Bayreuther Festspiele: Parsifal trägt die Religionen zu Grabe

„Parsifal“-Wiederaufnahme in Uwe Eric Laufenbergs bemühter Regie: Hartmut Haenchen am Pult erzielt noblen Klang, der Österreicher Andreas Schager liefert ein starkes Debüt in der Titelpartie.

Uwe Eric Laufenberg
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Uwe Eric Laufenberg – (c) imago stock&people (imago stock&people)

„Parsifal“ in Bayreuth, das ist immer etwas Besonderes. Nicht so sehr, weil das Werk lange nur an diesem seinem Uraufführungsort zu erleben war, sondern wegen der Akustik: Wagners „Bühnenweihfestspiel“ ist das einzige, das er bereits mit der Kenntnis der speziellen Vorzüge und Tücken des verdeckten Orchestergrabens instrumentiert hat. Nur hier mischt sich der indirekte Klang auf die beabsichtigte Weise. Auch unter Hartmut Haenchen. Schon 2016 als später Einspringer für Andris Nelsons gefeiert, konnte er seine Lesart nun zur Blüte führen: In den relativ flüssigen Tempi eines Richard Strauss, die einen feierlichen, aber noch natürlich wirkenden Rhythmus von Erzählung, Rede und Antwort erlauben; mit organisch sich entfaltenden, klangschön ausgeformten Kantilenen, insbesondere von Chor und Orchester.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2017)

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