Staatsoper: Dieser Tristan lebt bis zuletzt

KritikWagners „Tristan und Isolde“ in neuer Besetzung mit dem singulären Stephen Gould, der merkwürdigen Petra Lang – und einem unentschlossenen Mikko Franck am Pult.

Höchst differenziert: Stephen Gould (Tristan) mit Petra Lang (Isolde).
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Höchst differenziert: Stephen Gould (Tristan) mit Petra Lang (Isolde).
Höchst differenziert: Stephen Gould (Tristan) mit Petra Lang (Isolde). – (c) Staatsoper/Ashley Taylor

„Bist du nun tot? Lebst du noch?“, fragt Kurwenal. In manchen Vorstellungen von Wagners „Tristan und Isolde“ scheint es, als würde er damit nicht Tristan, sondern dessen Sänger meinen. Doch diesmal hatte der sieche Ritter den „furchtbaren Trank“ mit einer Intensität verflucht, die beinah seinem moribunden Zustand spottete. Ja, das Ereignis des Abends war das Wiener Tristan-Debüt von Stephen Gould, ein später, aber keineswegs zu später Einstand.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2017)

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