Salzburger Festspiele: Iphigénie in der Flüchtlingshölle

Bei der Wiederaufnahme von Glucks „Iphigénie en Tauride“ rühren Cecilia Bartoli, Christopher Maltman und Rolando Villazón in passend trister Szenerie.

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Cecilia Bartoli singt die Iphigenie mit ganz versammeltem, innigem Pianoton. – (c) Salzburger Festspiele/Monika Rittershaus

Er könne doch kein Violinkonzert dazu spielen lassen, wenn der Sohn seine Mutter erschlage, hat Richard Strauss einmal angesichts der dissonanten Klangmassen seiner „Elektra“ festgestellt. Hätte Strauss auch das Schicksal von Elektras Schwester Iphigenie komponiert, dann wäre diese Oper „mit lauter hysterischen, schreienden und selbstgefällig überzeichneten Menschen, oder besser gesagt Ungeheuern, bevölkert gewesen“, ist der Regisseur Moshe Leiser laut Interview im Programmheft überzeugt. Mit seinem Partner, Patrice Caurier, hat er für die diesjährigen Pfingstfestspiele „Iphigénie en Tauride“ von Christoph Willibald Gluck inszeniert, die Produktion hat nun ihre sommerliche Wiederaufnahme erlebt: quittiert mit viel Jubel, in den sich einige wütende Buhs für das Regieteam gemischt haben.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2015)

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