Epische Breite für die Welt von gestern

Kritik Wieder im Repertoire der Staatsoper: "Arabella", die letzte gemeinsame Oper von Strauss und Hofmannsthal.

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Wiener Staatsoper – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die liebevoll-gemächliche Gangart von Peter Schneider am Pult lässt die lyrischen Höhepunkte erblühen, die Richard Strauss für Hofmannsthals nostalgische „Arabella“-Fantasiewelt gefunden hat – und vor allem die Waldner-Töchter nützen die Gelegenheit, darin aufzugehen. Camilla Nylund klingt zwar nicht immer frei und konzentriert, aber ihre Arabella besitzt die nötige Reinheit, stimmlich wie äußerlich. Chen Reiss schmiegt sich als neue Zdenka mit sauberen Linien an sie – wenn auch mit wenig Bewusstsein für den Text. Aber auch dort, wo das Parlando der Konversationskomödie Nonchalance und Tempo brauchen würde, bleibt Schneider bei seiner ruhigen Ausführlichkeit.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.03.2017)

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