Oscars: Ewige Anwärter und ewige Verlierer

Nach 20 erfolglosen Versuchen wurde der Tontechniker Kevin O'Connell heuer nun endlich mit einem Oscar geehrt. Der 59-Jährige wurde für seine Arbeit im Kriegsdrama "Hacksaw Ridge" ausgezeichnet. Zum ersten Mal nominiert war er 1984. Bis jetzt hielt er den Rekord für die meisten Nominierungen ohne einen einzigen Gewinn. 

Viele Stars mussten ebenfalls lange auf ihren Sieg warten, oder gingen leer aus, wie ein Blick in die Geschichte der Oscars zeigt:

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Filmkomponist Ennio Morricone hat bereits 1979 seine erste von insgesamt sechs Nominierung erhalten. Erst 2016 konnte aber auch er triumphieren - für die Musik zum Winterwestern "The Hateful Eight". 

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Martin Scorsese wurde lange auf die Geduldsprobe gestellt. Nach seiner ersten Oscar-Nominierung als Regisseur (1981, "Wie ein wilder Stier") war er noch sieben Mal nominiert (darunter auch als Autor), ehe er 2007 für den Mafia-Thriller "Departed - Unter Feinden" seinen ersten Oscar in Empfang nehmen konnte.

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Scorseses oftmaliger Star Leonardo DiCaprio brauchte im Vergleich "nur" vier Anläufe innerhalb von 12 Jahren, ehe er seinen verdienten Oscar für "The Revenant" in Händen hielt. 

Im Bild: DiCaprio mit "The Revenant"-Regisseur Alejandro G. Iñárritu

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Al Pacino schaffte es erst im achten Anlauf mit "Der Duft der Frauen" (1993) - 20 Jahre nach seiner ersten Nominierung für "Der Pate" (1973). 

Im Bild: Pacino mit Emma Thompson, die für "Wiedersehen in Howards End" ausgezeichnet wurde 

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Noch länger musste der US-Komponist Randy Newman auf Gold warten. Erst seine 16. Nominierung (2002 für den Song "If I Didn't Have You" aus dem Film "Die Monster AG") brachte die erste Trophäe.

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Andere, die zu Hollywoods größten Stars zählen, haben nie einen Oscar bekommen. Fünfmal war Alfred Hitchcock (1899-1980) für einen Regie-Oscar nominiert und ging immer leer aus. Als Trostpflaster gab es 1968 einen Ehren-Oscar.

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Auch Orson Welles (1915-1985) hatte keinen Regie-Oscar, konnte sich aber mit einer Trophäe für das beste Drehbuch ("Citizen Kane, 1942) trösten.

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Meisterregisseure wie Stanley Kubrick (1928-1999), Robert Altman (1925-2006) und George Lucas holten trotz Mehrfach-Nominierungen nie den Regie-Preis.

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Der legendäre "Lawrence von Arabien"-Star Peter O'Toole (1932-2013) wurde achtmal nominiert, aber nie gewählt.

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Schauspielerin Glenn Close wurde bisher sechsmal nominiert und bis jetzt immer enttäuscht. 

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