Bad Boy Bach? Die (dubiosen) neuen Gesichter des Genies

Ein wiederentdecktes Bild soll den "echten" Bach zeigen; ein Roman und ein Musikwissenschaftler beantworten, warum Bach keine Oper und nach 1740 so wenig Werke hinterließ.

Sir John Eliot Gardiner am 13 02 2014 nach einer Pressekonferenz im Bach Museum in Leipzig vor einem
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Sir John Eliot Gardiner am 13 02 2014 nach einer Pressekonferenz im Bach Museum in Leipzig vor einem
Sir John Eliot Gardiner am 13 02 2014 nach einer Pressekonferenz im Bach Museum in Leipzig vor einem – (c) imago/epd (imago stock&people)

Auf alten Plattencovern lächelt er einem noch entgegen, der milde Gottvater mit Perücke, in seinem Blick die Weisheit und Menschlichkeit seiner Musik. Heute ist das Bild nicht mehr beliebt, kaum jemand glaubt, dass das Porträt von Johann Jakob Ihle den Komponisten als Kapellmeister in Köthen zeigt. Zu schade... Stattdessen musste man sich, was Bachs Physiognomie angeht, lange mit dem einzigen sicher echten Porträt abfinden: dem Ölbild von Elias Gottlob Haußmann. Es zeigt Bach vier Jahre vor seinem Tod – feist, selbstzufrieden und irgendwie grantig; das könnte genauso gut ein bornierter Beamter oder musenfeindlicher Kaufmann sein.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.04.2014)

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