Staatsoper: Nur Otto pfeift auf Walhall

Wagners „Rheingold“, musikalisch fulminant unter Franz Welser-Möst, wurde zum Triumph für den Adrian Eröd, den Bariton in der Tenor-Partie des Loge, der in Sven Eric Bechtolfs Regie wie in einem Ostfriesen-Kabarett über die Bühne wirbelt.

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APA Techt

Die letzte Station des neuen Wiener „Rings des Nibelungen" geriet dank einer durch und durch stimmigen Sängerbesetzung und der ebenso makellosen wie leidenschaftlich gesteigerten Orchesterleistung zum musikalischen Triumph. Ein paar Buhrufe mischten sich zuletzt in den orkanartigen Beifall, als das Regieteam auf der Bühne erschien: Ein rechter Wurf ist Sven Eric Bechtolfs hiermit vollendete Inszenierung tatsächlich nicht. Zu hausbacken, zu beiläufig erzählt sie eine nette Geschichte, die nirgendwo die Tiefendimensionen des politischen Menschheits-Dramas ahnen lässt, das Richard Wagner unter dem Eindruck der Revolutionen von 1848/49 gedichtet hat.

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