Osterfestival Tirol: Schillernde Klänge im Dunkeln

Licht und Finsternis, Musik und Stille, Wahrheit und Lüge: In Hall und Innsbruck griffen Gegensätze ineinander – auf virtuose, eindringliche Art.

Auch hier ein Spiel mit Licht und Schatten: In William Forsythes Choreografie „Steptext“ verschwinden die Tänzer der Compagnie CCN – Ballet de Lorraine immer wieder in der Finsternis.
Schließen
Auch hier ein Spiel mit Licht und Schatten: In William Forsythes Choreografie „Steptext“ verschwinden die Tänzer der Compagnie CCN – Ballet de Lorraine immer wieder in der Finsternis.
Auch hier ein Spiel mit Licht und Schatten: In William Forsythes Choreografie „Steptext“ verschwinden die Tänzer der Compagnie CCN – Ballet de Lorraine immer wieder in der Finsternis. – (c) Arno Paul

Tonleitern, die in Kaskaden herab- und durcheinanderrieseln, sphärische Streicherklänge, älplerisch anmutende Teiltonreihen, die sich im Blech auftürmen, endlose Anstiege wie bei den unmöglichen Treppen M. C. Eschers, die in sich selbst zurückführen – und über allem die rätselhafte Schönheit dieser rastlosen Musik: Georg Friedrich Haas' „in vain“ (2000) ist wohl nach wie vor das stärkste Stück seines Komponisten, und die vereinten Kräfte der Tiroler Ensembles Windkraft sowie Konstellation unter Kasper de Roo ließen es am Gründonnerstag im Salzlager Hall virtuos schillern. Und zwar auch in jenen Passagen, die partiturgetreu in völliger Dunkelheit erklangen: Immer wieder taucht die Musik in die Nacht ein, wird in einem längeren Abschnitt nur von einem Dutzend Blitze erhellt.

Das ist drin:

  • 3 Minuten
  • 499 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.04.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen