"Frau ohne Schatten" kehrt an die Staatsoper zurück

09.03.2012 | 13:27 |   (DiePresse.com)

Nach fast zehnjähriger Abwesenheit ist die Märchenoper wieder in Wien zu sehen. Für Welser-Möst ist sie "eines der tiefgründigsten Stücke" von Richard Strauss.

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Für viele Opernfans geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: Nach fast zehnjähriger Abwesenheit kehrt am 17. März die "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss an die Wiener Staatsoper zurück. Die Wiederaufnahme der Inszenierung von Robert Carsen wird von Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst geleitet. "Ich finde es eines der tiefgründigsten Stücke, die Strauss geschrieben hat", so der Dirigent.

Dunkle Liebesgeschichte, Fabel, psychologisches Spiel: In einem fernen Traumland erlegt der Kaiser auf der Jagd eine weiße Gazelle - und sie verwandelt sich in eine Frau. Doch solange sie keinen Schatten wirft, kann sie keine Kinder bekommen.

Das Libretto stammt von Hugo von Hofmannsthal, musikalisch "lässt Strauss aller Fantasie freien Lauf, die man für so ein tiefenpsychologisches Märchen braucht", so Welser-Möst, der sich mit einer Neuproduktion der Oper von seiner früheren Wirkungsstätte Zürich verabschiedete. Für den Dirigenten sei das Werk stets "eine wunderbare Herausforderung".

Im Jahr 1919 in Wien uraufgeführt, wurde "Die Frau ohne Schatten" seither viermal im Haus am Ring inszeniert. Die jüngste und nun wiederkehrende Version stammt von Robert Carsen, der dem vielschichtigen Stück vor allem eine kühl-analytische Deutung in der Ausstattung von Michael Levine verpasste. Die Reaktionen auf die im Dezember 1999 erstmals gezeigte Inszenierung waren gespalten, bis 2003 wurde sie 24 Mal gespielt. Bei der Wiederaufnahme sind in den Hauptrollen Robert Dean Smith und Adrianne Pieczonka als Kaiserpaar sowie Wolfgang Koch und Evelyn Herlitzius als Färberpaar zu sehen.

Weitere Termine für "Die Frau ohne Schatten sind der 20., 23. und 27. März.

(APA)

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10 Kommentare

beitrag

impossible

stormausfall gelöscht? warum?

Gast: zensuriert
15.03.2012 12:43
0

Stromausfall?

Wo ist denn die Meldung über den Stromausfall bei der gestrigen GP hinverschwunden?
War jedenfalls wieder eine Meisterleistung des umnachteten Möst-Fanclubpräsidenten: im letzten Absatz beruhigte er etwaige Sorgen dadurch, dass es ohnehin für jeden Akt eine BO gegeben hätte, und vergisst dabei, dass bei einer derart komplexen Inszenierung die Leute von der Technik für jeden Durchlauf (und die GP wäre offensichtlich der einzige gewesen) dankbar wären. Dafür macht mans ja schließlich auch, und nicht Mösts rasch erschöpften Input.

Wo ist denn die Meldung über den Stromausfall bei der gestrigen GP hinverschwunden?


wo ist der wirklich mit meinem probenplanauszug?

Antworten Antworten Gast: zensuriert
16.03.2012 10:26
0

Re: Wo ist denn die Meldung über den Stromausfall bei der gestrigen GP hinverschwunden?

Selbst wenn das deswegen gelöscht wurde, hätte es doch gereicht, Ihr Posting zu entfernen, da muss man der Welt nicht gleich diesen herrlichen anekdotenschleudernden Vorjubelunterbrechungsbericht unterschlagen.
Im Kurier meinte Möst übrigens sinngemäß, er nähme es mit Humor und außerdem erhöht das die Spannung am Samstag. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob Licht+Co das auch so witzig finden und ich bin gespannt, ob FWM morgen noch immer drüber lachen wird können.

Wo ist denn die Meldung über den Stromausfall bei der gestrigen GP hinverschwunden?

die hat man gelöscht ich hab dem nämlich den probenplan da ins forum gestellt, wo stand das kein publikum im haus war und die vorauseilende lobhudelei " es wurde ausgiebig aktweise geprobt" war ja auf niveau stehplatz fan.


Gast: whywhywhy
10.03.2012 12:57
0

Diese Wortspenden...

...des Dirigenten sind wie gewohnt von beklemmender Austauschbarkeit.
Ich bin richtig traurig, dass er diese Wiederaufnahme dirigiert; aber was solls, Sinkovicz kann wieder jubeln, wie keiner gejubelt.

HÖREN sollte man den frosch hier ist immer vom sehen zu lesen

Richard Strauss Märchenoper wieder in Wien zu sehen

Bei der Wiederaufnahme sind in den Hauptrollen Robert Dean Smith und Adrianne Pieczonka als Kaiserpaar sowie Wolfgang Koch und Evelyn Herlitzius als Färberpaar zu sehen.

Gast: schreker
09.03.2012 22:32
0

Freude!

Also, die Rückkehr der FroSch wäre ja wirklich ein Grund zur Freude. Wenn man nur nicht ausgerechnet Möst darauf loslassen würde... da fürchtet man sich schon wieder davor, daß er die Philis aufs Niveau des Zürcher Opernorchesters runterschraubt. Und die nicht vorhandenen männlichen Hauptrollen (wobei man zumindest Herrn Koch die Daumen drücken darf, daß er wieder mal über sich selbst hinauswächst und uns alle positive überrascht) machens auch nicht besser. Dürfte also insgesamt eher mickrig ausfallen.

Antworten Gast: martin meier
10.03.2012 17:52
0

Re: Freude!

weitgehend teile ich Ihre Meinung nur:
Philis ist der gängige Kürzel für diejenigen aus Berlin, das Züricher Opernorchester, das a) nicht mehr so heisst b) ist so schlecht nicht, (sie haben es wohl kaum gehört, vor allem kaum unter anderen Dirigenten wie FWM), im Gegenteil.
Und dem SIN muss man auf's halter ein paar kleine Freuden ab und zu lassen.

Re: Freude!

(ver)schreker

was hams gegen die vier?

Bei der Wiederaufnahme sind in den Hauptrollen Robert Dean Smith und Adrianne Pieczonka als Kaiserpaar sowie Wolfgang Koch und Evelyn Herlitzius als Färberpaar zu sehen.

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