Stürmisches aus Ungarn und Tschechien

Kritik Singverein und RSO Wien unter Hrůša im Musikverein: manchmal allzu kräftig, aber immer mitreißend.

Zu Beginn tobte bei Dvořák zerstörerische Eifersucht, am Ende triumphierte zu explosiven Bartók-Klängen ein unstillbares erotisches Verlangen. Eingerahmt von diesen Facetten der Liebe entlud sich bei Vítězslav Novák eine Sturmfront im Gebirge und beschwor Kodály national-religiöse Klänge: ein aufregendes Programm und ein großer Erfolg fürs RSO Wien, den Wiener Singverein und Jakub Hrůša am Pult, einen feurigen Animator, der doch zugleich auf Präzision achtete. Geboren 1981 in Brünn, kennt man ihn bei uns vor allem mit Musik aus seiner Heimat: Smetana mit den Symphonikern, Janáček an der Staatsoper. Nun ist er, mittlerweile Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, als Gast in den Musikverein zum RSO zurückgekehrt, bei dem er 2014 sein Wien-Debüt gefeiert hat.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2017)

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