Ticker-Nachlese: "The Artist" ist großer Oscar-Sieger

Der französische Quasi-Stummfilm "The Artist" gewinnt in den Kategorien Film, Regie und bester Hauptdarsteller. Meryl Streep holt mit Nominierung Nummer 17 ihren dritten Oscar.

Oscar 2012 Artist
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Oscar 2012 Artist
(c) Reuters (GARY HERSHORN)

Sieger der 84. Oscar-Nacht sind der französische Quasi-Stummfilm The Artist und Martin Scorseses Hugo Cabret. Beide Filme konnten fünf Oscars abräumen. The Artist allerdings in den wichtigen Kategorien "Bester Film", "Beste Regie", "Bester Hauptdarsteller", während Hugo Cabret vor allem in Nebenkategorien (Kamera, Ton, Tonschnitt, visuelle Effekte) punktete.

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05:35: Der beste Film des Jahres ist... The Artist.

05:33: Tom Cruise präsentiert den letzten Oscar: Bester Film.

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05:29: And the oscar goes to... Meryl Streep ("Die Eiserne Lady"). Nominierung Nummer 17 bringt den dritten Oscar. Zuletzt gewann sie 1983 mit "Sophies Entscheidung" (nachdem sie mit ihrer zweiten Nominierung 1980 für "Kramer gegen Kramer" ihren ersten Preis gewann). Sie können halb Amerika sagen hören: "Come on, why her - again". Streep ringt mit den Tränen. Das was am meisten zähle, sei die Freundschaft und der Spaß, den sie alle - die neuen und die alten Kollegen im Publikum - an ihrer Arbeit hätten.

05:23: Der beste Hauptdarsteller des Vorjahres, Colin Firth, präsentiert die Nominierten in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin": Glenn Close ( "Albert Nobbs"), Viola Davis ("The Help"), Rooney Mara ("Verblendung"), Meryl Streep ("Die Eiserne Lady") und Michelle Williams ("My Week with Marilyn").

05:20: Hugo Cabret hält vor den beiden letzten Kategorien bei fünf Oscars, The Artist bei vier. Wer wird der große Gewinner des Abends?

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05:19: Jean Dujardin ("The Artist"). The Artist holt auf, Oscar Nummer vier! "I love your country", sagt der freudestrahlende Dujardin in seiner Dankesrede. Er brüllt seine Freude laut heraus.

05:18: And the Oscar goes to...

05:13: Natalie Portman, die im vorigen Jahr den Oscar als beste Schauspielerin gewonnen hat, präsentiert die Kategorie "Bester Hauptdarsteller". Nominiert sind Demian Bichir ("A Better Life"), George Clooney ("The Descendants"), Jean Dujardin ("The Artist"), Gary Oldman ("Tinker Tailor Soldier Spy") und Brad Pitt ("Moneyball").

05:11: Nun wird es wirklich spannend. Nur mehr die großen Kategorien stehen noch aus: Die besten Schauspieler und der beste Film werden gekürt.

Verschmäht: Wer beim Oscar übergangen wurde

05:07 Die Academy verabschiedet Verstorbene aus der Branche, darunter Whitney Houston, Peter Falk, Sidney Lumet, Steve Jobs und natürlich Elizabeth Taylor.

05:00 Meryl Streep wurde bereits 17 Mal nominiert und zwei Mal ausgezeichnet - auch 2012 geht sie ins Rennen. Bevor es aber so weit ist, stellt sie die Ehrenpreise Governors Awards vor, die bereits im Herbst vergeben wurden. Sie gingen an die Talkshow-Queen Oprah Winfrey und die beiden Schauspieler James Earl Jones und Dick Smith.

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04:52: Michael Douglas, der von seiner Krebserkrankung gezeichnet ist, präsentiert den Preis für den Besten Regisseur: Michel Hazanavicius wird für "The Artist" ausgezeichnet. Er dankt unter anderem dem Hund Uggie, den heimlichen Star des französischen Films.

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04:45: Bester animierter Kurzfilm ist The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore. Der Film wurde sowohl durch Hurrikan Katrina, aber auch durch Buster Keaton sowie die Liebe für Bücher inspiriert.

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04:43: Der Oscar in der Kategorie bester Dokumentar-Kurzfilm geht an Saving Face. Der Film befasst sich mit dem Schicksal von Frauen in Pakistan, die durch Säure-Angriffe verstümmelt wurden.

