Herrlich heiterer "Falstaff" in Graz

Das Verdi-Jahr 2013 beginnt in Graz mit einer temporeichen, szenisch hervorragenden Neuproduktion von "Falstaff". Leider mit brüllend lautem, grellem Orchester.

Herrlich heiterer Falstaff Graz
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Herrlich heiterer Falstaff Graz
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Vor zwölf Jahren hat Peter Konwitschny in seiner Grazer „Falstaff“-Produktion die pointenfunkelnde Hymne Verdis an die Heiterkeit noch in ein düsteres Szenario des Endes allen Theaters umgedeutet. Nun gibt dieses am selben Ort ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Der junge, britisch-australische Regisseur Tama Matheson, selbst Schauspieler, nimmt Falstaffs Schlussworte „Mein Scharfsinn war's, der euren Scharfsinn weckte“ zum Ausgangspunkt seiner Inszenierung, die sich als dialektisches, fantasievoll-temporeiches Spiel entpuppt: Die bürgerlich-verkrustete Spießerwelt von Windsor lernt von Falstaff Lebenslust und spontanen Witz; Falstaff wiederum wird von dieser Gesellschaft von seinen selbstherrlichen Dünkeln und aufgeblasenen Einbildungen befreit.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.01.2013)

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