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"La Traviata" statt "Macbeth" an der Wiener Staatsoper

07.05.2010 | 16:43 |   (DiePresse.com)

Gleich zwei Lady Macbeths sind krank: Nach Erika Sunnegardh fällt auch Tatiana Serjan aus. Statt "Macbeth" zeigt die Staatsoper im Mai nun "La Traviata". Aylin Pérez gibt darin in Debüt im Haus am Ring.

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Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle steht an der Wiener Staatsoper am 13., 16., 20., 23. und 26. Mai "La Traviata" statt "Macbeth" auf dem Programm. Nachdem bereits Erika Sunnegardh den Part der Lady Macbeth aufgrund einer Erkrankung abgesagt hatte, musste nun auch ihr Ersatz Tatiana Serjan aus gesundheitlichen Gründen passen, teilte die Staatsoper mit.

In "La Traviata" gibt die junge Mexikanerin Aylin Pérez als Violetta ihr Debüt am Haus am Ring. Dimitri Pittas singt den Alfredo, Simon Keenlyside (13., 16. Mai) bzw. Lucio Gallo (20., 23., 26. Mai) den Giorgio Germont. Es dirigieren Keri-Lynn Wilson (13., 16. Mai) bzw. Guillermo García Calvo (20., 23., 26. Mai).

Auch im Konzerthaus gibt es eine Änderung: Statt Yakov Kreizberg, der aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, dirigiert Leo Hussain am 10. und 11. Mai die Konzerte der Wiener Symphoniker.

 

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Fleckenstein
14.05.2010 07:54
0 0

Glück im Unglück

Diese Aufregung um Macbeth! Da scheine ich ja richtig Glück gehabt zu haben: Aylin Pérez war einfach großartig. GROSSartig. Und auch der etwas nerdige Dimitri Pittas. Sie haben jeden Ton gesungen. Ein bisschen musste ich sogar weinen...

Gast: Fred Keller
08.05.2010 18:19
0 1

da dachte ich diese Produktion sei so gut.....

...der Holender beschimpfte das Publikum in seiner Hauszeitung - und jetzt verkauft sich der Regiekram auch noch nicht.


cerberus
08.05.2010 07:59
0 0

Weit hat er es gebracht, der arrogante Operndirektor

Die erste Wiederaufnahme nach der Premierenserie muß abgesagt werden, weil der Herr Direktor nicht imstande ist eine Lady zu finden. Jeder seiner Vorgänger wäre von den Journalisten sofort zum Rücktritt aufgefordert worden. Dies ist zwar nicht mehr nötig, aber aufzuzeigen wie unter seiner Verantwortung gegen weite Publikumsinteressen werkentstellend Opern inszeniert wurden, deren Repertoiretauglichkeit offensichtlich nicht vorhanden ist, wäre Sache der schreibenden Zunft.

Gast: Melomane
08.05.2010 07:53
2 0

Die Bankrotterklärung des maßlos überschätzten Operndirektors

Offensichtlich findet die Direktion ein halbes Jahr nach der Premiere keine Lady Macbeth, die in diese unsinnige und werkentstellende Produktion einsteigen möchte. Die neue Direktion übernimmt diesen Schwachsinn dankenswerterweise nicht. Also reine Geldverschwendung des sich so gerne selbst als Sparmeister titulierenden Direktors. Wie hätten früher die Kritiker Abbado, Gamsjäger oder Maazel für ein derartiges Desaster zerissen - heute sind sie zahnlos und zu Hofschranzen degradiert!

Antworten Gast: bianca p.
08.05.2010 10:08
0 0

Re: Die Bankrotterklärung des maßlos überschätzten Operndirektors

Ich glaube nicht, dass die Absage an der Unmöglichkeit lag, eine neue Lady Macbeth aufzutreiben. Der tatsächliche Grund scheint mir vielmehr im erbärmlich schlechten Kartenvorverkauf für diese Serie zu liegen. Vor wenigen Tagen waren für die erste Vorstellung noch mehr als 500 Karten der teuersten Kategorien zu haben... Kein Wunder: sehr viele Stammbesucher, die diese ach so zeitgemäße Produktion bereits gesehen haben, haben sich wohl geschworen, sich das kein zweites Mal mehr anzutun.

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