Die Verträge der neuen Leiterinnen der Bayreuther Festspiele, Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner, sollen auf sieben Jahre befristet werden. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Montag aus Kreisen des Verwaltungsrats. Die Vertragsentwürfe sind demnach bereits mit den Halbschwestern abgestimmt worden und werden derzeit von den Gesellschaftern der Bayreuther Festspiele GmbH geprüft.
Bereits bei der Bekanntgabe der neuen Leiterinnen im September wurde klar, dass es übliche Intendantenverträge mit einer Laufzeit von fünf oder sieben Jahren geben werde. Festspielsprecher Peter Emmerich erklärte nun am Montag, dass der Spielplan und die wichtigsten Besetzungen für die nächsten Jahre bereits feststünden. Eine siebenjährige Vertragsbindung lasse den Schwestern aber genug Zeit, um den Festspielen neue Impulse zu geben. Dies gilt besonders für das Jahr 2013, wenn der 200. Geburtstag von Richard Wagner, dem Urgroßvater der Intendatinnen, gefeiert wird. Dann soll in Bayreuth eine Neuinszenierung des vierteiligen Opernzyklus' "Der Ring des Nibelungen" herauskommen, Regisseur und Dirigent sind aber noch nicht bekannt. Enden werden die Vertäge vorraussichtlich 2015, wenn Katharina Wagner die Oper "Tristan und Isolde" für das Bayreuther Festspielhaus neu inszenieren wird.
Töchter folgen Vater nach
Die 62-jährige Wagner-Pasquier und ihre 30-jährige Schwester Katharina Wagner sind seit 1. September gleichberechtigte designierte Chefinnen der Bayreuther Festspiele und folgen somit ihrem Vater Wolfgang Wagner nach. Dieser war Alleingesellschafter und tratt Ende August 2008 zurück, obwohl er einen Vertrag auf Lebenszeit besessen hatte. Mit seinem Rücktritt wurden die Anteile auf den Bund, den Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth und die Mäzene "Gesellschaft der Freunde von Bayreuth" übertragen.
(Ag.)

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