Spitzenpianistin glänzt im Musikverein

25.11.2012 | 18:43 |   (Die Presse)

Khatia Buniatishvili interpretierte Rachmaninow an der Seite der Wiener Symphoniker virtuos. Sie musizierte mit einer Mischung aus Virtuosität und unaufdringlicher Brillanz.

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Ist die Paganini-Rhapsodie tatsächlich Sergej Rachmaninows beste Komposition für Klavier und Orchester? Sein Biograf John Culshaw ist davon überzeugt. Tatsache ist, dass man als Solist mit dieser Variationenreihe meist erfolgreich reüssieren kann. Vorausgesetzt, man verfügt über die entsprechende manuelle Fertigkeit, vor allem den nötigen Geschmack. Die Gefahr, hier ins Kitschige oder in sentimentale Gefilde abzurutschen, ist nämlich groß.

Nicht so mit der erst 25-jährigen georgischen Weltklassepianistin Khatia Buniatishvili: Sie musiziert den Part mit einer Mischung aus Virtuosität und unaufdringlicher Brillanz, drängt sich dabei nie in den Vordergrund, sondern lässt auch dem Orchester den Vortritt, das in die thematische Arbeit dieses Stücks immer wieder eingebunden ist. Eine Jahrhundertbegabung, der es nicht um eine wirkungssichere Show geht, sondern die ihre technischen Möglichkeiten bewusst in den Dienst der Musik stellt. Die Wiener Symphoniker waren ihr im Musikverein sorgfältig assistierende Partner.

 

Atemloser Dirigent

Einiges von Buniatishvilis differenzierter Charakterisierungskunst hätte man sich vom Dirigenten, dem Turiner Opernchef Gianandrea Noseda, gewünscht. Egal, ob es sich um Rachmaninows durch ein Böcklin-Gemälde inspiriertes symphonisches Gedicht „Die Toteninsel“ oder Beethovens „Fünfte“ handelte – stets setzte er auf Impulsivität, effektsichere Lautstärke, energiegeladene Spannung, vertraute dabei da wie dort weniger dem Duktus der jeweiligen Musik.

Klanglich nuancierter hätte dieser Rachmaninow ebenso seine Wirkung entfacht, erst recht Beethovens c-Moll-Symphonie. Mit drängender Atemlosigkeit durchmaß er deren Stirnsatz, nur ansatzweise machte er die innere Bewegtheit des langsamen Satzes deutlich. Erstaunlich harmlos erklang das Scherzo, zu einseitig klangmächtig der Finalsatz. dob

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.11.2012)

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10 Kommentare
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hallo lieber "glosar"

ad "Glosar": komisch- da wird doch geschrieben,
daß du in den "hinteren Reihen" nichts hörst, und dann willst du jeden tastenanschlag der Pianistin hören?? irgendwie widersprechen sich
da deine Aussagen. Auf jeden Fall wird es die Künstlerin sehr freuen, dich als Fan dazugewonnen zu haben!

Zum Zug

Der Kritik stimme ich gerne zu. Bei Beethoven meinte man, der Dirigent müsse zum Zug. Vielleicht dirigiert er ja heute in Zürich.

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in einem anderen Konzert gewesen?

Einmal zur formellen Richtigstellung: Die Pianistin spielte aus Zugabe Franz Liszt mit dem Liebestraum.
Khatia Buniatishvili lieferte einen hervorragenden Rachmaninow auf Weltklasse Niveau - wie sonst ist es auch zu erklären, daß das Publikum so heftig akklamierte. Die Kritik in der"Presse" ist also punktgenua präzise.
Einzig und Allein ihre laienhaften ZEilen sind zum K*.......

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Re: in einem anderen Konzert gewesen?

"das Publikum" versteht sehr sehr wenig von Musik, ironischerweise, die Kommentare in der Pause waren mehr in Richtung aussehen, Kleid mit Federn, usw. also sie ist einfach mittelmaß!!!

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Re: Re: in einem anderen Konzert gewesen?

Ncht nur das "Publikum" scheint die Pianistin ob des starken Applauses zu schätzen- ebenso Hr. Buchbinder - immerhin hat er sie nächstes Jahr nach Grafenegg geladen. Ob ihn auch nur ihr Aussehen, Kleid usw interessiert?
Also ich denke diese Künstelrin ist nicht PRodukt von PLattenlabels usw- aber das ist etwas, was ja auch einer Anna Netrebko oft vorgeworfen wird.

Zugaben?

Am Sa Liszt,
am So Prokofjew - also kein Grund für zusätzliche Erregung!
Sie sehen, man kann (nicht nur diesmal) durchaus in einem anderen Konzert gewesen sein....

