In den „Neuen Sälen“: Junge Gesichter für die große Tradition

Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen im Souterrain des Musikvereins richtet sich an Kinder und Jugendliche.

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Symbolbild. – (c) APA (HERBERT OCZERET)

In den „Neuen Sälen“ des Wiener Musikvereinsgebäudes führt man die großen Linien des Programms in den großen Sälen fort, ergänzt und erweitert es: So finden sich im Gläsernen Saal auch Namen der Interpretenprominenz wie Franz Welser-Möst, der seinen Beethoven-Zyklus mit dem Cleveland Orchestra am 23. Mai 2018 mit einem „Prometheus“-Vortrag einbegleiten wird. Auch den Jahresregenten Leonard Bernstein ehrt die Gesellschaft der Musikfreunde mit einem Symposion und einer Fotoausstellung. Und des 100. Geburtstags von Gottfried von Einem wird bei mehreren Gelegenheiten gedacht – vor allem in einem Jubiläumskonzert am 24. Jänner.

Zum 60. Geburtstag von Thomas Daniel Schlee gibt es ein Konzert, in dem nebst einer Ur- und einer Erstaufführung mit dem Merlin Ensemble auch Literatur (gelesen von Peter Matić) im Mittelpunkt stehen wird. Die Kombination aus Sprache und Musik gehört zum Fixprogramm: Der Zyklus „Wort.Musik“ wird wegen des Zuspruchs ausgeweitet, zu den prominenten Namen gehören Julia Stemberger, Erika Pluhar, Michael Köhlmeier.

 

Kooperation mit der Staatsoper

Den Kooperationszyklus mit der Staatsoper eröffnet am 6. Dezember Andrea Carroll, die eben höchst erfolgreich die Susanna im „Figaro“ im Haus am Ring verkörpert. Auch sonst regieren in den „Neuen Sälen“ junge Künstler – und junges Publikum: Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen richtet sich an den Hörernachwuchs. Und an Talente, die sich oft – etwa in einem Zyklus, der Musiker aus Ost und West zusammenbringt – erstmals einem größeren Publikum vorstellen. Studenten beider Wiener Musikuniversitäten (MDW und MUK) tragen mit ihren bunten Programmen zur enormen Vielseitigkeit des Programms bei. Wichtig ist es den Musikverein-Planern auch, vielversprechende Namen – etwa den Geiger Emmanuel Tjeknavorian – nicht nur in einer Saison zu präsentieren, sondern über Jahre hin zu pflegen. (sin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.09.2017)

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