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Rot-weiß-roter Triumph: Oscar für "Die Fälscher"

25.02.2008 | 13:41 |   (DiePresse.com)

Der Österreicher Stefan Ruzowitzky gewinnt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. "No Country for Old Men" der Brüder Ethan und Joel Coen wird zum besten Film gekürt, Daniel Day-Lewis und die Französin Marion Cotillard werden als beste Hauptdarsteller geehrt.

Der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky schreibt Geschichte: Bei der 80. Verleihung der Academy Awards wurde sein Film "Die Fälscher" in der Kategorie Bester nicht englischsprachiger Film mit dem sogenannten Auslands-Oscar ausgezeichnet - es ist der erste Oscar in dieser Kategorie für einen Österreicher. 22 Jahre ist es her, seit mit Wolfgang Glücks "38" zuletzt ein österreichischer Film für den Ausland-Oscar nominiert wurde. Nun konnte sich Ruzowitzky mit seinem KZ-Drama gegen Konkurrenz aus Polen, Kasachstan, Israel und Russland durchsetzen.

"Ich hatte die tollste Besetzung, die beste Crew und die beste aller Familien zu Hause, daher war es einfach für mich", sagte der Regisseur in seiner kurzen Dankesrede. Er erinnerte auch an Persönlichkeiten wie Billy Wilder, Fred Zinnemann und Otto Preminger, die von den Nazis aus Österreich vertrieben wurden. Daher mache es Sinn, dass mit "Die Fälscher" nun ein in einem Konzentrationslager spielender Film den ersten Auslands-Oscar für Österreich geholt habe, so der Regisseur.

Ruzowitzky vor Gala: "Will mehr"

Unmittelbar vor der 80. Oscar-Verleihung hatten sich der mit "Die Fälscher" für den Auslands-Oscar nominierte Stefan Ruzowitzky und sein Hauptdarsteller Karl Markovics in guter Stimmung präsentiert. "Natürlich will man mehr", meinte Ruzowitzky mit einem breiten Grinsen im ORF-Gespräch.

Markovics meinte in der "Zeit im Bild", er sei zwar anfangs "unglaublich müde" gewesen und habe sich dann gedacht, "um Gottes Willen, dieser Zirkus", sei nun aber "irrsinnig gut aufgelegt" und freue sich "wie ein Schneekönig".

Coen-Brüderpaar räumt ab

(c) AP (Richard Foreman) "No Country for Old Men" von Joel und Ethan Coen hat bei der 80. Oscar-Verleihung in Los Angeles triumphiert. Der lakonische Westernthriller des Regie-Duos trug den Academy Award für den Besten Film, die Beste Regie, das Beste adaptierte Drehbuch und die Beste Nebenrolle (für Javier Bardem) davon. Mit den vier Auszeichnungen konnte der große Favorit der heurigen Gala die Hälfte seiner Nominierungen in Oscars ummünzen.

Das ebenfalls achtfach nominierte Ölsucher-Drama "There Will Be Blood" von Paul Thomas Anderson musste sich dagegen mit zwei Oscars (Bester Darsteller, Beste Kamera) zufriedengeben.

Favoritensieg für Daniel Day-Lewis

(c) AP (Rene Macura)

Der Oscar für den Besten Hauptdarsteller ging wie erwartet an Daniel Day-Lewis. Für seine Rolle als fanatischer Ölmagnat in Paul Thomas Andersons "There Will Be Blood" heimste Day-Lewis bereits zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter alle bedeutenden Schauspieler-Preise, vom Screen Actors Guild Award bis zum Golden Globe. Der 50-jährige Brite setzte sich auch bei den Oscars gegen die Konkurrenten Johnny Depp, Tommy Lee Jones, George Clooney und Viggo Mortensen durch.

Favoriten Julie Christie geht leer aus

Für eine große Überraschung sorgte Marion Cotillard, die mit ihrem Oscar als Beste Hauptdarstellerin nach der Besten Maske den zweiten Academy Award für die Edith-Piaf-Biografie "La vie en rose" gewinnen konnte. Die für viele als Favoritin gehandelte Julie Christie ("Away From Her") ging leer aus.

Der siebenfach nominierte Anwalts-Thriller "Michael Clayton" erreichte lediglich den Oscar für die Beste Nebendarstellerin. Tilda Swinton konnte sich hier überraschend gegen die als Favoritin gehandelte Cate Blanchett ("I'm Not There") durchsetzen.

Drei Oscars für "Bourne Ultimatum"

Mehr Oscars konnte überraschend der dreifach nominierte und ebenso oft ausgezeichnete Spionage-Thriller "The Bourne Ultimatum" einfahren. Nicht nur die Oscars für den Besten Ton und für den Besten Ton-Schnitt, sondern auch den Academy Award für den Besten Schnitt konnte der Film mit Matt Damon einheimsen.

Bester animierter Film: Ratatouille

(c) AP "Ratatouille": Keiner kocht so gut wie Remy.

Keine Überraschung gab es in der Trickfilmkategorie: Wie erwartet setzte sich die vorlaute, kochende Ratte Remy bei der 80. Oscar-Gala durch. "Ratatouille" erhielt den Oscar als bester Animationsfilm des Jahres. Der teilweise in Wien spielende Film "Persepolis" von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud ging leer aus. (Ag./phu)

2008: Alle vergebenen Oscars
Bester FilmNo Country for Old Men
Bester RegisseurEthan und Joel Coen ("No Country for Old Men")
Bester HauptdarstellerDaniel Day-Lewis (There will be blood)
Bester Nebendarsteller Javier Bardem (No Country for Old Men)
Beste HauptdarstellerinMarion Cotillard (La Vie en Rose)
Beste NebendarstellerinTilda Swinton (Michael Clayton)
Bestes Original-DrehbuchJuno
Bestes adaptiertes DrehbuchNo Country for Old Men (nach Buch von Cormac McCarthy)
Bester animierter Film Ratatouille
Bester fremdsprachiger FilmDie Fälscher (Österreich)
MakeupLa Vie en Rose
Visual Effects The Golden Compass
Art DirectionSweeney Todd
CinematographyThere will be blood
Bester FilmsoundtrackAtonement (Dario Marianelli)
Bester SongOnce ("Falling Slowly")
EditingThe Bourne Ultimatum
SoundThe Bourne Ultimatum
Sound EditingThe Bourne Ultimatum
KostümdesignElizabeth: The Golden Age
Beste DokumentationTaxi to the Dark Side
Beste Dokumentation (Kurzfilm)Freeheld
Bester animierter KurzfilmPeter & the Wolf
Bester KurzfilmLe Mozart des pickpockets


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33 Kommentare
1 2
Gast: deine muda
26.05.2009 12:18
0 0

meine muda

unsere muda

palmstroem
26.02.2008 16:00
0 0

Ich bin mir nicht so sicher...

...ob der Österreicher Stefan Ruzowitzky mit einem Film über Kaiser Franz Josefs Rolle in Ungarn im Jahre 1848 auch Aufsehen hervorgerufen hätte? Wohl kaum. Damit ist der Wert dieses Oscars nicht so aufregend. Aber man weiß, was man machen muß,um zu gefallen. Schließlich möchte man auch in Zukunft gebefreudige Kontakte besitzen. Toll. Der Mann ist tüchtig!

harbard
25.02.2008 20:21
0 0

oskar

wäre der fälscher kein genialer jude, sondern ein ganz normaler reichsdeutscher gauner gewesen, wer weiß...
...aber mit solcher art "nazifilmen" läßt sich anscheinend noch immer etwas an der ostküste verdienen!

0 0

Es wird wieder einmal zensiert, dass es eine Freude ist

Eh schon wissen warum!
Aber, was solls! Wer zesnsiert, hat Angst vor der Meinung anderer.

harbard
25.02.2008 20:27
0 0

Re: Es wird wieder einmal zensiert, dass es eine Freude ist

das ist mir auch schon passiert!
...gewisse wörter stehen anscheinend auf dem index!
...oder gibt es da eine art nazometer im hintergrund???
...könnten wir den ariel und die ikg auf restitution klagen?

