht

Ich war auch bei der Vorstellung im Apollo am 21 und habe einen kurzen Bericht auf meinem Blog veröffentlicht:

http://www.smeidu.com/2009/08/23/james-camerons-avatar/
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Hier der Fazit:

Fertigkeiten von James Cameron vertrauen. Ein mittelgroßer Kassenerfolg erscheint allein schon wegen dem großen Hype und Marketingbudget vorprogrammiert.

Viel wichtiger erscheint das AVATAR als Beginn der 3D Ära im Kino gesehen werden könnte. In den letzten 1 1/2 Jahren wurden weltweit Kinos auf die neuen digitalen 3D Projektoren umgerüstet. Bis dato wurden aber vor allem Animations- und Kinderfilme im neuen 3D Standard veröffentlicht.

Mit dem Start im Dezember wird nun zum einen die kritische Masse an 3D Kinos erreicht sein, das Pubplikum mit Filmen wie Pixars UP bereits konditioniert sein mit dem 3D-Kino Erlebnis und nun zum perfekten Zeitpunkt der erste Real Film Blockbuster mit vollendeter 3D Technik und revolutionären digitalen Effekten veröffentlicht. Diese Kombination macht AVATAR meiner Ansicht nach zum wichtigsten Kinoereignis der letzten Jahre.

Gast: Satan
22.08.2009 18:33
2 0

...

Bechtloffs Augen sind für das Kino von Morgen wohl ein wenig zu langsam geraten.

Die Evolution wird sich drum kümmern.

Toghar
22.08.2009 17:58
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Wenn man solche Filme nicht mag sollte mans dem anderen nicht verderben

Selten so ein schwachsinn gelesen. Das ist ja alles sooooo schlecht blablalbal. Deswegen ist die Preview ja auch bei der Comic Con so gut angekommen. Da sieht man mal wieder das es darauf ankommt wer sich sowas anachaut jemanden dem 3d Effekte usw Kopfweh verurschacht is bei solchen Filmen einfach falsch. Somit kann ich das was hier geschrieben wurde eichfach nicht ernstnehmen