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Katharina Wagner verspricht sympathisches Bayreuth

03.09.2008 | 13:21 |   (DiePresse.com)

Die neue Leiterin am Grünen Hügel will die Festspiele öffnen, auch für den Boulevard. Und die Historie soll "restlos" aufgearbeitet werden, kündigt Katharina Wagner an.

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Katharina Wagner hat eine "flexible, weniger patriarchenhafte" Festspielleitung in Bayreuth angekündigt. "Es wird in Bayreuth jetzt auch keine Nacht der langen Messer geben", sagte die 30-Jährige Urenkelin Richard Wagners, die am Montag gemeinsam mit Halbschwester Eva Wagner-Pasquier als neue Leiterin der Bayreuther Festspiele gewählt wurde, in einem Gespräch mit der "Berliner Morgenpost".

Sie kündigte auch eine größere Öffnung der Festspiele gegenüber der Medienöffentlichkeit an, als es unter ihrem Vorgänger und Vater Wolfgang Wagner üblich war. "Warum soll ich mir nur ein paar elitäre Feuilletonisten gewogen halten? Bayreuth als nationales, ja internationales Ereignis interessiert - auf anderem Niveau - eben auch den Boulevard. Bayreuth muss zugänglich gemacht werden" und auch ein "sympathisches Festival" sein. "Das beginnt schon mit der Beköstigungssituation, mit der ich überhaupt nicht zufrieden bin."

Geschichte "restlos" aufarbeiten

Katharina Wagner bekräftigte ihre Absicht, die Festspiele historisch restlos aufarbeiten zu lassen, auch wenn es "dunkle Flecken" geben sollte. "In unserem Keller liegen bergeweise Akten. Die müssen endlich einmal aufgearbeitet werden." Zur Finanzierung müssten Sponsoren gewonnen werden. "Es kann auch nicht sein, dass Teile einer zerstrittenen Familie weiterhin auf ihrem jeweiligen Aktenerbe sitzen. Und auch, wenn man nur heiße Luft findet, dann wird hoffentlich nicht mehr beständig an Mythen über Giftschränke und verschlossene Verließe gezimmert. Ich bin für Transparenz total."

Katharina Wagner kündigte auch neue Besetzungen bei den Festspielen an. So soll im neuen "Lohengrin" 2010 Annette Dasch die Elsa und Evelyn Herlitzius die Ortrud singen, Adrienne Pieczonka werde im neuen "Holländer" die Senta verkörpern.

Kein Regisseur für den neuen "Ring"

Wer zum 200. Geburtstag Richard Wagners 2013 die neuen "Ring des Nibelungen" inszenieren soll, steht noch nicht fest: "Ja, wenn wir das wüssten. Lars von Trier war eben schon eine wunderbare Utopie. Einen Henckel von Donnersmarck wollen wir nicht. Aber bis 2013 soll Bayreuth wieder der unstrittige Mittelpunkt der Wagner-Welt sein."

(APA)

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1 Kommentare
Gast: fritzi
10.09.2008 19:28
0 0

Kein Regisseur! Stimmt!

Aber dafür eine Regisseurin: Kati selbst hat den Vertrag schon in der Tasche. Bis 2015 sind alle lukrativen Jobs vergeben. -Und Bayreuth ist ruiniert. Aber das macht nichts, das Werk bleibt und kann auch in Erl oder Baden geboten werden. In der momentanen Qualität von Bayreuth allemal.

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