Der Eiserne Vorhang der Wiener Staatsoper wird in der Saison 2012/2013 vom englischen Künstler David Hockney gestaltet. Neben seiner Tätigkeit als Maler und Fotograf entwarf er immer wieder auch Bühnenbilder und Kostüme. In den letzten Jahren machte Hockney, einer der ganz großen und teuren Namen seit der Pop-Art-Ära, zudem im Bereich der digitalen Malerei auf sich aufmerksam. Er schuf Werke auf seinem iPhone und iPad, die unter anderem im dänischen Louisiana ausgestellt wurden. Er zeigte sich begeistert von der einfachen Arbeitsweise am Tablet-Computer. "Ich brauch keinen Pinsel mehr, und kein Glas Wasser. Alles zum Zeichnen ist schon da", sagte er im vergangenen Jahr.
Hockneys Großbild für die Staatsoper wird am 20. November in der Staatsoper präsentiert. Das Projekt wird durch "Die Presse" ermöglicht.
Die Sicht des Briten auf den "Swimming Pool"
Hockey wurde 1937 im englischen Bradford in Yorkshire geboren und studierte Kunst an der Bradford School of Art und dem Royal College of Art in London. Berühmt wurde er vor allem durch seine "Swimming Pool"-Gemälde der 1960er Jahre, die mit ihren fröhlichen Farben großen Erfolg hatten.
Er war unter anderem bei der 4. und 6. documenta in Kassel (1968/1977) und in etlichen Ausstellungen - etwa im Metropolitan Museum of Art in New York, in der Hamburger Kunsthalle oder der Royal Academy in London - vertreten. Heute lebt und arbeitet David Hockney in Bridlington, Yorkshire.
Auch die restliche Liste der bisherigen Gestalter beinhaltet mit Kara Walker, Christine und Irene Hohenbüchler, Matthew Barney, Richard Hamilton, Giulio Paolini, Thomas Bayerle, Tacita Dean, Maria Lassnig, Rirkrit Tiravanija, Jeff Koons, Rosemarie Trockel und Franz West sehr bekannte Namen.
Der darunter liegende originale, von einem "Orpheus und Eurydike"-Motiv gezierte "Eiserne" wurde 1955 von Rudolf Eisenmenger (1902-1994) geschaffen, der wegen seiner Leitungstätigkeit im Wiener Künstlerhaus zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft umstritten ist.
Der Vorhang wird sich am 7. November im Dienste der guten Sache heben: Zugunsten der Intitiative "Nein zu Arm und Krank" wird "Simon Boccanegra" mit Placido Domingo in der Titelpartie aufgeführt. Karten sind noch erhätlich.
(APA/Red.)

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