Matthias Naske, aus Wien stammender Leiter der Philharmonie von Luxemburg, ist zum Intendanten des Wiener Konzerthauses ab 1. Juli 2013 bestellt worden. Eine entsprechende Meldung der Tageszeitung "Der Standard" bestätigte Konzerthaus-Präsidentin Teresa Jordis heute, Montag.
Die Bestellung sei bei einer Sitzung des Direktoriums der Wiener Konzerthausgesellschaft am Mittwoch der Vorwoche einstimmig beschlossen worden, anschließend habe Naske seine rechtzeitige Vertragsauflösung in Luxemburg fixieren können. Für seine Nachfolge als Leiter der Philharmonie von Luxemburg wird bereits in den kommenden Tagen eine vierköpfige Findungskommission eingesetzt.
Neue Impulse im Konzerthaus
Über sein künftiges Engagement in Wien freue sich Matthias Naske "unendlich". Gemeinsam mit Noch-Intendant Bernhard Kerres wird er die Planung für die Konzerthaus-Saison 2013/14 übernehmen, als Profi sei es ihm zufolge "keine Schwierigkeit" eine gemeinsame Linie zu finden. Die Wiener Symphoniker sehen dem neuen Chef, der dem Haus "neue Impulse verleihen" wird bereits positiv entgegen.
Positiv gestimmt ist der zukünftige Intendant auch gegenüber seinem Vorhaben die "Qualität der Kunst primär unterzuordnen" und das Konzerthaus als "Lebens- und Erlebensraum" zu positionieren. Dass dabei "wirtschaftliche Parameter eine Rolle spielen" ist Matthias Naske aber klar.
Der seit 2007 amtierende derzeitige Konzerthaus-Chef Bernhard Kerres hatte Ende August überraschend bekannt gegeben, mit Ende der 100. Saison 2012/13 aufzuhören. "Es war eine gemeinsame Entscheidung", sagte Jordis heute. Gemeinsam sollen auch Kerres und Naske "in einem gleitenden Übergang" ab 1. Jänner 2013 die Planungen für 2013/14 vorantreiben. Naske ist für viereinhalb Jahre, bis Ende 2017, bestellt.
(APA)

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