Skovhus: „Die Frage lautet: ,Ja oder Nein zum Krieg?‘“

Der dänische Sänger Bo Skovhus im Gespräch über die Modernität von Christoph Willibald Glucks Oper „Iphigenie in Aulis“, die am 8. 11. im Theater an der Wien Premiere hat, Künftiges in und Erinnerungen an Wien.

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Bo Skovhus (Archivbild) – (c) AP (ANDREAS SCHAAD)

Innerhalb weniger Tage haben in Wien zwei Opern von Christoph Willibald Gluck Premiere: Das Theater an der Wien bringt am 8. 11. „Iphigenie in Aulis“, am 12. folgt in der Staatsoper „Alceste“ als eine der Produktionen, die seit Amtsantritt von Direktor Dominique Meyer für einige Vorstellungen mit Werken der Vor-Mozart-Ära auch Originalklang-Ensembles als Gastorchester ins Haus am Ring holen – diesmal Ivor Bolton und das Freiburger Barockorchester.

Im Theater an der Wien musizieren im Gegenzug die Wiener Symphoniker unter Barock-Spezialist Alessandro De Marchi. In der Rolle des Agamemnon debütiert Bo Skovhus, ein Bariton, der den Wiener Opernfreunden bestens als Interpret von Rollen im Fach zwischen Mozart und Richard Strauss vertraut ist. Seit er mit großem Aplomb als Don Giovanni an der Volksoper debütiert hat, ist er ein Publikumsliebling. Seine ersten Sporen verdiente er sich in der Ära von Eberhard Waechter, als dessen legitimer Nachfolger der Däne in den Achtzigerjahren gefeiert wurde. Längst ist er – ganz ohne Waechters Schützenhilfe – ein internationaler Star, unverwechselbar er selbst.

Doch erinnert er sich gern an die Zeit, als ihn der Doyen des Wiener Opernensembles unter seine Fittiche nahm. Waechter war es, der ihn für die „Don Giovanni“-Produktion engagierte, sozusagen ins kalte Wasser springen ließ. „Ich hatte ja keine Ahnung, was ich da mache“, erzählt Skovhus heute mit Amüsement sowie einem Schuss nachträglicher Verwunderung über die eigene Courage – und Naivität: „Ich kam direkt von der Schule, war völlig grün und wusste nicht einmal, dass es so etwas wie Kritiken gab!“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2012)

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