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Virtuos? Wir fanden Sie zum k*tzen! Abgesehen von den vielen falschen Tönen, Sie hat sich mehrfach verloren und das werk einfach herumkomponiert bis Sie wieder zu sich fand. Ihr klang ist klein, sehr klein, sodass man hinten gar nichts mehr hört. Als Zugabe spielte Sie den 3. Satz von Prokoviev's 7. Sonate, abgesehen schon wieder von den falschen Noten, Sie wagte das Werk herumzukomponieren, man verstand das meiste nicht, und am Ende waren wir alle froh, dass Sie fertig war und gar nichts mehr gespielt hat!!!

Das ist das Problem, ALLE versuchen eine Martha Argerich zu "imitieren", doch es gibt nur EINE Martha Argerich, und die kann man nicht imitieren. Nachher wollten wir uns die Hände der Pianistin anschauen, weil wir gewettet haben, dass Sie kleine Hände hat, und tatsächlich Ihre Hände sind NICHT für die großen Klavierwerke gedacht, wo man Finger aus Stahl braucht, und Hände die nicht nur Muskeln haben, sondern Ausdauer!
Das gleiche gilt für den Rest!!! (handgelenk/ unterarm, biceps, triceps, usw.)

Sie sollte lieber ein anderes Repertoire spielen, da wäre ihr viel geholfen. Kleineres Orchester. Kleinere Säle. Dann vielleicht...
Aber in einem großen Saal, mit einem großen Orchester, ist die Arme so gut wie nutzlos!!!

Ironischerweise meinte Sie nachher, dass Ihre Hände so wie die von Martha Argerich sind... wir haben es nur als Scherz verstanden, und dachten die Dame hat einen Sinn für Ironie und Humor... Gut so!!!

In Zukunft bitte lieber Bach, Mozart, Beethoven, von mir aus Chopin und Schumann, obwohl bei Schumann wird's schon langsam heikel... ;-)

Sie hören hinten nichts?

Wenden Sie sich an Ihren Proktologen, er wird gemeinsam mit Ihrem HNO-Facharzt ein passendes Gerät zum Einsatz bringen (Neuroth?)....

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Re: Virtuos? Wir fanden Sie zum k*tzen! Abgesehen von den vielen falschen Tönen, Sie hat sich mehrfach verloren und das werk einfach herumkomponiert bis Sie wieder zu sich fand. Ihr klang ist klein, sehr klein, sodass man hinten gar nichts mehr hört. Als Zugabe spielte Sie den 3. Satz von Prokoviev's 7. Sonate, abgesehen schon wieder von den falschen Noten, Sie wagte das Werk herumzukomponieren, man verstand das meiste nicht, und am Ende waren wir alle froh, dass Sie fertig war und gar nichts mehr gespielt hat!!!

bei einem anderen KOnzert gewesen?
die Pianistin spielte als Zugabe Franz Liszt mit dem "Liebetraum".
Die Kritik in der Presse ist punktgenau und präzise. Das Khatia Buniatishvili einen hervorragenden Rachmaninow auf Weltklasseniveau abgeliefert hat, zeigte auch die starke Reaktion des Publikums.
Zum Kotzen ist einzig und allein ihre
laienhafte Kritik mit Hang zum Ewig-Gestrigen.

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Re: Re: Virtuos? Wir fanden Sie zum k*tzen! Abgesehen von den vielen falschen Tönen, Sie hat sich mehrfach verloren und das werk einfach herumkomponiert bis Sie wieder zu sich fand. Ihr klang ist klein, sehr klein, sodass man hinten gar nichts mehr hört. Als Zugabe spielte Sie den 3. Satz von Prokoviev's 7. Sonate, abgesehen schon wieder von den falschen Noten, Sie wagte das Werk herumzukomponieren, man verstand das meiste nicht, und am Ende waren wir alle froh, dass Sie fertig war und gar nichts mehr gespielt hat!!!

Ach Jose... du feiner popo du!
Ich besitze 32 Aufnahmen vom Op.43, wir hatten beim Konzert sogar die Partitur mit uns und folgten jeden Ton den Sie (nicht) spielte, wir kennen das Werk Jose!
Ich besuche etwa 250 Konzerte im Jahr... und das schon seit über 30 Jahren, also mich als "Laie" zu bezeichnen finde ich ziemlich gewagt von dir, Jose! Gib doch zu, du warst von ihrer Figur so geblendet, dass deine Ohren gar nicht aufpassen konnten!!!

Sinkothek

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