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Chefwechsel: Matthias Naske leitet Wiener Konzerthaus

17.09.2012 | 10:56 |   (DiePresse.com)

Der Leiter der Philharmonie von Luxemburg zieht nach Wien um. Matthias Naske beerbt damit den im August überraschend zurückgetretenen Bernhard Kerres.

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Matthias Naske, aus Wien stammender Leiter der Philharmonie von Luxemburg, ist zum Intendanten des Wiener Konzerthauses ab 1. Juli 2013 bestellt worden. Eine entsprechende Meldung der Tageszeitung "Der Standard" bestätigte Konzerthaus-Präsidentin Teresa Jordis heute, Montag.

Die Bestellung sei bei einer Sitzung des Direktoriums der Wiener Konzerthausgesellschaft am Mittwoch der Vorwoche einstimmig beschlossen worden, anschließend habe Naske seine rechtzeitige Vertragsauflösung in Luxemburg fixieren können. Für seine Nachfolge als Leiter der Philharmonie von Luxemburg wird bereits in den kommenden Tagen eine vierköpfige Findungskommission eingesetzt.

Neue Impulse im Konzerthaus

Über sein künftiges Engagement in Wien freue sich Matthias Naske "unendlich". Gemeinsam mit Noch-Intendant Bernhard Kerres wird er die Planung für die Konzerthaus-Saison 2013/14 übernehmen, als Profi sei es ihm zufolge "keine Schwierigkeit" eine gemeinsame Linie zu finden. Die Wiener Symphoniker sehen dem neuen Chef, der dem Haus "neue Impulse verleihen" wird bereits positiv entgegen.

Positiv gestimmt ist der zukünftige Intendant auch gegenüber seinem Vorhaben die "Qualität der Kunst primär unterzuordnen" und das Konzerthaus als "Lebens- und Erlebensraum" zu positionieren. Dass dabei "wirtschaftliche Parameter eine Rolle spielen" ist Matthias Naske aber klar.

Der seit 2007 amtierende derzeitige Konzerthaus-Chef Bernhard Kerres hatte Ende August überraschend bekannt gegeben, mit Ende der 100. Saison 2012/13 aufzuhören. "Es war eine gemeinsame Entscheidung", sagte Jordis heute. Gemeinsam sollen auch Kerres und Naske "in einem gleitenden Übergang" ab 1. Jänner 2013 die Planungen für 2013/14 vorantreiben. Naske ist für viereinhalb Jahre, bis Ende 2017, bestellt.

(APA)

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3 Kommentare

was will er?

Was, bitte, bedeutet die für mich kryptische Aussage, er habe vor die 'Qualität der Kunst primär unterzuordnen' und das Konzerthaus als 'Lebens- und Erlebensraum' zu positionieren?

Was wird hier untergeordnet? Die Qualität (wovon) der Kunst? Oder die Qualität der Kunst wird unter irgendwas untergeordnet? Und was hat die reichlich ausgelitschte Worthülse vom Lebens- und Erlebensraum damit zu tun?

Finde jedenfalls, dass dieses Gerede nichts wirklich Gutes verheißt.

Antworten Gast: luxi
19.09.2012 18:56
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Re: was will er?

Das Wiener Publikum wird sich an deratige Aussagen gewöhnen müssen, es sei denn, Herr Naske macht vor seinem Wechsel nach Wien noch einen Rhetorikkurs...

In Luxemburg hat man sich schon lange an die hohlen Phrasen vom "kollektiven Erlebnisraum Konzertsaal" gewöhnt.

Qualität meint übrigens fast immer (Wiener) Namen, insofern muss man in Wien vielleicht wirklich nichts fürchten.

Gast: kei
18.09.2012 15:50
0 0

M.Naske

Bravo !!!!

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