Verpflichtende Kultur-Kurse für deutsche Politiker?

16.01.2013 | 13:17 |   (DiePresse.com)

Dirigent Justus Frantz lässt mit einer ungewöhnlichen Idee für Politiker aufhorchen: Er könnte sich vorstellen, Kultur-Kurse im Bundestag anzubieten.

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Politiker interessieren sich nach Ansicht von Dirigent und Pianist Justus Frantz zu wenig für kulturelle Themen. "Deutsche Identität ist mehr als nur die schreckliche Hitler-Zeit", sagte der 68-Jährige der Illustrierten "Bunte" (Donnerstag). "Wir reden von Beethoven, Thomas Mann, Dürer, Goethe, Emil Nolde. Mir scheint, dass viele unserer Politiker sich damit nicht auskennen."

Er könne sich vorstellen, im Bundestag einen Kultur-Kurs anzubieten. "Als Zwangsveranstaltung, sonst würden wenige kommen", meinte er.

Frantz war bis 2009 Chefdirigent der Philharmonie der Nationen, die er 1995 nach Leonard Bernsteins Vision von einem internationalen, jungen und vor allem professionellen Orchester gegründet. 1986 rief er außerdem gemeinsam mit Bernstein das Schleswig-Holstein Musik Festival ins Leben.

(APA/dpa)

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2 Kommentare

Dann bitte zuerst Naturwissenschafts-Zwangskurse

Dies kann bei manchen Entscheidungen recht nützlich sein.

Kultur hingegen ist Privatsache.

Das wäre bei uns auf jeden Fall notwendig!!!


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