Intendant Vladimir Malakhov verlässt Staatsballett Berlin

01.02.2013 | 15:24 |   (DiePresse.com)

Der Ballett-Chef, einst Wunderkind des Moskauer Balletts, möchte sich neuen Herausforderungen widmen. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.

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Tanzstar Vladimir Malakhov wird seinen Vertrag als Intendant des Staatsballetts Berlin nicht über die Spielzeit 2013/2014 hinaus verlängern. Das habe Malakhov am Freitag den Tänzern und Mitarbeitern erklärt, teilte die Bühne mit. Für die Zukunft wolle der 45-Jährige, der demnach auf eigenen Wunsch geht, sich neuen Herausforderungen widmen. "Einem alten russischen Sprichwort folgend, möchte er sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu konkreten Plänen äußern", hieß es.

Fast zehn Jahre an der Spitze

Malakhov wurde 2004 zum Intendanten des neugegründeten Staatsballetts berufen. Ihm sei es gelungen, aus den ehemals drei Compagnien der drei Opernhäuser ein einziges herausragendes Ensemble zu formen, so das Staatsballett. Die Nachfolge werde der Berliner Senat demnächst bekannt geben.

Malakhov, einst Wunderkind des Moskauer Balletts, machte als Tänzer eine Weltkarriere. An der Wiener Staatsoper war er zuletzt 2009 als Prinz Siegfried zu sehen.

Klassische Handschrift

Als Intendant sei es ihm wichtig gewesen, ein großes Repertoire aufzubauen, erklärte das Berliner Ballett. Seine Handschrift gilt als klassisch. Zu den Inszenierungen gehörten Klassiker wie "Manon", "Onegin" und "Romeo und Julia" und auch selten gezeigte Werke wie "Esmeralda" oder "Sylvia".

Malakhov freue sich auf die ihm verbleibende Zeit als Intendant des Ensembles, das in der Spielzeit 2013/2014 sein zehnjähriges Bestehen feiert. Auch dann wolle er mit "Malakhov & Friends" selbst auf der Bühne stehen.

Er habe Ballett zu einem gesellschaftlichen Ereignis gemacht, betonte die Bühne. Für Berlin ist es ein weiterer Verlust. Im vergangenen Jahr hatte Star-Ballerina Polina Semionova das Ballett verlassen.

 

(APA/dpa)

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