Festspiele: Mozart mit Welser-Möst, Wagner mit Gatti

Die Salzburger Festspiele 2013 bieten 280 Veranstaltungen, darunter Opern wie „Così fan tutte“, „Meistersinger“, „Falstaff“.

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(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Mittwoch wurde das detaillierte Programm der Salzburger Festspiele vorgestellt, der zweiten von Intendant Alexander Pereira, der sich bezüglich der Krise optimistisch gab: Spitzeninstitutionen können sich in solchen Zeiten besser behaupten als andere, ist er überzeugt. Der neue Da-Ponte-Zyklus mit Franz Welser-Möst und Sven-Eric Bechtolf beginnt mit „Così fan tutte“. Mit „Lucio Silla“, der von der Mozart-Woche der Stiftung Mozarteum übernommen wird, kommt eine weitere Mozart-Oper. Nicholas Ofczarek spielt den Bassa Selim in einem ungewöhnlichen Projekt: „Die Entführung aus dem Serail“ wird in Hangar 7 und 8 von Red Bull auf dem Salzburger Flughafen präsentiert.

Verdi und Wagner wurden 1813 geboren. Die Festspiele zeigen „Die Meistersinger“ unter Daniele Gatti in der Regie von Stefan Herheim. Philippe Jordan dirigiert eine konzertante Version des Jugendwerks „Rienzi“. Zubin Mehta bringt mit Damiano Michieletto einen neuen „Falstaff“ heraus, geplant ist eine kammermusikalisch klein besetzte Version im Haus für Mozart. Peter Stein und Antonio Pappano widmen sich „Don Carlo“ in der fünfsätzigen Fassung. Abgerundet wird das Verdi-Programm mit konzertanten Aufführungen von „Giovanna d'Arco“ (mit Anna Netrebko in der Titelrolle) sowie „Nabucco“ mit Riccardo Muti.

 

Matthias Hartmann inszeniert Nestroy

Die Uraufführung von György Kurtag wird auf 2014 verschoben, weil der ungarische Komponist nicht rechtzeitig fertig wird. 2013 kommt stattdessen „Gawain“ mit Harrison Birtwistle und Ingo Metzmacher in die Felsenreitschule. Die Wiener Philharmoniker spielen ihre fünf Festspielkonzerte unter Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Christian Thielemann (Bruckners „Fünfte“), Muti (Verdi-Requiem mit Elina Garanča und Piotr Beczala) und Lorin Maazel.

Schauspielchef Sven Eric-Bechtolf stellt drei Klassiker ins Zentrum seines Programms: Einen „Sommernachtstraum“, Henry Mason inszeniert, Ivor Bolton dirigiert. Nestroys „Lumpazivagabundus“ auf der Halleiner Perner Insel ist die Koproduktion mit dem Burgtheater. Von Regisseur Matthias Hartmann erhofft sich Bechtolf „die richtige Mischung aus Humor und analytischem Blick in die Abgründe des Biedermeier“. Michael Thalheimer inszeniert im Landestheater Schillers „Jungfrau von Orleans“. Liederabende werden von Diego Florez, Michael Schade („Schöne Müllerin“), Christian Gerhaher, Erwin Schrott (Tangoi) und Edita Gruberova bestritten. apa/bp

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.11.2012)

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