Vier Millionen Euro wird das Veranstaltungsprogramm rund um Richard Wagners 200. Geburtstag kosten. Zum Wagner-Jubiläumsjahr 2013 sollen Klassik-Begeisterte aus aller Welt nach Bayreuth gelockt werden. Am Programm steht ein Geburtstagskonzert am 22. Mai im Festspielhaus, das von Christian Thielemann, dem derzeit wichtigsten Wagner-Dirigente musikalisch geführt wird. In Kooperation mit der Oper und dem Gewandhausorchester Leipzig werden zudem die drei Wagnerschen Frühwerke "Rienzi", "Das Liebesverbot" und "Die Feen" inszeniert und in der Geburtsstadt Leipzig wie seiner Wirkungsstätte Bayreuth aufgeführt. Auftritte von Spitzenorchestern wie den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Andris Nelsons und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Thielemann sind Höhepunkte der Festspiele.
Wagner für alle
Unter dem Motto "Wagner für alle" wird die Staatskapelle Weimar beispielsweise bei freiem Eintritt auf dem Bayreuther Marktplatz spielen. Nicht nur Klassik wird im Rahmen der Festspiele zu hören sein. Um das junge Publikum anzusprechen wird es auch einen Kurzfilmwettbewerb und Wagner-Texte als Rap geben. Nur das Haus Wahnfried, einst Wagners Wohnstätte und heute ein Museum, ist derzeit und auch im Jubiläumsjahr wegen Bauarbeiten geschlossen.
Richard Wagner und seine Festspiele
Die Bayreuther Festspiele gelten als die "Mutter aller Festspiele der Neuzeit" und bilden einen Fixpunkt im Programm jedes Klassik-Liebhabers. Als Protest gegen den zeitgenössischen Opernbetrieb formulierte der Komponist nach der Revolution 1848 die Festspielidee. Die Stadt Bayreuth wählte er aufgrund des Markgräflichen Opernhauses, das er aber rasch als ungeeignet empfand. Mit der Hilfe König Ludwigs II. wurde ein eigenes Festspielhaus errichtet. Ein Zweckbau in amphitheatralischer Form sorgt heute noch für den einzigartigen Klang der Festspiele.
(APA)

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