Junge Quartette an den Start: Ein neuer Preis

In Wien wurde soeben der "Merito String Quartet Award" gestiftet.

Symbolbild: Cello
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Symbolbild: Cello
Symbolbild: Cello – (c) EPA (STEPHEN CHERNIN)

Klassik hat es in Zeiten wie diesen nicht leicht; umso schöner, wenn private Initiativen sich um den Erhalt der großen Tradition kümmern. Valentin Erben, Cellist des legendären Alban Berg Quartetts, und Wertpapier-Spezialist Wolfgang Habermayer haben nun eine Idee für die nachhaltige Förderung der Streichquartett-Kultur geboren. Alle vier Jahre soll eine Jury aus fünf Kennern ein junges Quartett-Ensemble, das am Anfang seiner Karriere steht, auszeichnen. Dem Sieger in diesem – verdeckt abgehaltenen – Wettbewerb winken ein zweckgebundenes Preisgeld von 20.000 Euro und 25.000 Euro für die Finanzierung von CD-Aufnahmen oder die Vergabe eines Kompositionsauftrags.

Der nach Habermayers Firma benannte „Merito Award“ soll noch in diesem Jahr zum ersten Mal an ein Sieger-Ensemble vergeben werden, das aus fünf von den Juroren vorgeschlagenen Quartetten gekürt wird. Die Juroren haben bereits seit Monaten anonym Konzerte der Kandidaten besucht. Zusätzlich winkt einem der fünf Ensembles der von Valentin Erben gestiftete Sonderpreis: Bei Bedarf erhalten die vier jungen Musiker vier hochwertige Leih-Instrumente aus dem Atelier Peter Greiner. Über den Erfolg der Initiative werden sich Musikfreunde in der kommenden Saison selbst informieren können. Die Konzerthausgesellschaft hat zugesagt, das Siegerensemble in einem eigenen Konzert vorzustellen. Nach Möglichkeit soll die Idee des Kompositionspreises auch schon bei dieser Premiere realisiert werden. Ein Komponist soll in Absprache mit den Preisträgen gefunden werden. (sin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.05.2017)

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