Hollywood-Künstleragentur sagt wegen Trump Oscar-Party ab

Bei der United Talent Agency stehen Stars wie Harrison Ford und Mariah Carey unter Vertrag. Statt einer Gala veranstaltet die Agentur heuer eine Protestveranstaltung gegen Trump.

Harrison Ford arrives at the European Premiere of Star Wars, The Force Awakens in Leicester Square, London
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Harrison Ford arrives at the European Premiere of Star Wars, The Force Awakens in Leicester Square, London
Harrison Ford – (c) REUTERS (PAUL HACKETT)

Eine der wichtigsten Künstleragenturen in Hollywood, die United Talent Agency (UTA), hat ihre traditionelle Oscar-Party aus Protest gegen die Einreiseverbote von US-Präsident Donald Trump abgesagt. Normalerweise richtet die Agentur, die Stars wie die Regiebrüder Ethan und Joel Cohen, Harrison Ford und Mariah Carey unter Vertrag hat, jedes Jahr eine Gala in der Villa ihres Chefs Jim Berkus aus.

Dieses Jahr wird UTA stattdessen zwei Tage vor der Preisverleihung am 26. Februar eine Protestveranstaltung gegen Trump in ihrem Büro in Beverly Hills organisieren, wie mehrere Medien berichteten. Ferner werde die Agentur 250.000 Dollar (rund 234.000 Euro) an die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU und die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) spenden.

"Dies ist eine Zeit, in der unsere Großzügigkeit gebraucht wird, unsere Aufmerksamkeit und unsere Ungeduld", erklärte der Generaldirektor von UTA, Jeremy Zimmer, laut dem "Hollywood Reporter" in einer Botschaft an seine Hunderten Mitarbeiter.

Die Welt sei besser "dank der Interaktionen zwischen Künstlern, des Ideenaustauschs und des kreativen Ausdrucks". "Wenn unsere Nation aufhört, ein Ort zu sein, an dem sich die Künstler frei ausdrücken können, werden wir meiner Meinung nach nicht mehr Amerika sein", warnte Zimmer.

Vertritt auch iranischen Filmemacher Farhadi

UTA vertritt auch den iranischen Filmemacher Aschgar Farhadi, dessen Film "The Salesman" in der Kategorie bester ausländischer Film für die Oscars nominiert ist. Der Regisseur nimmt nicht an der Preisgala teil, um gegen das Einreiseverbot Trumps zu protestieren, das sich unter anderem gegen Bürger aus dem Iran richtet.

 

(APA/AFP)

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