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04:40: Es folgt eine witzige Präsentation durch die sechs Darstellerinnen aus "Bridesmaids". Als bester Kurzfilm wird The Shore von Terry George und Oorlagh George über den IRA-Konflikt mit einem Oscar geehrt.

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04:30: Der Oscar für das beste Original-Drehbuch geht an Woody Allen für "Midnight in Paris". Allen holt sich den Oscar nicht ab, die Academy nimmt ihn stellvertretend entgegen.

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04:26: Angelina Jolie zeigt viel Bein - und präsentiert die Oscars für das Beste adaptierte Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash gewinnen für "The Descendants", die Vorlage stammt von Kaui Hart Hemming. Es ist nach "Sideways" (2004) der zweite Oscar für Alexander Payne, er widmet ihn - nach dem Vorbild von Javier Bardem - seiner Mutter.

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04:18: Als bester Song wird "Man or Muppet" ausgezeichnet, die Komiker Will Ferrell und Zach Galifianakis überreichen die Trophäe. "Ich bin in Neuseeland aufgewachsen und habe die Muppets nur im Fernsehen gesehen. Ich dachte nicht, dass ich mit ihnen einmal zusammenarbeiten würde", sagt der prämierte Komponist Bret McKenzie. "Mit ihnen ist es wie mit vielen Stars: In Wirklichkeit sind sie viel kleiner."

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04:14: Die beste Filmmusik kommt von The Artist. Der französische Co-Favorit holt damit seinen zweiten Oscar. Ludovic Bource zeigt sich begeistert von seinem Erfolg: "Ich habe euch noch so viel Liebe zu geben!"

04:10: Billy Crystal macht sich über Schauspieler im Publikum lustig: Er liest deren Gedanken. Martin Scorsese wird ebenso durch den Kakao gezogen wie Brad Pitt und Nick Nolte.

04:03: Es ist der rührendste Moment bisher. "Du bist nur zwei Jahre älter als ich. Wo bist du gewesen?", fragt Plummer die Oscar-Statue in seiner Hand. Er habe schon als kleiner Bub mit der Haarbürste seiner Mutter für die Oscar-Rede trainiert, erinnert sich der Schauspieler. Und: Plummer endet mit einer Liebeserklärung an seine Frau, mit der er seit über 40 Jahren verheiratet ist. Sie habe den Friedens-Nobelpreis verdient.

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04:01: Nominiert sind Kenneth Brannagh ("My Weeks with Marilyn"), Jonah Hill ("Moneyball"), Nick Nolte ("Warrior"), Christopher Plummer ("Beginners") und Max von Sydow ("Estrem laut und ungalublich nah"). Der Oscar geht an... Christopher Plummer. Mit 82 Jahren ist er der älteste Preisträger der Oscar-Geschichte. Rekordhalter war bisher der damals 73-jährige Jack Palance, der 1992 für seine Rolle in "City Slickers" (übrigens an der Seite von Billy Crystal) den Oscar als bester Nebendarsteller gewann.

03:58: In der Kategorie Bester Nebendarsteller wird es nun spannend.

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03:55: Nun ist die Kategorie beste visuelle Effekte dran. Der Oscar geht an Hugo Cabret. Damit ist das Scorsese-Werk der mit Abstand erfolgreichste Film der Oscar-Nacht 2012. Kein anderer Film konnte bislang zwei Oscars erringen. Auch Co-Favorit The Artist hält bei nur einem Oscar.

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03:46: US-Comedian Chris Rock zählt auf, welche Möglichkeiten man als Schauspieler in einem Animationsfilm hat: Als Weißer praktisch alle. Und: "If you are a black man you can play a donkey or a zebra", sagt der Afroamerikaner. Der witzige Rock empfiehlt sich nachdrücklich als Moderator für die Oscar-Gala im nächsten Jahr. Der Oscar geht an Rango von Fluch der Karibik-Regisseur Gore Verbinski.

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03:41: Gwyneth Paltrow und Robert Downey Jr. streiten sich auf der Bühne und präsentieren den besten Dokumentarfilm. And the oscar goes to... Undefeated. Das ist eine Football-Doku. Wim Wenders geht mit Pina leer aus.

03:36: Eine beeindruckende Show-Einlage von "Cirque du Soleil", dessen Artisten durch die Luft fliegen, weckt das Publikum wieder auf.

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03:28: Der Oscar für die beste Tonmischung geht erneut an Hugo Cabret. Damit hat Scorseses Favoriten-Film bereits vier Oscars in der Tasche.

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03:26: Der Oscar für den besten Tonschnitt geht an Hugo Cabret. Damit ist auch die einzige Chance von "Drive" dahin, einen Oscar abzuräumen.

