Innsbruck: Die Marienvesper in schlanker Klangpracht

KritikBei den Festwochen der Alten Musik feierten Rinaldo Alessandrini und das Concerto Italiano Claudio Monteverdis 450. Geburtstag mit dessen „Vespro della Beata Vergine“. Innig: Tenor Raffaele Giordani.

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(c) Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Barocker Prunk am passenden Ort: In der Vierung der Innsbrucker Jesuitenkirche postiert, bot das Concerto Italiano unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini bei den Festwochen der Alten Musik vor einem begeisterten Publikum Monteverdis Marienvesper dar – nie verschleppt, in schlanker, edler Farbigkeit und alles andere als unbedarft, aber gleichsam ohne große Umstände. Zumindest aus den vordersten Sitzreihen tönte das transparent, waren die damals neuartigen solistischen Gesänge und die konzertant florierenden Instrumentalpartien ähnlich klar vernehmbar wie das Stimmengeflecht der nach älterer Manier polyfon verfassten Teile: Der Nachhall legte sich wie ein weiter Mantel um den Klang, ohne ihn zu verhüllen oder gar zu erdrücken.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2017)

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