POLEMIKER
25.02.2008 18:22
0 0

Es war zu erwarten, ...

... dass die Miesmacher an diesem Oscar für einen österreichischen Film wieder etwas auszusetzen haben.

Gast: Crusader
25.02.2008 18:00
0 0

rattio kann es nicht lassen


Aber für seinen antisemitischen Vernaderungsmüll findet der rechte Depp nicht mal hier eine Mehrheit.
Pech für dich rattio -du bist 70 Jahre zu spät dran.
Und Zukunft gibt es für soetwas keine.


Gast: Billy
25.02.2008 17:33
0 0

Nona

Leider ein schlechter Film siehe auch Filmkritik der FAZ 18.3. 2007
http://www.faz.net/s/Rub070B8E40FAFE40D1A7212BACEE9D55FD/Doc~E5711E043DB394EB586E0ACEA09358061~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Aber mit KZ kommt man leicht zum Oscar.
Ein trauriger Abtieg zum Vorjahrssieger.

Gast: N:N
25.02.2008 16:54
0 0

..

Und für alle die in diesem Forum wieder einmal dem Sozialismus des dummen Kerls (August Bebel) fröhnen und daher ein göttliches Prinzip hinter der Tatsache dass ein Nazifilm den Auslandsoscar erhalten hat, hier ein link und eine Übersicht über die Auslandsoscars seit Bestehen der Preisverleihung

http://de.wikipedia.org/wiki/Oscar/Bester_fremdsprachiger_Film

Ratio
25.02.2008 11:34
0 0

Erwartungsgemäß

Wäre das Thema über Peter Rosegger gewesen mit gleicher Qualität der Schauspieler und des Regisseurs - kein Hahn hätte danach gekräht. So aber? Das Thema passte, damit schon einmal die halbe Miete eingefahren. Bester Film? Von den Coen (Kohn) Brüdern. Bester Schauspieler? Daniel Day-Lewis - passt ebenfalls in die Riege.
Und dann noch die Dankesrede Ruzowitzkys mit historischem Unsinn, aber es verkauft sich eben gut, wenn Österreich einen Billy Wilder vertrieben hat, obwohl dieser freiwillig von Österreich nach Berlin als Journalist ging. Hauptsache, man zieht Österreich eins drüber. Aber das hören die Juroren auch nach der Verleihung gerne.

Antworten Gast: AEIOU
25.02.2008 18:13
0 0

"passt ebenfalls in die Riege"

Konnte Day-Lewis dich also nicht davon überzeugen, lupenreiner Arier zu sein?
Hast du Listen von Menschen, die "ebenfalls in die Riege passen"?

Dummer Antisemit! Du bist eine Schande für mein Land!


Antworten Antworten Gast: Jacob Suderman
26.02.2008 00:58
0 0

Re: ...du bist eine Schande für mein Land

Israel?!

Würde die fehlenden Konsonanten erklären.

Shalom.

q.e.d.
25.02.2008 15:29
0 0

Rosegger und die Coen-Brüder

Meine Gratulation an Ruzowitzky. Ich finde nur schade, dass ein Filmthema "Juden" oder "Nazis" anscheinend ein Muss ist, um als Nicht-Amerikaner in der Filmindustrie wahrgenommen zu werden.

Hochverdienter Oscar für die Coen Brüder ... sie in einer Riege mit Ruzowitzkys Film zu nennen, passt tatsächlich. Was einen an Ruzowitzkys Rede aufregen könnte, ist mir allerdings schleierhaft ...

Und nach einem Thema über Rosegger hätte zu Recht kein Hahn gekräht ... interessiert weltweit gesehen auch kaum jemanden *gähn* ...

Ratio
25.02.2008 15:56
0 0

Re: Rosegger und die Coen-Brüder

Rosegger war nur ein Beispiel, falls Sie es nicht begriffen haben.

saudade
25.02.2008 13:50
0 0

Re: Erwartungsgemäß

Ein mieselsüchtiger Antisemit, etc.