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03:24: Der Oscar für den besten Schnitt geht an die Stieg Larsson-Verfilmung Verblendung von David Fincher.

03:22: "Du bist ein glückliches Mädchen, er ist ein guter Küsser", sagt Oscar-Moderator Crystal zu George Clooney-Freundin Stacy Keibler in Anspielung auf die Kuss-Szene zu Beginn der Gala.

03:14: Die bei uns bislang kaum bekannte Spencer geht durch eine Achterbahn der Gefühle: "Danke, dass ihr mich mit dem heißesten Typen im ganzen Saal zusammenbringt", scherzt sie, als sie die Trophäe entgegen nimmt. Dann bricht sie in Tränen aus und die Stimme versagt beinahe: "Ich soll weitermachen, aber ich flippe aus" sagt sie, als ihre Redezeit zu Ende geht. Sie schafft es dann aber doch noch, Worte des Dankes zu finden.

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03:13: Der Oscar geht an Octavia Spencer (im Rassismus-Drama "The Help"). Sie setzt sich gegen Melissa McCarthy ("Brautalarm"), Berenice Bejo ("The Artist"), Janet McTeer ("Albert Nobbs"), Jessica Chastain ("The Help") durch.

03:10: Nun wird es ernst. Die beste Nebendarstellerin wird gekürt.

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03:05: Sandra Bullock präsentiert die Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" und scherzt, sie würde fließend chinesisch mit einem "leichten deutschen Akzent" sprechen. Tatsächlich streut sie dann ein paar Sätze auf deutsch ein. And the oscar goes to ... Nader und Simin (Iran). Der Film galt als haushoher Favorit.

03:00: Hollywood-Stars reden über jene Filme, die sie für das Kino fasziniert haben.

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02:57: Der Oscar in der Kategorie bestes Make-Up geht an Die Eiserne Lady (Meryl Streep in der Hauptrolle als Margaret Thatcher).

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02:55: Nun folgt der Oscar in der Kategorie Kostümdesign, präsentiert von Jennifer Lopez und Cameron Diaz. And the oscar goes to... The Artist.

02:48: Zwei Oscars sind bislang vergeben - beide räumt Martin Scorseses 3-D-Märchen Hugo Cabret ab.

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02:45: Es geht Schlag auf Schlag. Nun folgt die Kategorie bestes Szenenbild. Auch hier geht der Oscar an Hugo Cabret. "Ths is for Martin and Italy", sagt die Preisträgerin. Also für den Regisseur Martin Scorsese und ihr Heimatland Italien.

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02:44: Der Oscar-Reigen beginnt. Der Oscar für die beste Kamera geht an Hugo Cabret.

 

02:40: Crystal ist ein Notnagel, das merkt man ein wenig. Seine Gesangseinlage ist nicht gerade originell. Der ursprünglich eingeplante Eddy Murphy war abgesprungen, weil sein Freund Bret Rattner als Oscar-Ausrichter zum Rücktritt gezwungen wurde.

02:35: Billy Crystal moderiert zum bereits neunten Mal die Oscar-Gala. "Just call me War Horse", sagt Crystal. Und in Anspielung auf die Kodak-Pleite: Der Veranstaltungsort (seit 2002) "Kodak Theatre" dürfe ab sofort nicht mehr so heißen. Daher: "Welcome to chapter eleven theatre". In Chapter eleven ist das US-Insolvenzrecht geregelt.

02:31: Ein kurzer Film macht sich über die besten Filme des vergangenen Jahres lustig. Gleich zu Beginn küsst Oscar-Favorit George Clooney Oscar-Moderator Billy Crystal wach.

02:30: Die Oscar-Show 2012 beginnt.

02:15: In 15 Minuten geht es los. Die 84. Oscar-Nacht dürfte im Zeichen des Duells zweier Filme stehen: Des französischen Quasi-Stummfilms "The Artist" (zehn Nominierungen) und Martin Scorseses "Hugo Cabret" (elf Nominierungen). Hier die DiePresse.com-Tipps: George Clooney ("The Descendants") holt sich den Oscar als bester Hauptdarsteller. Als beste Hauptdarstellerin dürfte sich Viola Davis ("The Help") durchsetzen. In den Nebenrollen geben wir Christopher Plummer in "Beginners" und Jessica Chastain in "The Help" die größten Chancen. Und Bester Film? Wird "The Artist". In drei Stunden wissen wir mehr.

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(her/phu)

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