"Frau ohne Schatten" kehrt an die Staatsoper zurück

Nach fast zehnjähriger Abwesenheit ist die Märchenoper wieder in Wien zu sehen. Für Welser-Möst ist sie "eines der tiefgründigsten Stücke" von Richard Strauss.

Frau ohne Schatten kehrt
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Frau ohne Schatten kehrt
Archivbild von der Inszenierung 1999 – (c) APA (GINDL Barbara)

Für viele Opernfans geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: Nach fast zehnjähriger Abwesenheit kehrt am 17. März die "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss an die Wiener Staatsoper zurück. Die Wiederaufnahme der Inszenierung von Robert Carsen wird von Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst geleitet. "Ich finde es eines der tiefgründigsten Stücke, die Strauss geschrieben hat", so der Dirigent.

Dunkle Liebesgeschichte, Fabel, psychologisches Spiel: In einem fernen Traumland erlegt der Kaiser auf der Jagd eine weiße Gazelle - und sie verwandelt sich in eine Frau. Doch solange sie keinen Schatten wirft, kann sie keine Kinder bekommen.

Das Libretto stammt von Hugo von Hofmannsthal, musikalisch "lässt Strauss aller Fantasie freien Lauf, die man für so ein tiefenpsychologisches Märchen braucht", so Welser-Möst, der sich mit einer Neuproduktion der Oper von seiner früheren Wirkungsstätte Zürich verabschiedete. Für den Dirigenten sei das Werk stets "eine wunderbare Herausforderung".

Im Jahr 1919 in Wien uraufgeführt, wurde "Die Frau ohne Schatten" seither viermal im Haus am Ring inszeniert. Die jüngste und nun wiederkehrende Version stammt von Robert Carsen, der dem vielschichtigen Stück vor allem eine kühl-analytische Deutung in der Ausstattung von Michael Levine verpasste. Die Reaktionen auf die im Dezember 1999 erstmals gezeigte Inszenierung waren gespalten, bis 2003 wurde sie 24 Mal gespielt. Bei der Wiederaufnahme sind in den Hauptrollen Robert Dean Smith und Adrianne Pieczonka als Kaiserpaar sowie Wolfgang Koch und Evelyn Herlitzius als Färberpaar zu sehen.

Weitere Termine für "Die Frau ohne Schatten sind der 20., 23. und 27. März.

(APA)

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