Ratio
25.02.2008 15:54
0 0

Re: Re: Erwartungsgemäß

Sau d ade?

trioroyal
25.02.2008 12:32
0 0

erwartungsgemäß

...dass auch hier wieder solche einträge gibt. ist ja egal ob wilder jetzt aus wien oder berlin vertieben wurde. österreich gehörte damals schon zum deutschen reich. das DAMALIGE Österreich hatte also auch indirekt mitschuld an der vertreibung wilders.

geheimrat
25.02.2008 14:23
0 0

Re: erwartungsgemäß

So ein Schwachsinn !

Wilder ging 1926 aus beruflichen Gründen von Wien nach Berlin und floh 1933 nach der Machtübernahme Hitlers von Berlin nach Paris.

Ratio
25.02.2008 13:08
0 0

@trioroyal

Völliger Unsinn Ihr Posting.

Antworten Antworten Antworten Gast: N:N
25.02.2008 13:58
0 0

Re: @trioroyal

Na dann lies mal dein posting du Hirnederl. Wilder wurde von den Nazis vertrieben bzw. ist er vor ihnen geflohen. So stehts auch im Artikle. Du Schwachmatiker schreibst aber gleich dass behauptet wurde dass Wilder von "Österreich" vertrieben wurde.
Nicht lesen, nicht verstehen können weil in deinem phantasievoll, antisemtischen Hirn immer gleich die Opferrolle gegenüber Juden eingenommen werden muss..

Und dass dir die Galle hoch kommt wenn Juden einmal einen Preis gewinnen, ist eh klar

Ratio
25.02.2008 15:52
0 0

Re: Re: @Gast N:N

Der Dummkopf, der weder lesen, noch begreifen kann, sind belegbar Sie, denn es steht eindeutig im Artikel:" ... die von den Nazis aus Österreich vertrieben wurden." Statt kriechen zu lernen, hätten Sie besser in der Schule aufgepasst!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: N:N
25.02.2008 16:31
0 0

Re: Re: Re: @Gast N:N

Es waren alles Österreicher die vor den Nazis fliehen mussten. Preminger floh aus Österreich und alle miteinander konnten nicht mehr zurück.
Und wenn einer kriecht dann sind es Sie. Bewerben Sie sich bei der österreichischen Obrigkeit von Haider bis Gudenus über Blecha und Waldheim. Antisemiten wie Sie sind Systemkonformisten der primtivsten Art.

So Rumpelstilzchen und jetzt können Sie sich in 2 Hälften zerreißen, weil ja leider wieder einmal Juden unter den Preisträgern sind

Ratio
25.02.2008 17:02
0 0

Re: Re: Re: Re: @Gast N:N

Es flohen nicht alle aus Österreich, wie man z.B. an Billy Wilder sehen konnte. Sie wollen es nicht begreifen, weil Sie es offenbar nicht können.
Noch was, Sie cleveres Bürschchen: Was hat Blecha in Ihrer Aufzählung zu suchen? Nehme an, der Name ist Ihnen nur so eingefallen ohne zu wissen, wer das ist. Spricht für Sie, hahahaha ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: AEIOU
25.02.2008 18:06
0 0

Keine Ahnung

-siehe Blecha- und trotzdem das Maul weit offen

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gast
25.02.2008 17:01
0 0

Re: Re: Re: Re: @Gast N:N

Und wenn man der mangelnden Auffassungsgabe (oder bewussten Verdrehung, je nach dem) überführt ist, dann wirft man einfach Nebelkerzen und garniert alles mit dämlichen Beschimpfungen. Dann wirds schon keiner merken wie dumpf und unintelligent man unterwegs ist, gell?...Lautstärke ist keine Stärke, Herr/Frau "N.N".

Re: Erwartungsgemäß

Richtig! Aber der Film ist schon sehr gut! Gratulation insbesondere an den fulminanten Karl Markowics!

Ich hätte da aber gleich eine Idee für einen anderen oskarverdächtigen Filmtitel made in Austria: "Die Raubkunst der Nazis"

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