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Barbara Mosers sehr persönlicher B-A-C-H

19.10.2012 | 18:28 |   (Die Presse)

Von Mozart bis Poulenc spannte die Pianistin ihr pointiert programmiertes Bach-Programm. Grifftechnische Makellosigkeit und ein Höchstmaß an Transparenz bestimmten ihre Chopin- und Mozart-Interpretationen

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Wien besitzt eine besondere Anziehungskraft für Pianisten: Im Konzerthaus Nelson Freire mit dem Schumann-Klavierkonzert, im Goldenen Saal einer der pianistischen Shootingstars, Yuja Wang, die mit Mendelssohns g-Moll-Konzert ihr Musikvereinsdebüt feierte, im Brahmssaal Barbara Moser mit ihrem Bach. Auf ihn musste man allerdings bis zum Encore warten – dem von Wilhelm Kempff für Klavier transkribierten Siciliano aus Bachs Es-Dur-Flötensonate BWV 1031, wofür Moser als Überraschungsgast einen nobel phrasierenden jungen Flötisten mit aufs Podium bat.

Freilich, Motto des Rezitals war nicht Bach, sondern „My personal B-A-C-H“. Dafür entlehnte Moser das B dem b-Moll-Scherzo Chopins, das A der a-Moll-Sonate Prokofieffs, das C der c-Moll-Sonate Mozarts, das H der h-Moll-Sonate von Liszt. Mit einem sehr viel Bach-näheren Opus stimmte sie auf diese Programmfolge ein: der Valse-Improvisation sur le nom Bach von Francis Poulenc, ein Hinweis, dass nächstes Jahr nicht nur ein Wagner-Verdi-Britten-, sondern auch ein Poulenc-Jahr (der Franzose starb 1963) ist.

Schluss- wie Höhepunkt des Abends war, durchaus erwartbar, die glasklar artikulierte, mit virtuoser Rasanz in den schnellen Partien und viel Gespür für die dynamischen Schattierungen des Werks durchmessene Liszt-Sonate. Da saß beinahe jedes Detail, wurden die unterschiedlichen Sphären ganz selbstverständlich miteinander verbunden. Charmant phrasiert erklang auch der einleitende, subtile Walzerseligkeit mit Bachs Anagramm brillant verbindende, spätere französische Chanson-Töne vorausahnende Poulenc.

Auch, wie sehr Prokofieff in seiner nicht nur technisch heiklen dritten Klaviersonate Schlagzeug-nahe Episoden einblendet, machte Moser eindrucksvoll deutlich. Grifftechnische Makellosigkeit und ein Höchstmaß an Transparenz, weniger innere Bewegtheit bestimmten diesmal ihre Chopin- und Mozart-Interpretationen. dob

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.10.2012)

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2 Kommentare
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Herr Dobner WER ist ihr HNO bitte?! Meine dürfte sehr schlecht, weil wir hörten ganz andere Dinge als Sie!

BM bleibt UNinteressant als Pianistin und je älter Sie wird, umso schlimmer wird es bei ihr! Sie ist das typische "Wunderkind", das mittlerweile kein Kind mehr ist, und Sie hat keine großen Wettbewerbe gewonnen (wie der Ingolf Wunder zum Beispiel!), ihre Mutter agiert als "Managerin" und genau DORT ist der Fehler, Sie sollte ihrer Tochter einen gefallen tun und Sie endlich mal von Ihren Fängen "befreien". Die BM soll sich NEUerfinden, und eine gute Künstleragentur finden, die sich um Sie kümmert. Nix Mama. Mütter hindern in der Regel vieles, wie oft haben wir schon Pianisten gesehen, die mit ihren Müttern unterwegs waren, und bald war es aus für beide! Die BM braucht ein MakeOver. Kleidung, Frisur, usw. Sie schaut wie eine alte Frau aus, obwohl Sie keine ist!
Natürlich das größte Problem bei ihr ist ihr Mundwerk, sobald sie den Mund aufmacht ist Verzauberung einfach weg. . .

Antworten Gast: Fidelio123
22.10.2012 22:34
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Re: Herr Dobner WER ist ihr HNO bitte?! Meine dürfte sehr schlecht, weil wir hörten ganz andere Dinge als Sie!

Egal wie man dazu steht und ohne Barbara Moser beleidigen zu wollen, die ich schon lange nicht gehört habe: SO eine absurd positiv formulierte Kritik, bzw die bemühte Einreihung in die Liga von N.Freire and Y.Wang ist kontraproduktiv und nimmt Ihnen, Herr Dobner, leider den letzten Rest an Glaubwürdigkeit. Oder um es Torquato Tasso zu sagen: man merkt die Absicht und ist verstimmt...

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