Kammeroper: Ohne Nase kein Mensch

Die Neue Oper Wien zeigt eine stringente Deutung von Schostakowitschs „Nase“ mit einem glänzenden Protagonisten.

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Nase weg, Nase wieder da, so schnell kann das gehen bei Gogol und Schostakowitsch: Marco di Sapia (r.) als Kowaljow und Lorin Wey als Diener Iwan in der „Nase“ – (c) Armin Bardel

Man kann ja in fast allem noch etwas Positives sehen. Im Fall von Platon Kusmitsch Kowaljow wäre es wohl der Umstand, das der Pickel, den er am Vortag noch auf seiner Nase hatte, weg ist. Das war es dann aber auch schon mit dem Kollateralnutzen, denn verschwunden ist nicht nur der Mitesser, sondern mit ihm gleich der ganze Zinken. So etwas kommt gelegentlich vor, vor allem bei Nikolai Gogol und Dmitri Schostakowitsch, der dessen Erzählung „Die Nase“ 1927/28 als Opernerstling kongenial und höchst effektvoll in Musik gesetzt hat.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2015)

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