Odysseus, der Junge, der bald wieder heimkam

Zum Monteverdi-Gedenkjahr: „Il ritorno d'Ulisse in patria“ unter Alessandro De Marchi: eine musikalisch gediegene Deutung, unausgewogen inszeniert.

Beim Schlussduett: Kresimir Spicer als Odysseus, Christine Rice als Penelope.
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Beim Schlussduett: Kresimir Spicer als Odysseus, Christine Rice als Penelope.
Beim Schlussduett: Kresimir Spicer als Odysseus, Christine Rice als Penelope. – (c) Innsbrucker Festwochen/Rupert Larl

Moll und Dur, Moll und Dur: Merkwürdig schwankt die Akkordfolge, mit der Claudio Monteverdi den ersten Auftritt der Penelope in „Il ritorno d'Ulisse in patria“ Klang werden lässt. Dieses Hin und Her zwischen Bangen und Hoffnung scheint geradezu Schubert vorwegzunehmen. In Innsbruck, wo bei dieser Eröffnungsproduktion der Festwochen der Alten Musik Intendant Alessandro De Marchi am Pult der Academia Montis Regalis steht, klingen diese Harmonien nun nach tiefen Atemzügen, aus denen die treue, leidende, bedrängte Gattin des Odysseus aufschrickt und erschauert.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.08.2017)

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